BSV Rehden holt 0:2 auf, verliert aber dennoch 2:3 gegen Weiche Flensburg

Die nächste Pleite – und Uzelac ist stocksauer

Der Schlenzer von Offensivmann Marcus Storey (links) war im Heimspiel gegen Weiche Flensburg die einzige halbwegs gefährliche Aktion des BSV Rehden in der ersten Halbzeit. ·
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Der Schlenzer von Offensivmann Marcus Storey (links) war im Heimspiel gegen Weiche Flensburg die einzige halbwegs gefährliche Aktion des BSV Rehden in der ersten Halbzeit. ·

Kreis-Diepholz - Von Arne FlüggeREHDEN · Predrag Uzelac erschien mit versteinerter Miene zur Pressekonferenz. Die 2:3 (0:1)-Heimpleite gegen den ETSV Weiche Flensburg hatte tiefe Spuren beim Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden hinterlassen. Der 47-Jährige nahm dann auch kein Blatt vor den Mund und ging mit seiner Mannschaft, die am Samstag über weite Strecken total enttäuscht hatte, hart zu Gericht.

„Uns ist heute gar nichts gelungen. Wir hatten Angst, keinen Mut, und es war keiner auf dem Platz, der gesagt hat: ,Komm, wir packen es, wir müssen uns zusammenreißen‘“, wetterte Uzelac.

Vor allem in der ersten Halbzeit bot der BSV Rehden den rund 300 Zuschauern in den Waldsportstätten gegen eine völlig destruktiv und defensiv eingestellte Flensburger Mannschaft eine erschreckend schwache Vorstellung. Rehden enttäuschte spielerisch, verlor viel zu viele Zweikämpfe und konnte im Spiel nach vorn gar keine Gefahr entwickeln. „Wir hatten keine klare Entscheidung vor dem Tor“, seufzte Uzelac. Einsichtig ging Stürmer Alexander Neumann sogar noch etwas weiter: „Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen, waren nicht da. Es standen elf Spieler auf dem Platz, aber keine Mannschaft.“

Hinzu kam, dass sich der BSV Rehden erneut haarsträubende Fehler in der Defensive leistete – was Flensburg dann in der 36. Minute auch mit dem 1:0 bestrafte. Nachdem Innenverteidiger Michael Wessel auf der linken Seite den Zweikampf gegen Tim Wulff verloren hatte, kam Marcello Meyer frei zum Schuss, wobei die Kugel noch von BSV-Verteidiger Stefan Heyken unglücklich abgefälscht wurde. „Die haben eine Chance und dann noch Glück mit einem abgefälschten Ball“, schüttelte Mittelfeldspieler Danny Arend den Kopf, während Coach Uzelac schimpfte: „Das Tor fiel aus dem Nichts. Wir laden den Gegner immer wieder ein. Flensburg war bis dahin nicht einmal gefährlich vor unserem Tor.“

Doch es kam noch schlimmer für Rehden. In der 59. Minute nutzten die Gäste eine weitere Unachtsamkeit in der BSV-Defensive durch Marc Böhnke zum 2:0 aus. Die Partie schien gelaufen. Doch erst jetzt stemmten sich die Rehdener gegen die drohende Niederlage, spielten gefälliger nach vorn – und hatten auch Chancen. Nachdem Paul Kosenkow zweimal den Anschlusstreffer ausgelassen hatte (60./65.), gelang dem eingewechselten Francis Banecki in der 66. Minute das 2:1. Und nur drei Minuten später glich Neumann gar zum 2:2 aus.

Rehden war nun am Drücker – schlug sich dann aber doch wieder selbst, als die Abwehr nach einem Freistoß unsortiert war (Uzelac: „Da fehlen mir die Worte“) und Hendrik Ostermann das 3:2 (75.) erzielte. Das zeigte Wirkung, denn in der Schlussviertelstunde rannte Rehden zwar an, doch vieles blieb Stückwerk, zudem stand die ETSV-Abwehr um Innenverteidiger Matthias Hummel bombensicher. Was BSV-Coach Uzelac zu einem vernichtenden Urteil veranlasste: „Es ist nichts mehr von der Geschlossenheit und der Laufbereitschaft da, die uns noch in der Hinrunde ausgezeichnet haben. Wir sind nicht in der Lage zu beißen und Aggressivität zu entwickeln. Es kommt alles so blass daher.“

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