Wetschen ist im Derby gegen Sulingen kurz dran – verliert dann aber noch deutlich

Nach Hegerfelds Kunstschuss brechen alle Dämme – 1:5

Hautenge Bewachung: Sulingens Jona Hardt (links) gegen Wetschens Kapitän Nils Unger. - Foto: Flügge

Wetschen - Von Arne Flügge. Kurz nach dem Abpfiff bekam Nils Unger erstmal Trost von seinem Töchterchen. Und die Kleine schaffte es tatsächlich, dem Kapitän von Fußball-Landesligist TSV Wetschen schon wieder ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Dabei war der 29-Jährige nach der deftigen 1:5 (0:2)-Niederlage im Derby gegen den TuS Sulingen alles andere als happy gewesen. „Das ist einfach bitter“, seufzte Unger. Er räumte aber auch fair ein: „Die waren einfach besser.“

Vielleicht nicht um vier Tore, wie Wetschens Trainer Frank Heyer meinte. Doch auch für ihn gab es am „verdienten Sieg“ für die Gäste nichts zu deuteln: „Wir haben gerade in der ersten Halbzeit einfach zu viele Fehler gemacht. Und das wird von Mannschaften wie Sulingen sofort und auch brutal bestraft.“

Bereits in der elften Minute ging es los: Nach einem kurzen Abschlag von TSV-Keeper Kai Winkler auf Marwin Meyer vertendelte Wetschens Verteidiger den Ball gegen Atsushi Waki, der legte quer auf Taiki Hirooka, und Sulingens Mittelfeldspieler jagte den Ball aus 18 Metern genau in den Knick. „Das darf natürlich nicht passieren“, klagte Trainer Heyer.

Das 1:0 spielte dem TuS Sulingen in die Karten. Wetschen musste nun mehr kommen, was die Mannschaft eigentlich gar nicht wollte. Zudem kassierten die Platzherren nach einer Unachtsamkeit in der Defensive in der 28. Minute das 0:2: Nach einem mächtigen Einwurf von Richard Sikut bediente Jona Hardt Offensivmann Chris Brüggemann, der aus kurzer Entfernung traf. „Natürlich waren uns diese gefährlichen Einwürfe bekannt. Und wir haben das vorher auch angesprochen“, sagte Heyer, „doch wir haben es nicht geschafft, den Ball zu klären.“

Derby-Emotionen: Wetschens Dominic Becker (li.) geigt dem Sulinger Jona Hardt deutlich die Meinung. - Foto: Flügge

Die Sulinger waren auch nach dem zweiten Tor die spielbestimmende Mannschaft, ließen aber kurz vor dem Wechsel noch zwei Wetscher Möglichkeiten zu. Doch zum einem schoss Philipp Nüßmann aus halblinker Position knapp vorbei (39.), zum anderen scheiterte Unger an TuS-Keeper Tim Becker (40.). Auf der anderen Seite hätte Waki auf 3:0 stellen können, machte aber nach feinem Pass von Brüggemann einen Haken zu viel, so dass Marwin Meyer klärte (44.).

Nach der Pause versuchten die Gastgeber dann noch einmal alles, um das Blatt vielleicht doch noch zu wenden. Coach Heyer stellte defensiv auf eine Dreierkette um und brachte in Steffen Winkler noch eine zusätzliche Offensivkraft. Wetschen wurde nun auch bissiger, das Derby hitziger. Nachdem Lars Schulze eine Volleyabnahme über das Tor gesetzt hatte (67.), markierte Unger nach einem langen Ball in die Spitze 60 Sekunden später doch den 1:2-Anschlusstreffer. „Wenn wir da die Mitte schließen, fällt das Tor nicht“, sagte TuS-Coach Maarten Schops, „aber Fehler passieren mal.“

Wetschen hatte jetzt seine beste Phase, ehe die Partie angesichts der glühenden Hitze wegen einer Trinkpause unterbrochen wurde. „Und die hat uns nicht gutgetan“, urteilte Heyer. Die Gastgeber verloren ihren Rhythmus, Sulingen stabilisierte sich – und feierte in der 75. Minute das 3:1: Ein Freistoß von Christian Hegerfeld aus dem Halbfeld heraus segelte an Mann und Maus vorbei ins Tor. „Danach haben wir die Köpfe hängen lassen. Keiner hat sich mehr aufgebäumt“, klagte Heyer. 

Sulingen nutzte das eiskalt aus: Der eingewechselte Sebastian Elvers (77.) und Waki (85.) schossen noch den Kantersieg heraus. „Wir hatten ein gutes Wechselspiel aus Kombinationen und gezielt langen Bällen“, freute sich Sulingens Trainer Schops über „einen verdienten Sieg“. Der trotz der Höhe aber ein hartes Stück Arbeit gewesen sei. „Wetschen ist bis an die Grenzen gegangen. Und bei dem Wetter mussten auch wir alles raushauen, um so ein Ergebnis herauszuspielen“, sagte der 40-Jährige, der sehr zufrieden war: „Wir haben defensiv gut gearbeitet und vorn viele Chancen gehabt.“

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