Nach Spielerrevolte: Sudweyhe gegen Diepholz unter Zugzwang / Riekers: „Fokus liegt auf uns“

Sämtlicher Alibis beraubt

Mediengruppe Kreiszeitung
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Sudwehye - Nach einem „Big Bang“ liegt normalerweise kein Stein mehr auf dem anderen. Nicht so beim TuS Sudweyhe. Zwar sorgte unter der Woche die Spielerrevolte, in Folge derer Wilco Freund seinen Trainerjob beim Fußball-Bezirksligisten verlor, für einen Knall, doch geändert hat sich seitdem nicht viel, wie TuS-Kapitän Nico Riekers berichtet: „Wir hatten dafür unsere Gründe“, sagt er nebulös: „Ansonsten ist alles wie immer. Im Training ist der gleiche Zug drin wie vorher auch.“

Statt Freund wird am Sonntag beim Heimspiel gegen die SG Diepholz Timo Diephaus den Wortführer in der Kabine geben – der Defensivspezialist ist bis zum Ende der Saison der TuS-Spielertrainer: „Er hat ganz klar den Hut auf“, sagt Riekers, der gemeinsam mit Neu-Betreuer Uwe Behrens dem Coach-Novizen unter die Arme greifen wird.

Eines ist klar: Nachdem sich die TuS-Akteure gegen Freund aussprachen, gibt es keine Alibis mehr. „Wie unser Spartenleiter Holger Siemer schon gesagt hat: Es ist klar, dass der Fokus jetzt auf uns liegt, wir Spieler sind gefragt“, sagt Riekers: „Das ist kein Problem. Denn es war eine bewusste Entscheidung von uns.“

Eine Entscheidung, die andernorts für Unverständnis sorgt. „Auch wenn ich nicht weiß, was vorgefallen ist, sieht es von außen betrachtet schon merkwürdig aus“, sagt SG-Diepholz-Trainer Jörg Behrens: „Es wird immer Spieler geben, die unzufrieden sind, weil sie beispielsweise auf der Bank sitzen. Doch da sollte ein Vorstand immer entschieden hinter der Arbeit seines Trainers stehen.“ Der 34-Jährige glaubt zudem, „dass Wilco einen guten Einfluss auf die Sudweyher Spielweise hatte. Beim 2:2 im Hinspiel haben sie beispielsweise gegen uns richtig Tempo gemacht, uns eine halbe Stunde fast an die Wand gespielt.“

Seitdem sei sein Team aber gefestigter geworden, zuletzt gab es fünf Spiele ohne Pleite. „Wir sind mittlerweile so weit, dass sich die Gegner erst einmal etwas einfallen lassen müssen, um uns zu bezwingen zu“, berichtet Behrens vom neuen Selbstverständnis beim Tabellenvierten.

Doch auch Neu-Trainer Diephaus geht die Sache forsch an: „Diepholz ist eine spielstarke Mannschaft. Aber wir sind heiß auf den Dreier und können es schaffen.“ Dabei komme es zunächst auf die altbekannten Tugenden an. „Im Wort Abstiegskampf steckt schließlich ‚Kampf‘“, sagt Diephaus und gibt damit die Richtung für Sonntag vor.

Es fehlen (Sudweyhe): Marco Haut, Patrick Weniger (beide im Urlaub).

Es fehlt (Diepholz): Alexander Finke (Adduktorenprobleme).

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