Startnummer 16

Nadine Berger: Torgefährliche Leitwölfin mit Treuschwur

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Startnummer 16: Nadine Berger

Bassum - Mit 30 ist man im besten Handball-Alter, heißt es. Dementsprechend ist Nadine Berger, Mannschaftsführerin des Handball-Landesligisten HSG Phoenix, auf der Höhe ihrer Schaffenskraft.

Das beweist nicht nur die Anzahl ihrer Tore – in der Vorsaison war sie mit 152/39 Treffern die mit Abstand erfolgreichste Schützin der Mannschaft, auch in dieser Spielzeit führt sie die vereinsinterne Liste mit 59/26 Toren an – sondern vielmehr ihre Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit. „Nadine hat sich in den letzten zwei, drei Jahren immer mehr zur Führungsspielerin entwickelt und diese Rolle auch viel mehr angenommen. Mit ihren positiven Emotionen, ihrem Sieges- und Einsatzwillen geht sie voran. Gerade die jüngeren Mitspielerinnen orientieren sich an ihr“, schwärmt Steffen Mundt, der Nadine Berger bis zum Sommer fast 17 Jahre trainiert hat. Technisch ist sie sehr gut ausgebildet, verfügt über ein starkes Eins-gegen-eins-Verhalten, jetzt hat sie auch ein gutes Auge.

„In der Abwehr hat sie nun eine viel bessere Übersicht. Vorne hat sie über Linksaußen, Kreis, Mitte oder halblinks bereits auf mehreren Positionen gespielt. Diese Erfahrung ist wichtig. So kann sie sich in die Situation ihrer Mitspielerinnen hineinversetzen und ihnen besser weiterhelfen“, weiß Mundt. Auch unter dem neuen Trainer Thomas Reinberg hat die 30-Jährige die Rolle als Leitwölfin inne. „Ich bin unvoreingenommen zur Mannschaft gestoßen. Aber es hat sich schnell herauskristallisiert, dass Nadine eine tragende Rolle im Team hat. Sie übernimmt das Kommando und die Verantwortung, verfügt über ein großes Wurfrepertoire und will ihre eigenen Fehler im Spiel so schnell wie möglich wieder ausbügeln“, lobt Reinberg. Fit und hochmotiviert startete die Twistringerin, die sich die Mittelposition mit Maria Lehmkuhl teilt, in die neue Saison und traf in den ersten vier Partien jeweils zweistellig. Gestoppt werden konnte sie nur von einer Verletzung. Trotz Oberschenkelproblemen trat das „pfiffige und abgebrühte Allroundtalent“ (O-Ton von Mitspielerin Jana Klopsch) zum Topspiel beim VfL Stade II an und steuerte bei nur 20 Minuten Einsatzzeit vier Treffer bei. Respekt zollte ihr sogar der Stader Trainer. „Wir wussten nicht, dass du verletzt bist. Daher hatten wir im Vorfeld unser komplettes Spiel auf dich ausgerichtet, hat er sinngemäß gesagt“, erinnert sich die Twistringerin. Ihre passende Antwort: „Wir sind nicht die HSG Berger, sondern die HSG Phoenix!“ Diese Aussage trifft die Einstellung von „Bergerlein“ genau auf den Kopf. „Die Anzahl der Tore ist mir nicht mehr wichtig. Ohne meine Mitspielerinnen, die mich auch gut in Szene setzen, kann ich alleine nichts erreichen. Ich freue mich, wenn wir als Team guten Handball zeigen. Da wir jetzt auf jeder Position doppelt besetzt sind, glaube ich fest daran, dass wir mit unserer Truppe in den nächsten zwei bis vier Jahren den Sprung in die Oberliga schaffen“, ist Berger überzeugt. In der Vorsaison wurden die Phoenix-Damen Dritter, aktuell liegen sie sogar auf Platz zwei.

Ein Erfolgsgeheimnis: die Gemeinschaft. „Wir unternehmen sehr viel miteinander und sind ein eingeschworener Haufen“, verrät Nadine Berger. Sie selber ist dabei sehr engagiert, organisiert sehr viel und ist immer Ansprechpartnerin für ihre Kolleginnen. Ihr Wohlfühlfaktor ist hoch. „Die HSG Phoenix ist meine Familie. Ich liebe mein Team“, schwärmt der große THW-Kiel-Fan und gibt ein Treuebekenntnis ab: „Ich werde immer bei dieser tollen Mannschaft bleiben!“

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