Auch Reise nach Wolfsburg entfällt / Trainingsabbruch bei Frost / Pereira verletzt

Nach neunter Absage sind Uzelacs Nerven strapaziert

Und wieder heißt es, neu zu planen: Rehdens Trainer Predrag Uzelac und sein Kapitän Maarten Schops (l.) nervt der erneute Spielausfall. ·
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Und wieder heißt es, neu zu planen: Rehdens Trainer Predrag Uzelac und sein Kapitän Maarten Schops (l.) nervt der erneute Spielausfall. ·

Kreis-Diepholz - REHDEN · Am Donnerstag nachmittag war Lorenz-Günther Köstner noch zuversichtlich: „Der Platz sieht gar nicht schlecht aus, und wir wollen endlich spielen“, berichtete der Trainer des VfL Wolfsburg II nach der Besichtigung des Stadions am Elsterweg. Endlich spielen – das will auch der BSV Rehden, den Köstner für heute gern in der alten VfL-Arena begrüßt hätte. Doch dem steht – mal wieder – der Winter im Weg. Der BSV musste durch die Generalabsage in der Fußball-Regionalliga den bereits neunten witterungsbedingten Ausfall hinnehmen, und Trainer Predrag Uzelac weiß kaum noch, wie er die Stimmung hochhalten soll.

„Mir fehlen fast die Worte – in diesem Winter ist es wirklich extrem“, klagt Uzelac. „Bisher hat Wolfsburg ja trotz des Wetters fast alle Heimspiele durchbekommen – bis auf das gegen Neumünster. Ich war fest davon ausgegangen, dass es klappt.“ 

Stattdessen telefonierte er gestern Nachmittag herum, um wenigstens ein Testspiel zu organisieren. „Gegner hätten wir genug, aber keinen freien Platz“, verdeutlicht der 47-Jährige das Problem. Ein Kunstrasen-Spielfeld – das ist das Einzige, was sich der Trainer in den so vorbildlich ausgestatteten Rehdener Waldsportstätten noch wünschen würde. „Der SV Meppen, der BV Cloppenburg und einige andere haben so etwas. Die können gut trainieren.“ Ebenso wie die Bundesliga-Reserven von Hannover 96, des HSV und des VfL Wolfsburg, wie Köstner schilderte: „Unsere Einheiten sind nicht beeinträchtigt. Wir haben auch einen beheizten Kunstrasenplatz.“

Vielleicht ist das ja ein Trost, dass dieses Duell später steigt – heute wäre es nämlich unter ungleichen Voraussetzungen über die Bühne gegangen. Denn die Rehdener trainierten am Donnerstagabend nur eine knappe halbe Stunde – danach war der Nebenplatz so hart gefroren, „dass das Verletzungsrisiko zu groß gewesen wäre, wenn die Jungs da hinfallen. Also habe ich abgebrochen“, sagt Uzelac. 

Mehr Ausfälle als die bisherigen müssen es auch nicht sein. Seit einer Woche schleppt sich der Portugiese Rui Pereira mit Knieproblemen herum, und den Litauer Edvinas Jasaitis, der ebenfalls Ende Januar kurz vor Ende der Wechselfrist nach Rehden kam, hat die Grippe erwischt. Beide fehlten gestern beim Lauftraining auf der Tartanbahn – eine der wenigen Abwechslungen, die Uzalac den verbliebenen Akteuren bieten konnte. Umso mehr wünscht er sich Gelegenheiten zu Testspielen – trotz Frost und eventueller Glätte auf Kunstrasen-Geläuf: „Es macht trotzdem auf jeden Fall Sinn. Seit fast zwei Monaten trainieren wir praktisch nur. Es fällt schwer, alle bei Laune zu halten.“

Mittlerweile dürfen sich seine Kicker jedoch auf Sonderschichten unter der Woche sowie vor und an einigen hohen Feiertagen „freuen“: Das Nachhol-Heimspiel gegen den SV Wilhelmshaven ist für Dienstag, 5. März (19 Uhr) terminiert, Werder Bremen II gastiert am Gründonnerstag, 28. März, ab 19 Uhr in den Waldsportstätten. Am Samstag zuvor steigt das Rückspiel beim FC Oberneuland, obwohl das Hinspiel dann noch gar nicht ausgetragen ist: Schlusslicht FCO kommt am 10. April (Anstoß: 19.30 Uhr) nach Rehden. Der Maifeiertag sieht ab 14 Uhr das Heimspiel gegen Pleite-Club und Zwangsabsteiger VfB Lübeck vor, und am Pfingstsamstag reist der BSV zum FC St. Pauli II.

Terminlich hätte es also schlimmer kommen können für den Aufsteiger, dessen Spieler allesamt ja noch einem Hauptberuf nachgehen – im Gegensatz zu den Kollegen mancher Konkurrenz-Clubs. „Man darf nicht vergessen, dass sich in den englischen Wochen alle für den Spieltag etwas einfallen lassen müssen, um früher frei zu bekommen“, gibt Uzelac zu bedenken. „Hinzu kommt, dass einige schon morgens um 6 Uhr raus müssen – egal, ob sie nun abends vorher auswärts gespielt haben oder nicht.“

Umso weniger kann Uzelac die frühen Ansetzungen ab Ende Januar nachvollziehen: „Ich verstehe den Verband nicht, warum wir unbedingt Ende Mai mit der Saison fertig sein müssen und nicht bis Mitte Juni spielen dürfen.“ · ck

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