Debüt in der Regionalliga

Italiener Massimo Ocera erfüllt die Erwartungen und führt Barrien zum 7:2

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War vor seinem Debüt nervös: Der Italiener Massimo Ocera gewann aber dennoch für Barriens Herren 30 im Einzel und Doppel.

Barrien – Ein Hauch von Bundesliga wehte am Sonntag über die Tennisanlage des Barrier TC an der Wassermühle. Massimo Ocera, langjähriger Bundesligaspieler des Bremerhavener TV von 1905, gab vor über 60 Zuschauern sein heiß ersehntes Debüt für das Herren-30-Regionalligateam. Seine Premiere verlief äußerst erfolgreich: Er siegte im Einzel und Doppel und trug so maßgeblich zum 7:2-Erfolg über den SV Reinickendorf 1896 bei.

„Der erste Auftritt für seinen neuen Club, das erste Match auf der Heimanlage – das war schon sehr emotional für ihn“, wusste Mannschaftsführer Erik Trümpler. Mit seinen Söhnen hatte er den Italiener am Vortag vom Hamburger Flughafen abgeholt. 

Am Spätnachmittag stand eine kleine Trainingseinheit auf der Barrier Anlage auf dem Programm, ehe ein Grillabend den gelungenen Tag abrundete. „Ich habe es genossen, wie mich das Team und die Menschen hier aufgenommen haben“, verriet Ocera. „Trotzdem war vor dem Match ein bisschen Anspannung da, in der Nacht bin ich einige Male aufgewacht“, gab der 37-Jährige zu, der außerhalb seiner Heimat bisher nur in Bremerhaven in einem Team gespielt hatte.

Irgendwie kurios, wenn man bedenkt, dass Ocera früher auf der ATP-Tour unterwegs war und es bis auf Platz 380 in der Weltrangliste geschafft hatte. Auf dem Platz verlor Ocera jedoch schnell seine Nervosität. Gegen den Tschechen Michal Raab zeigte er von Beginn an, wer die Hosen anhat. „Michal hat sehr hart aufgeschlagen und oft alles-oder-nichts gespielt. Es gab einige schöne Ballwechsel“, so Trümpler. Staunende Blicke und begeisternden Applaus erntete der Italiener nach Punkten mit seiner sensationellen, einhändig geschlagenen Rückhand oder seinen gefühlvollen Stopps. Sehr souverän siegte der 37-Jährige mit 6:1, 6:2.

Auch Mike Uhde präsentierte sich von seiner besten Seite. Die leichte Oberschenkelverletzung aus der Vorwoche hatte er auskuriert und grünes Licht für seinen Einsatz gegeben. Gegen den zwei Leistungsklassen stärkeren Timo Pohle gewann er ebenfalls glatt in zwei Sätzen.

Tobias Kuhlmann befindet sich ebenfalls in einer sehr starken Form. Der Sandplatzspezialist dominierte die Ballwechsel gegen Burkhard Buck mit seiner starken Vorhand und gewann mit 6:2, 6:1. Den vierten Punkt steuerte Markus Andresen bei. Nach der 6:2, 4:0-Führung stoppte ihn jedoch eine Regenpause. Danach fand der Gegner besser ins Spiel und wehrte noch drei Matchbälle ab. Zum 6:3 machte Andresen aber den Sack zu und bleibt damit in dieser Saison im Einzel ungeschlagen.

Chancenlos waren Florian Dill und Till Heilshorn. An der Spitzenposition traf Dill auf Timo Fleischfresser, der vor 18 Jahren auf Weltranglistenplatz 479 stand. „Florian hat das ordentlich gemacht und gut gekämpft. Aber Timo spielt immer noch einen sehr guten Ball. Da war nicht mehr drin“, kommentierte Trümpler die 2:6, 1:6-Niederlage seines Teamkollegen.

Till Heilshorn stand ebenfalls auf verlorenem Posten. „Das ist schon frustrierend für ihn, dass er verletzungsbedingt nicht mithalten kann“, weiß Trümpler. Florian Hartje hatte gänzlich passen müssen – er hatte sich in der Vorwoche an der Schulter verletzt. Das 4:2 bedeutete bereits die Vorentscheidung. Ausgerechnet das Spitzendoppel mit Florian Dill (sein erster Doppeleinsatz in dieser Saison!) und Volker Zorn holte mit einem Sieg über Fleischfresser/Buck den Siegpunkt. Da ließen sich die Duos Ocera/Andresen und Kuhlmann/Florian Zeichner nicht lumpen und machten das 7:2 perfekt.  

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