Nach dem Umbruch kämpft Brinkum mit Kinderkrankheiten in der Spielkonzeption

Engelmanns zehntes Jahr – und doch ist vieles neu

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Brinkums Coach Sven Engelmann (links) mit den Neuzugängen Jonas Schröder (stehend, von links), Fabian Stapper, Jan Burgdorf, Kay Engelmann sowie Patrick Albers (kniend, von links) und Felix Plate. Es fehlt Mike Owsianowski.

Brinkum - Von Daniel Wiechert. Wenn der FTSV Jahn Brinkum bei der HSG Bützfleth/Drochtersen (morgen/19 Uhr) auf die Platte geht, wird die Mannschaft nicht mehr viel mit der gemein haben, die noch im Mai den Last-Minute-Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga gefeiert hatte. Hinter Coach Sven Engelmann liegt ein Sommer der Extreme. Zehn Spieler verließen Brinkum, sieben überwiegend junge Akteure kamen. Eine Verjüngungskur, die nur ein Ziel zulässt: den erneuten Klassenverbleib.

Bereits im Juni feilte Engelmann an den körperlichen Voraussetzungen, um seine Spieler konditionell auf das Verbandsliga-Niveau, immerhin die fünfthöchste Klasse, vorzubereiten. Dabei setzte der 49-jährige Coach auch auf Eigenverantwortung, gab seinen Akteuren Fitness- und Ernährungspläne mit in die teamtrainingsfreie Zeit: „Sie haben mir dann ihre Laufzeiten per ‚Whatsapp‘ geschickt – und aufgrund von Stichproben konnte ich merken, dass alle mitziehen.“

Im August zündete Engelmann dann die nächste Stufe der Vorbereitung. Vier Mal die Woche werden seitdem im Mannschaftstraining Spielzüge einstudiert, ein Mal die Woche steht ein 8,5-Kilometer-Lauf an. So viel Zeit wie möglich gemeinsam auf der Platte zu verbringen, ist nötig, damit mehr und mehr die Rädchen ineinander greifen. Die teaminterne Eingliederung der Neuen sei zwar problemlos vonstatten gegangen, doch Engelmann gibt zu, dass die spielerische Feinjustierung noch Zeit benötige.

Im Tor stehen nach den Abgängen von Olaf Sawicki und Aschkan Sadeghi nun Jonas Schröder (22 Jahre/TuS Syke) und Felix Plate (20/HSG Delmenhorst II), allerdings fällt Plate noch ein paar Tage wegen eines Sehnenanrisses am Fuß aus. Trainer-Sohn Kay Engelmann (19) und Jan Burgdorf (20) verstärken den Rückraum. Außerdem kam Fabian Stapper vom ATSV Habenhausen II, der Rechtshänder kann sowohl Links- als auch Rechtsaußen spielen, fällt für die Bützfleth-Partie aber wohl wegen eines Muskelfaserrisses aus. Viel Verantwortung dürfte direkt auf Patrick Albers (TSG Seckenhausen-Fahrenhorst) zukommen. Der 24-Jährige soll als Mittelmann Carsten von der Heydes (HSG Schwanewede/Neuenkirchen II) Aufgaben übernehmen. Komplettiert wird das Septett durch Mike Owsianowski (SG Bremen-Ost). Der 31-Jährige ist eigentlich ein Linksaußen, doch „wir sind dabei, ihn für den Kreis umzufunktionieren“, sagt Engelmann, der in seine zehnte Saison als Jahn-Trainer geht.

Dass das Brinkum-System noch ein fragiles ist, bewies das 20:27 am vergangenen Wochenende im Pokal gegen den TV Langen. „Man merkt, dass wir gerade im Rückraum eine junge Truppe haben. Derzeit ist so, dass alles von A bis Z klappen muss“, erklärt Engelmann: „Wenn die Spielkonzeption nicht von Anfang an klappt, läuft es nicht. Da müssen wir noch lernen zu improvisieren.“ Es gehe darum, im Laufe der Saison zu lernen, dass man aus negativen Erlebnissen positive Energie entwickeln könne.

Wo sein Team genau stehe, wisse er noch nicht, doch am Sonnabend beim Oberliga-Absteiger Bützfleth „werden die Trauben wohl sehr hoch für uns hängen“. Der Jahn-Coach hat die HSG gemeinsam mit dem VfL Fredenbeck II als Ligafavorit ausgemacht: „Wir werden hingegen vom ersten bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg spielen.“

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