Nationalspieler ersetzt bei Werder Doppel-Weltmeister Chuang / Morgen nach Mühlhausen

Bastian Steger tritt in große Fußstapfen

Bastian Steger (Bild) gehört zu den deutschen Topspielern. Bei Werder soll der 33-Jährige die Lücke des Taiwanesen Chuang schließen, der sein Geld mittlerweile in China verdient.
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Bastian Steger (Bild) gehört zu den deutschen Topspielern. Bei Werder soll der 33-Jährige die Lücke des Taiwanesen Chuang schließen, der sein Geld mittlerweile in China verdient.

Bremen - Von Carsten Drösemeyer. Keine Frage, die vergangene Spielzeit dürfte den Verantwortlichen des Tischtennis-Bundesligisten SV Werder Bremen noch immer schwer im Magen liegen. Als Deutscher Meister in die Saison gestartet blieben die Hanseaten in sämtlichen drei Wettbewerben hinter den Erwartungen zurück. In der Bundesliga verpasste der SVW als Fünfter die anvisierten Playoffs, im Pokal musste man frühzeitig die Segel streichen und in der Champions-League scheiterten die Bremer unglücklich im Viertelfinale. Sicherlich nicht die Ergebnisse, die sich Trainer Cristian Tamas und Teammanager Sascha Greber vorgestellt hatten.

Für Greber jedoch kein Grund, die Arbeit der Vergangenheit in Frage zu stellen: „Man muss das über einen längeren Zeitraum sehen. Klar wollten wir im letzten Jahr mehr erreichen, aber eine Saison zuvor sind wir Deutscher Meister geworden. So schlecht kann die Bilanz der letzten zwei Jahre also nicht gewesen sein. Aber natürlich wollen wir uns in der neuen Serie wieder steigern.“

Und dies möglichst in allen Wettbewerben. Kein leichtes Unterfangen, da der taiwanesische Superstar und Doppel-Weltmeister Chih-Yuan Chuang, der stets mit der Zuverlässigkeit eines Schweizer Uhrwerks punktete, nach zwei Jahren in Diensten des SVW sein Geld nun in China verdient.

Doch Greber hat schon eine Idee, wer in die großen Fußstapfen des Publikumslieblings schlüpfen soll: „Immerhin haben wir mit Bastian Steger einen gestandenen deutschen Nationalspieler verpflichtet. Basti sollte die Lücke schließen können.“ In der Tat zogen die Werderaner im 33-jährigen Ex-Saarbrücker (siehe auch Interview rechts) einen richtig dicken Fisch an Land. Ähnlich wie Vorgänger Chuang begeistert auch Steger mit attraktivem Angriffsspiel und zählt seit Jahren zum Besten, was die Bundesliga zu bieten hat.

Mit Steger als Zugpferd sowie den ebenfalls bewährten Kräften Adrian Crisan und Constantin Cioti sollten die Hanseaten laut Greber ihre Saisonziele eigentlich erreichen können: „In der Bundesliga möchten wir unbedingt in die Playoffs. In Düsseldorf und Fulda sehe ich zwar zwei Topfavoriten, aber dahinter ist alles möglich. Im Pokal wollen wir mit aller Macht zum Final 8 nach Stuttgart und in der Champions-League trotz einer schweren Gruppe ins Viertelfinale.“

Ziemlich ambitionierte Ziele, die für Bremen aber keine unüberwindbare Hürde darstellen sollten. Helfen würde dabei natürlich ein gelungener Saisonstart.

Doch gerade dieser hat es in sich: Morgen um 15.00 Uhr treten die Grün-Weißen beim PSV Mühlhausen an. Ein Gegner, dem Greber mit äußerst viel Respekt begegnet: „Die Halle ist ein richtiger Hexenkessel. Außerdem dürfte unser ehemaliger Spieler Lars Hielscher super motiviert sein. Es wird nicht leicht, dort zu bestehen.“

Trotzdem sieht Greber sein Team natürlich in der Favoritenrolle: „Klar wollen wir uns am Ende durchsetzen. Ein guter Start wäre auf dem Weg in die Playoffs Gold wert.“

Aufstellung: Bastian Steger, Adrian Crisan, Constantin Cioti, Hunor Janos Szocs, Cristian Tamas.

Saisontipp: Platz drei.

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