Thiemann moniert „Flut an Gegentoren“ für HSG Barnstorf/Diepholz – 30:35

Nächster Nackenschlag in Hatten

Effizient: Kevin Heemann (beim Wurf) brauchte für seine sechs Tore nur acht Versuche. Zum Sieg für die HSG Barnstorf/Diepholz bei der TSG Hatten-Sandkrug reichte das aber nicht.

Hatten – Auch beim Oberliga-Drittletzten TSG Hatten-Sandkrug gab’s für die nur einen Platz besser postierten Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz nichts zu holen. „Ich komme ins Grübeln“, gestand Barnstorfs Heiner Thiemann nach der 30:35 (14:17)-Niederlage. Der sportliche Leiter vertrat am Samstagabend den beruflich verhinderten Trainer Dag Rieken. Sein Urteil: „Jeder von uns kann richtig gut Handball spielen – aber eben jeder einzeln.“

Als Mannschaft hingegen habe sich die HSG allenfalls in der ersten Viertelstunde an die Vorgaben gehalten, aus einer sicheren Deckung schnell nach vorn zu spielen. In jener Phase gestalteten die Gäste die Partie noch ausgeglichen, führten nach elf Minuten mit 5:4, beim 7:7 stand des zum letzten Mal unentschieden. Danach setzte sich die TSG über 12:9 (21.) zum 16:12 (28.) ab. „Diese Phase hat uns das Genick gebrochen“, urteilte Thiemann. Ursächlich dafür waren alle Mannschaftsteile: 27 technische Fehler vorn, ein Torhüter Donatas Biras, der kaum einen Ball an die Finger bekam und eine laut Thiemann „viel zu löchrige Abwehr: Wenn man in einem 3:2:1-Verbund deckt, muss man zerstören, unterbrechen und unterbinden. Aber jeder hat seinen Gegenspieler laufen lassen.“ 

In der Schlussphase der ersten Hälfte vergaben seine Männer noch viermal frei vor dem Tor, zwei Siebenmeter hatten sie zuvor schon ausgelassen. Lediglich mit der Quote von Rechtsaußen Kevin Heemann und Mittelmann Jakub Anuszewski, die für ihre jeweils sechs Tore nur acht Versuche benötigten, zeigte sich Thiemann einverstanden. Heemann kämpfte zudem stark in der Abwehr. Kamil Chylinski hingegen brauchte für seine fünf Treffer zehn Chancen, und Jan Linné (3) waren die Auswirkungen seines grippalen Infekts noch anzumerken. Hinzu kam nach Ansicht des Sportchefs aber auch die Tatsache, dass die Tabellensituation des abstiegsgefährdeten Elften bei vielen am Selbstvertrauen nagt.

14 Minuten nach der Pause musste Marko Pernar nach einem Foul von Hattens Robert Langner mit Schädelbrummen und Nackenschmerzen von der Platte. Auch für Langner war die Partie danach gelaufen – über die Rote Karte für den zweifachen Torschützen der Hausherren „kann man aber geteilter Meinung sein“, meinte Thiemann: „Es war eher ein unglücklicher Zusammenprall.“

So oder so: Direkt danach zog die TSG von 24:21 auf 27:21 (48.) davon, beim 29:22 (50.) war die Partie fast schon entschieden. In der Schlussphase stellte Thiemann auf offene Manndeckung um, HSG-Keeper Frederik Hohnstedt meisterte einige Bälle, doch nachdem Barnstorfs Kapitän Cedric Quader nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte gesehen hatte (52.), war ein weiterer Eckpfeiler weggebrochen.

„Unser größtes Manko ist momentan, dass wir die Flut an Gegentoren nicht eindämmen können“, fasste Thiemann zusammen: „Uns fehlt jemand in der Abwehr, der den Hut aufhat.“

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