SC Twistringen intensiviert nach der Trennung von Brinkmann die Suche

Das nächste Trainer-Casting läuft

Im Trainingsanzug des SC Twistringen wird Walter Brinkmann (vorne) nicht mehr in Erscheinung treten. Foto: krüger

Twistringen - Von Malte Rehnert. Nun suchen sie also wieder. Und erneut früher, als ihnen lieb ist. Die Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten SC Twistringen müssen einen neuen Trainer finden, nachdem es zum zweiten Mal hintereinander eine vorzeitige Trennung von einem im Kreis namhaften Coach gegeben hatte.

Erst Stefan Müller und nun Walter Brinkmann (wir berichteten). „Wir werden jetzt den Rest des Januars nutzen, um uns intensiv Gedanken über einen Nachfolger zu machen“, sagt SCT-Spartenleiter Stefan Funke und fügt an: „Wir halten uns alle Optionen offen, schließen nichts aus.“ Das Casting läuft.

Fest steht bisher, dass der frühere Trainer Andreas Schultalbers, der nach dem Müller-Aus im Oktober 2017 eingesprungen war, diesmal nicht als Feuerwehrmann auftritt. „Er hat schon beim letzten Mal gesagt, dass es das letzte Mal ist“, bestätigt Funke. Sicher ist zudem, dass aus der Interims- keine Dauerlösung werden wird. Co-Trainer Thomas Thiede, Torwarttrainer Jens Lange sowie Teammanager und Betreuer Michael Schultalbers übernehmen bis zum Sommer. „Die Drei packen es jetzt an. Und dann“, betont Funke, „wird es einen neuen Mann geben“. Ob aus dem Verein oder von außerhalb? „Beides möglich“, sagt Funke: „Wir haben bei uns auch einige Leute, die gerade Lizenzen machen. Wir schauen intern und extern. Spruchreif ist aber nichts - nicht mal annähernd.“

In der vergangenen Woche hatten sie sich beim SCT erst mal sammeln müssen. Brinkmanns Ankündigung, den Bezirksliga-Siebten Twistringen nach nur einer Saison im Sommer wieder verlassen und zum klassenhöheren Landesligisten TuS Sulingen zurückkehren zu wollen, hatte alle eiskalt erwischt. „Das kam völlig überraschend für uns“, räumt Funke ein. Brinkmann hatte sich zwar nur für ein Jahr an den Verein gebunden und sich demnach „völlig korrekt verhalten“ (Funke) - dennoch waren Frust und Enttäuschung extrem groß. Die Twistringer hatten eben das Gefühl, dass die Zusammenarbeit längerfristig und Brinkmann als eine Art Projekt-Entwickler fester Bestandteil sein würde. „Deshalb war ich sehr geschockt, als ich es gehört habe“, sagt Thiede: „Wir wollten hier eigentlich zusammen etwas aufbauen.“ Funke sieht es ähnlich: „Es hat vieles gepasst, wir waren auf einem guten Weg, haben den Generationswechsel eingeleitet.“

Kurz nach dem top-organisierten und super angenommenen Hallen-Masters, das den veranstaltenden SC Twistringen durchaus ein wenig berauscht hatte, war des Trainers Ankündigung dann ein „echter Schlag“ (Thiede) und Stimmungskiller. Es gab viele Gespräche im Team, Mannschaftsrat und Vorstand - das Ergebnis umschreibt Funke so: „Wir glauben nicht, dass wir die erfolgreiche Arbeit gemeinsam fortsetzen können.“

Was folgte, war die sofortige Trennung von Brinkmann. „Das ist uns natürlich nicht leicht gefallen, das macht man nicht gerne. Wir sind froh und dankbar für das intensive halbe Jahr“, meint Funke, der mit dem Ex-Coach gut befreundet ist. Brinkmann, der die Saison beim SCT gerne beendet hätte, wollte sich nicht detailliert äußern - nur so viel: „Der Verein hat diese Entscheidung getroffen. Grundlage dafür waren viele Emotionen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

Während sich der 56-Jährige nun bis zu seinem Amtsantritt in Sulingen eine kleine Auszeit nimmt, fahnden Funke und Co. nach einem Nachfolger. Das Anforderungsprofil ist klar: Er muss vor allem ein Händchen für Talente haben. „Junge Spieler integrieren und weiterentwickeln“, nennt es Funke: „Dieser Weg, den Walter eingeschlagen hat, soll weitergegangen werden.“

In der Rückrunde will der SCT von seinen Zielen nicht abweichen. „Wir wollen uns im oberen Drittel behaupten - und ich sehe keinen Grund, daran etwas zu ändern“, meint Thiede: „Die Mannschaft ist intakt und gefestigt, lässt sich, glaube ich, nicht aus der Spur bringen.“

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