2:1 im Nachbarschaftsderby gegen Schwarme / Beide Tore nach Standards

Vilsen quält sich durch

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Umkämpft war es, das Derby – aber fair: In diesem Luftduell begegnen sich Vilsens Torschütze Niklas Schröder (links) und Schwarmes Arne Brinkmann.

Br.-Vilsen - Von Malte Rehnert. Es gab nur einen Sieger – und trotzdem zwei Trainer, die recht zufrieden wirkten. Jörn Meyer, weil sein SV Bruchhausen-Vilsen gestern das oft hitzige, diesmal aber faire Nachbarschaftsderby in der Fußball-Kreisliga mit 2:1 (0:0) gewann. Und Jörg Beese, weil der TSV Schwarme dem Favoriten trotz großer personeller Not lange die Stirn bot.

„Es war fußballerisch wahrlich kein Genuss und teilweise eine Qual, von draußen zuzugucken“, gestand Meyer, „aber am Ende haben wir als Sieger den Platz verlassen. Das zählt.“ Beese, dessen Verhältnis zum Vilser Trainerkollegen seit Jahren frostig ist, fand nach der knappen Niederlage fast nur lobende Worte für seine Mannschaft. „Wir waren ganz nah dran, hier einen Punkt mitzunehmen – und das wäre eine Blamage für Vilsen gewesen. Ich habe keinen Grund zu meckern und gehe heute überhaupt nicht frustriert ins Bett.“

Sieben Spieler musste der TSV-Coach im ersten Punktspiel der neuen Saison ersetzen, dafür hatte er fünf A-Jugendliche auf dem Platz. „Wir haben es stark gemacht und insgesamt sehr gut gestanden“, fand Beese.

Die Schwarmer überließen es den Vilsern, das Spiel zu machen – und damit taten sich die Hausherren vor rund 150 Zuschauern ziemlich schwer. Sie kamen zwar mehrfach in Tornähe, machten aber nichts daraus. Und beinahe wäre kurz vor der Pause Schwarme in Front gegangen. Nach Marek Löfflers Kopfball-Lupfer über Vilsens Keeper Dennis Kastendieck rettete Marcel Schröder ganz knapp vor der eigenen Torlinie (41.). „Da hatten wir Glück“, gab Meyer zu.

In der zweiten Halbzeit zog der Vilser Trainer dann seinen Kapitän Jan-Hendrik Schwirz von der rechten Seite in die Mitte – und schon war das Spiel der Gastgeber strukturierter und schwungvoller. Große Chancen ergaben sich aber noch immer nicht, da mussten schon die Standards herhalten. Bei einer Ecke des gerade eingewechselten Dennis Winkler war Niklas Schröder zur Stelle und köpfte das verdiente 1:0 (66.). Beim zweiten Treffer half dann Schwarmes Torhüter Raphael Homscheid kräftig mit. Nach einer Freistoß-Flanke von Christian Mewes pflückte er den Ball herunter, ließ ihn aber aus den Händen gleiten – und die Kugel trudelte ins eigene Netz. „Raphael ist ein junger Keeper, er könnte noch in der A-Jugend spielen. Das kann passieren, das ist mir früher auch passiert“, meinte der ehemalige Torwart Beese: „Ansonsten hat er stark gespielt.“ Schwarme gab sich trotz des Zwei-Tore-Rückstands noch nicht geschlagen und kam durch Jannik Liebigs Schuss ins lange Eck auf 1:2 heran (88.). Zu mehr reichte es aber nicht mehr.

Vilsens Jörn Meyer war hinterher spürbar erleichtert und sagte, wie er mit dem hart erarbeiteten Auftaktsieg umgeht: „Ganz schnell abhaken.“

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