Nach klaren Rückständen zwei Punkte beim 3:2 gegen Grenzau geholt / Steger zieht den Hut / Morgen kommt Bergneustadt

Constantin Cioti ist Werders gefeierter Held

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Mit seinen beiden Punkten war Constantin Cioti Werders Matchwinner beim knappen 3:2 gegen Grenzau.

Kreis-Diepholz - Von Gerd Töbelmann. BremenKreis-Diepholz - Von Gerd Töbelmann. Am Ende reckte Constantin Cioti die rechte Faust in Richtung Hallendecke und ließ sich von den etwa 500 Zuschauern mit Standing Ovations feiern. Der Rumäne hatte gerade den Japaner Masaki Yoshida in fünf Sätzen besiegt und war, nachdem er zuvor auch Andrej Gacina geschlagen hatte, der Matchwinner des SV Werder Bremen beim 3:2 in der Tischtennis-Bundesliga gegen den TTC Grenzau. Die Hanseaten wahrten damit ihre Chance auf einen der vier Playoff-Plätze.

„Das war sicherlich heute meine beste Leistung in dieser Saison. Mich hat auch befügelt, dass ich heute an Position zwei eingesetzt wurde. Sowas stärkt das Selbstvertrauen“, sprudelte es aus dem ansonsten eher ruhigen Cioti nur so heraus.

Trainer Cristian Tamas hatte da natürlich auch nichts auszusetzen: „Costa hat heute fehlerfrei gespielt. Ganz stark war, wie er in beiden Spielen nach teilweise klaren Satzrückständen wieder zurückgekommen ist. Seine starke Leistung hatte sich aber bereits im Training angedeutet. Deshalb habe ich ihn heute an Position zwei gesetzt.“ Und wird das auch morgen ab 19.00 Uhr im Heimspiel gegen den TTC Bergneustadt so sein? „Das werden wir sehen. Das muss ich mir noch überlegen, denn Bergneustadt ist ein völlig anderer Gegner, auf den wir uns einstellen müssen. “ Das Hinspiel hatten die Bremer mit 2:3 verloren. Tamas schloss sogar nicht aus, dass der in einer Formkrise befindliche Rumäne Adrian Crisan (verlor an Position drei sein Einzel gegen Jonathan Groth) morgen zuschauen muss. Für ihn würde dann Youngster Hunor Szöcs (22) ins Team rücken, mit dem Team-Manager Sascha Greber derzeit über eine Vertragsverlängerung verhandelt.

Zurück zum Grenzau-Match: Ciotis Leistungen rangen auch seinem Teamkollegen und Nationalspieler Bastian Steger (33), die Nummer eins der Bremer, Respekt ab: „Costa war heute unser Mann, bei dem wir uns bedanken müssen. Er hat mit viel Selbstvertrauen gespielt. In Richtung Playoffs war das nur ein kleiner Schritt, denn schließlich haben wir noch etliche Spiele.“

Steger selbst agierte am Samstagabend mit Licht und Schatten. Zunächst zeigte die aktuelle Nummer 27 der Weltrangliste, der an der Weser auch in der kommenden Saison spielen wird, einen astreinen Kraftakt, denn er rang den in der Weltrangliste neun Plätze schlechter postierten Yoshida in fünf Sätzen nieder, wobei im Entscheidungssatz besonders seine Rückhand oft „zündete“. Beim Stande von 4:4 im fünften Durchgang knisterte es vor Spannung, dann jedoch machte Steger sieben Punkte in Serie und holte die 1:0-Führung.

Danach schlug Ciotis erstes Sternstunde: Gegen den 28-jährigen Kroaten Andrej Gacina, immerhin 24. der Weltrangliste, sprach zunächst nichts für den Rumänen – 0:2-Satzrückstand. Aber dann: Cioti, jenseits der 100 gelistet, brachte immer wieder seine krachende, blitzschnell gespielte Vorhand ins Ziel, drehte die Partie zum 3:2 und schaute nach dem verwandelten Matchball entgeistert in die Runde. Später meinte er: „An einen Sieg hatte ich lange nicht gedacht.“

Adrian Crisan hätte den Sack zumachen können, leistete sich aber ein 1:3 gegen den Dänen Groth. Grebers Erklärungsversuche: „Adrian denkt 16 Stunden am Tag an Tischtennis und wirkt dann am Tisch zu verkrampft.“ Gegen den sechsfachen Deutschen Meister aus Grenzau konnte Werder das kompensieren, denn da war ja noch Cioti.

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