Nach dem ersten Saisonsieg geht der TSV Wetschen mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gegen Burgdorf

Die Spuren einer kleinen Erlösung

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Auf geht’s, Jungs! Wetschens Mittelfeldspieler Andre Krause spornt sein Team an, jetzt nachzulegen.

Wetschen - Von Arne Flügge. Der erste Saisonsieg in der Fußball-Landesliga am Sonntag beim 2:1 in Barsinghausen hat bei den Spielern des TSV Wetschen Spuren hinterlassen. Bei einigen einen kleinen Kater am Montag, bei anderen unangenehme Schürfwunden. Mittelfeldspieler Andre Krause beispielsweise hatte sich auf dem stumpfen Kunstrasen beide Knie abgescheuert. Beim Kollegen Marco Babilon „war das Fell am Oberschenkel komplett runter“, sagt TSV-Co-Trainer Friedel Holle. Doch wenn man gewinnt, lässt sich alles besser ertragen.

„Meine Knie sind ja noch dran“, schmunzelt Krause, „ich glaube, ich bin zu alt für diesen Kunstrasen. Danach tut mir einfach alles weh.“ Umso besser, dass der TSV Wetschen morgen (16.00 Uhr) im Heimspiel gegen den TSV Burgdorf wieder auf seinem natürlichen Rasen spielen kann – und die Mannschaft geht mit einem ganz neuen Gefühl in die Partie. Die Stimmung am Dienstag im Training war super. „Der Sieg hat allen gutgetan. Die Jungs waren gut drauf. Das gibt uns Auftrieb und lässt uns hoffen, jetzt auch gegen Burgdorf etwas Zählbares zu holen“, sagt Holle.

Krause kann dem nur zustimmen: „Wir haben bisher viel Lehrgeld bezahlt, waren gegen Eilvese und auch Eldagsen total verkrampft. Wir haben aber immer an uns geglaubt. Der Sieg war wie eine kleine Erlösung.“ Wetschen hat endlich die Gewissheit bekommen: Wir können doch noch gewinnen. Und dieses neu gewonnene Selbstvertrauen soll nun auch auf die Partie gegen Burgdorf projiziert werden. „Scheißegal, ob du schönen Fußball zeigst oder nicht: Wir wollen jetzt weiter punkten. Das ist das Wichtigste“, meint der Mittelfeldspieler. Bedingungsloser Einsatz ist also die Wetscher Devise. Wobei der 29-Jährige warnt: „Wir dürfen nach dem ersten Sieg nicht glauben, dass wir nun plötzlich alles weghauen. Wir dürfen nicht blauäugig sein, müssen 90 Minuten lang über den Kampf kommen.“ Zudem solle die Mannschaft wie in Barsinghausen gut organisiert stehen und mit der nötigen Demut in die Partie gehen. Krause: „Und das alles zu 100 Prozent. Sonst bekommen wir Probleme.“

Auch Co-Trainer Friedel Holle, der den seit einer Woche grippekranken Coach Uwe Küpker vertritt, erwartet von seiner Mannschaft „Power“, wie er sagt. Was aber keinesfalls bedeuten soll, blindlings ins Verderben zu rennen. „Burgdorf ist sehr spielstark, da müssen wir zunächst auch auf Sicherheit bedacht sein“, fordert Holle.

Dass der TSV Wetschen auch morgen wieder personelle Sorgen hat, ist in dieser Saison fast schon alltäglich. Steffen Winkler wird mit einer Knöchelverletzung ausfallen, sein Sturmkollege Ricardo Tenti liegt mit einer Grippe flach. Einsatz fraglich. Zudem plagt sich Manndecker Tobias Grube weiterhin mit Oberschenkelproblemen herum. Positiv: Lars Schulze hat seine Gelb-Rot-Sperre abgebrummt, Oliver Ihnken und Nils Unger kommen nach ihren Verletzungen immer besser in Tritt. „Wir werden wieder eine gute Truppe haben“, verspricht Andre Krause, der noch ein Ass im Ärmel hat: Nach der Partie läuft in Wetschen die Einstandsparty der neuen Spieler. „Und bisher haben wir vor dieser Feier noch nie ein Spiel verloren“, schmunzelt der Mittelfeldmann. Und wenn’s nach ihm geht, könne das ruhig so weitergehen.

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