Nach 1:2 gegen Sudweyhe nur noch ein Punkt vor Steimbke / Otte: „Im Kopf blockiert“

Geht Wetschen die Puste aus?

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Lieferten sich viele packende Duelle: Sudweyhes Hanjo Harjes (vorn) kann in dieser Szene mit energischem Einsatz vor Rehdens Kapitän und Torschützen Nils Unger (dahinter) klären.

Wetschen - Von Gerd Töbelmann. Lange Zeit schien es in der Fußball-Bezirksliga nur die Frage zu sein, wann sich der TSV Wetschen vorzeitig Titel und Landesliga-Aufstieg sichert. Die Zeiten sind spätestens seit Samstag vorbei, denn nach dem 1:2 (1:2) auf eigenem Platz gegen den TuS Sudweyhe beträgt der Vorsprung auf Verfolger SV BE Steimbke (3:2 in Twistringen) zwei Spieltage vor dem Saisonende gerade einmal ein Pünktchen.

Und beim Blick auf das Restprogramm dürfte Wetschens Zuversicht, sich doch noch ins Ziel zu retten, bestimmt nicht ausufern. Das Team von Trainer Thomas Otte hat auswärts beim FC Sulingen und auf eigenem Platz gegen den TV Stuhr noch ordentliche Kaliber vor der Brust. Die Steimbker empfangen noch Absteiger Wietzen und müssen zur wankelmütigen SG Hoya – Titelfrage komplett offen.

Gegen Sudweyhe hätte Wetschen das Tor zur Landesliga mit einem Sieg weit aufstoßen können. Doch in der ersten Halbzeit spielten die Gastgeber vor nicht einmal 100 Zuschauern extrem nervös und fahrig – als ob ihnen der Druck die Beine lähmen würde. Otte erklärte das so: „Wir waren offenbar im Kopf blockiert. Ich mache den Jungs aber keinen Vorwurf. Sudweyhe hat das heute clever gemacht.“

„Besonders in der ersten Halbzeit waren wir am Drücker“, freute sich Interimstrainer Uwe Behrens, dessen Zukunft wohl demnächst geklärt wird (siehe auch Extratext). Sudweyhe mauerte nicht nur. Ganz im Gegenteil: Die Gäste brachten ihr gutes Offensivpotenzial (Riekers, Bohl, Behrens und Heusmann) voll zur Geltung, kombinierten fein und gingen bereits in der fünften Minute mit 1:0 in Führung. Der wahrlich nicht gerade als Kopfball-Ungeheuer bekannte Kapitän Nico Riekers köpfte einen Heusmann-Freistoß unbedrängt zum 1:0 ins Netz. „Egal, ob guter Kopfballspieler oder nicht – so frei darf in unserem Strafraum niemand zum Kopfball kommen“, ärgerte sich Wetschens Co-Trainer Sebastian Schmidt.

Die Gastgeber legten nur langsam ihre Lethargie ab, hätten aber dennoch durch Steffen Winkler ausgleichen können (16./37.). Aber es kam ganz anders: Mit letztem Einsatz spitzelte Heusmann die Kugel steil nach vorn in den Lauf von Stephen Bohl, der wenig später mit etwas Glück auch noch Keerper Kai Winkler zum 2:0 überwand. Wetschens Hoffnungen auf den vorzeitigen Titelgewinn waren auf dem Nullpunkt. Erst recht, als die Meldung aus Twistringen durchsickerte, dass Steimbke dort mit 3:1 vorn lag.

Doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte kehrte ein leichter Hoffnungsschimmer zurück, denn Nils Unger verwandelte im Nachschuss einen Foulelfmeter zum 1:2.

Nach dem Wechsel wurde Wetschen endlich wach, legte teilweise ein Powerplay an den Tag und wirkte physisch überlegen. Doch der Erfolg blieb aus. Philipp Nüßmann traf nur den Außenpfosten (55.), und auch Steffen Winkler fand ein ums andere Mal in Mirko Meyer seinen Meister. In der Schlussphase schied dann auch noch TSV-Mittelfeldmann Hendrik Rahe mit einer Knieverletzung aus.

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