TTBL: Kein Happy End gegen Bergneustadt

Werder Bremen-Tischtennis: Nach Ausrufezeichen folgt 1:3-Ausrutscher

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Die Frische fehlte im fünften Satz: Bremens Topspieler Mattias Falck verlor gegen Benedikt Duda mit 2:3.

Bremen – Kleiner Rückschlag für Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen im Kampf um die Playoff-Plätze: Einem sensationell deutlichen 3:0-Triumph beim TSV Bad Königshofen folgte am Sonntagabend die kalte Dusche in Form einer 1:3-Niederlage gegen Mitkonkurrent TTC Schwalbe Bergneustadt. Trotzdem überwintern die Hanseaten jedoch mit einer exzellenten Punkteausbeute von 24:8 Zählern auf Rang vier – einem Playoffplatz.

TSV Bad Königshofen - SV Werder Bremen 0:3: „Besser können wir nicht spielen“, strahlte Bremens Coach Cristian Tamas nach der beeindruckenden Machtdemonstration seiner Schützlinge. In der Tat lieferten die Gäste eine regelrechte Gala ab. Und zwar vom ersten Ballwechsel an. Besonders wichtig: Gleich im Auftakteinzel schockte Werder-Neuzugang Marcelo Aguirre die Hausherren mit einem Dreisatztriumph über den langjährigen Bremer Spitzenspieler Bastian Steger. „Das war richtig, richtig stark“, lobte Tamas den neuen Mann aus Paraguay.

Aber nicht nur Aguirre überzeugte auf ganzer Linie. Auch der Rest des grün-weißen Ensembles drehte am ganz großen Rad. Erst erteilte Vizeweltmeister Mattias Falck in drei Sätzen Filip Zeljko eine kostenlose Lehrstunde, ehe Kirill Gerassimenko in ähnlich deutlicher Manier gegen Kilian Ort den Schlusspunkt zum 3:0 setzte. Entsprechend groß war die Freude bei Tamas: „Ohne Satzverlust gewinnen hier nicht viele Teams. Das war ein dickes Ausrufezeichen von uns.“

SV Werder Bremen - TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3: Zwei Tage später lief es für die Werderaner dann allerdings nicht so recht nach Plan. Okay, zunächst schon, da Falck in drei glasklaren Sätzen Paul Drinkhall abfertigte, und danach entschied Kirill Gerassimenko den ersten Durchgang gegen Benedikt Duda mit 11:5 für sich. Der nächste Kantersieg schien sich anzubahnen, doch zu früh gefreut. Gerassimenko konnte im zweiten Satz eine 7:5-Führung nicht ins Ziel retten, verlor danach erst den Faden und dann mit 1:3 das gesamte Spiel.

„Das war der Knackpunkt der Partie“, seufzte Tamas: „Einen 2:0-Vorsprung hätten wir uns wohl nicht mehr nehmen lassen.“ Vermutlich nicht. Aber so übernahm der Tabellenfünfte aus Bergneustadt immer mehr das Kommando. Aguirre hatte anschließend zwar gegen Alvaro Robles durchaus seine Chancen, doch er nutzte sie halt nicht. Seine Viersatzpleite setzte Falck nun unter enormen Zugzwang. Nur ein Sieg gegen den bärenstarken Duda konnte Bremens vierte Saisonniederlage noch abwenden. Und wieder verlief der Start ganz nach dem Geschmack des SVW. Falck dominierte beinahe nach Belieben und riss den ersten Durchgang mit 11:1 an sich. Aber wie schon gegen Gerassimenko zeigte sich Duda davon völlig unbeeindruckt. Die nächsten beiden Sätze gingen an Bergneustadts Nummer eins, ehe Bremens Schwede mit einem Kraftakt zum 2:2 ausglich.

Würde es also doch noch ein Werder Happy End geben? Diesmal nicht. Das lange Jahr hatte selbst bei einem Ausnahmekönner wie Falck seine Spuren hinterlassen. Duda wirkte im Entscheidungssatz schlichtweg mental frischer und machte mit 11:7 alles klar für die Gäste. „Bergneustadt liegt uns irgendwie nicht so richtig“, zuckte Tamas nach dem 1:3 mit den Schultern: „Wir haben insgesamt bisher nur viermal verloren. Aber zweimal davon gegen den TTC. Das ist sicher nicht unser Lieblingsgegner.“ Dennoch fiel das Zwischenfazit von Tamas reichlich positiv aus: „Bislang spielen wir eine super Runde. Immerhin überwintern wir als Vierter und liegen nur zwei Punkte hinter Klassenprimus 1. FC Saarbrücken. Wir haben im neuen Jahr also alle Chancen, die Playoffs zu erreichen.“  drö

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