23:27 gegen Achim/Baden II

Coach Engelmann macht bei der HSG Stuhr Schluss

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Hört bei der HSG Stuhr am Saisonende auf: Cheftrainer Sven Engelmann (re.). Seine Nachfolge tritt in der kommenden Spielzeit sein Co-Trainer Mike Owsianowski (M.) an. Während des Spiels wusste Dominik Krüger noch nichts von der Personal-Entscheidung.

Stuhr - Selbst die Spieler ahnten nichts. Doch nach der 23:27 (12:13)-Niederlage Sonntagabend im Heimspiel gegen die Reservemannschaft der SG Achim/Baden trommelte Sven Engelmann, Cheftrainer des Bremer Handball-Landesligisten HSG Stuhr, sein Team zusammen und beorderte es in die Mannschaftskabine. Kurz danach platzte die Bombe. „Ich habe die Mannschaft darüber unterricht, dass ich am Ende der Saison von meinem Amt als Trainer zurücktrete“, erklärte der 53-jährige Engelmann: „Der Rücktritt fiel mir alles andere als leicht. Ich bin in meinem Beruf sehr eingespannt. Und auch in naher Zukunft wird der berufliche Aufwand nicht abnehmen. Von daher ist es die richtige Entscheidung“, erklärte der Stuhrer Übungsleiter sichtlich mitgenommen. Damit endet nach 14 Amtsjahren eine Ära.

Seine Nachfolge wird ab der kommenden Serie sein Co-Trainer Mike Owsianowski übernehmen, der aktuell mit Philipp Albers die Frauen-Mannschaft der HSG Stuhr (Regionsliga) betreut. „Philipp bleibt den Frauen aber erhalten, während Mike dann die Herren übernimmt“, erklärte Jürgen Schneider, 2. Vorsitzender der HSG Stuhr.

Ursprünglich hatten die Stuhrer Verantwortlichen eine externe Lösung in Betracht gezogen. „Ich habe mit drei potenziellen Kandidaten verhandelt. Am Ende aber ohne Ergebnis. So sind wir dann auf die interne Lösung mit Mike gekommen, die wir dann am Samstagabend auch eingetütet haben“, so Schneider: „Wir sind von Mike überzeugt. Er verfügt nicht nur über ein gutes Netzwerk, sondern kennt die Mannschaft bereits sehr gut. Oberste Priorität hat jetzt aber erst mal der Klassenerhalt.“

Das sieht Engelmanns Nachfolger ähnlich. „Wir wollen natürlich alles daran setzen, die Klasse zu halten. Danach schauen wir dann, wie es in der neuen Saison weitergeht“, sagte Owsianowski, der sich auf seine neue Aufgabe freut: „Ich wollte unbedingt in den Herrenbereich wechseln. Umso schöner, dass ich es bei der HSG Stuhr probieren darf, da ich ein Stuhrer Kind bin.“

Schöner wäre es natürlich gewesen, die Personal-Entscheidung nach einem Sieg zu verkünden. Doch am Ende stand im Heimspiel gegen Achim/Baden II eine bittere 23:27)-Niederlage zu Buche. „Letztendlich haben wir uns sie aber selbst zuzuschreiben“, meinte Engelmann: „Wir waren am Ende einfach nicht abgezockt genug, haben unsere guten Chancen nicht genutzt und zudem auch noch zu viele Siebenmeter verworfen.“

Die Hausherren mussten bereits früh einem 0:3-Rückstand (6.) hinterherlaufen. Doch die Engelmann-Sieben behielt kühlen Kopf, glich in der 24. Minute sogar durch einen Siebenmetertreffer von Dominik Krüger zum 9:9 aus. Auch zur Halbzeit, beim Stand von 12:13 aus Stuhrer Sicht, war noch alles möglich.

In der zweiten Hälfte robbten sich die Gastgeber zwar noch einmal auf 20:22 (53.) heran, mehr war aber nicht drin. „Mit etwas Glück wäre mehr möglich gewesen“, trauerte Engelmann den verlorenen Punkten hinterher. Damit bleiben die Stuhrer auch nach dem Rückrundenstart Tabellenletzter.

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