„Noch viel aufregender als eine Deutsche Meisterschaft“

Neele Eckhardt genießt das doppelte WM-Feeling

Sprünge sind ihre Leidenschaft: Neele Eckhardt (Bild) sprang in diesem Jahr 6,18 m weit und schaffte damit die WM-Qualifikation, was ihr auch im Dreisprung gelang.

ASENDORF/HANNOVER (töb) · Wenn eine Sportlerin aus dem Kreis Diepholz bei einer TV-Liveübertragung zu sehen ist, dann muss sie schon Außergewöhnliches geleistet haben. Das trifft auf Neele Eckhardt ganz sicher zu. Der Spartensender Eurosport war auf Sendung, als Eckhardt Mitte Juli bei der Junioren-Weltmeisterschaft (U18) in Brixen (Südtirol) im Drei- und Weitsprung am Start war.

„Sowas habe ich bisher noch nicht erlebt. Das ganze Drumherum war noch viel schöner und aufregender als bei einer Deutschen Meisterschaft“, erinnert sich die 17-Jährige noch gern an die Tage in Brixen zurück. Eckhardt belegte dort zwar keine vorderen Plätze, wie es ihre Quali-Weiten vielleicht erhoffen ließen, aber dennoch war die Gymnasiastin stolz darauf, es überhaupt nach Italien geschafft zu haben. „Allein schon die Anreise mit dem deutschen Team und dann die Wettkämpfe mit den besten Sportlern der Welt waren eine tolle Sache“, sagt Eckhardt.

Aber nicht nur aufgrund ihrer WM-Teilnahme war das Jahr 2009 ein ganz besonderes für die Sportlerin, die zwar in Hannover lebt, aber immer noch für den TSV Asendorf an den Start geht. Bereits Anfang des Jahres ging’s in der Halle von Neubrandenburg rund, als sie im Weit- und Dreisprung jeweils DM-Silber holte. Wenige Wochen danach folgte ein weiterer Meilenstein: Erster Länderkampf für Deutschland im französischen Metz mit dem Dreikampf zwischen Deutschland, Frankreich und Italien.

Die Freiluftsaison war danach gigantisch. In Wesel sprang Eckhardt mit 13,13 m im Dreisprung nicht nur persönliche Bestleistung, sondern schaffte damit auch die WM-Quali für Brixen. Da man ja auf einem Bein schlecht stehen (oder in Eckhardts Fall springen) kann, folgte auch noch die WM-Quali im Weitsprung. Die in Schweinfurt erreichten 6,18 m bedeuteten wieder Bestleistung. Ihre langjährige Heimtrainerin Ute Schröder war schlichtweg begeistert: „Neele hat eine unglaubliche Sprungkraft und einen sehr starken Willen. Sie ist mit ihrer Entwicklung lange noch nicht am Ende.“

Um den nächsten Schritt oder besser den nächsten Satz machen zu können, wechselte Eckhardt im August ins Sportinternat nach Hannover, um dort unter Landestrainer Frank Reinhard noch gezielter zu trainieren, als dies in Asendorf der Fall war. Reinhards Herz hängt zwar am Dreisprung, aber der Landestrainer drängt Eckhardt nicht zur Entscheidung. „Ich kann im Moment wirklich noch nicht sagen, ob ich bald nur noch Weit- oder Dreisprung mache. Ich weiß aber, dass ich mich bald entscheiden muss, denn in der absoluten Spitze gibt es nur Spezialisten“, lässt sich die Asendorferin mit ihrer Wahl noch Zeit.

Für das kommende Jahr soll aber alles beim Alten bleiben. Eckhardt wird alles daran setzen, um die Weit- und Dreisprungnormen für die U 20-WM in Kanada (6,20 m/13,10 m) zu schaffen. Und für ihren TSV Asendorf will sie auch weiterhin starten, obwohl diverse Vereine aus Hannover schon ihre Fühler nach der 17-Jährigen ausgestreckt haben.

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