Pokal-Liebhaber Brinkmann scheidet mit SVH erneut in Runde eins aus

„Muss den Verein wechseln . . .“

Heiligenfeldes Daniel Richter (re.) ist hier einen Tick eher am Ball als Sudweyhes Marcel Wöbken. - Foto: Töbelmann

Heiligenfelde - Von Gerd Töbelmann. Viele Trainer geben nicht viel auf den Bezirkspokal – nach dem Motto: „Den gewinnen wir ja sowieso nicht.“ Walter Brinkmann, Trainer des Bezirksligisten SV Heiligenfelde, tickt da anders. Ob beim SCT, beim TuS Sulingen oder jetzt beim SVH: Brinkmann will immer weit kommen. Doch bereits in der ersten Runde war Endstation, denn Heiligenfelde verlor auf eigenem Platz gegen den Bezirksliga-Konkurrenten TuS Sudweyhe mit 0:1 (0:0). Seinen Humor hatte der SVH-Coach danach aber nicht verloren: „Ich muss den Verein wechseln, denn auch im letzten Jahr war in der ersten Runde Schluss . . .“

Dabei musste das nun wirklich nicht sein, denn die Gastgeber hatten ein klares Plus an besten Chancen. „Deshalb ist es umso bitterer, dass wir im Pokal nur noch Zuschauer sind und unsere Highlights nur noch in der Liga haben“, meinte Brinkmann. Kollege Uwe Behrens sah das mit der Chancenverteilung ähnlich: „Da hatte Heiligenfelde schon ein Plus, aber in den letzten 20 Minuten haben wir uns wieder gefangen.“

Besonders in der ersten Halbzeit hätte sich Heiligenfelde schon ein kleines Torepolster zulegen können. Bereits in der dritten Minute zielte Tobias Marquardt knapp vorbei. Nach 20 Minuten wähnten die SVH-Fans unter den knapp 100 Zuschauern ihr Team bereits in Front, doch Marquardts Linksschuss landete nur am rechten Innenpfosten und sprang wieder ins Feld zurück. Die Heiligenfelder Innenverteidigung um Björn Isensee und Martin Roughley musste wahrlich keine Schwerstarbeit leisten. Apropos Isensee: Der sollte eigentlich das SVH-Spiel lenken, wird aufgrund von Personalsorgen aber wohl weiter im hinteren Bereich agieren. Kurz vor dem Wechsel vergaben auch noch Nils Kummer (38./links vorbei) und Torjäger Joshua Brandhoff (45./scheiterte mit Kopfball an Sudweyhes Keeper Mirko Meyer) gute Möglichkeiten.

Auch nach der Pause änderte sich an der Verteilung der Großchancen nichts, wobei nun Brandhoff immer öfter im Fokus stand. 55. Minute: Yannik Meier kratzt einen Brandhoff-Schuss von der Linie. 70. Minute: Erneut scheitert der SVH-Stürmer per Kopfball an Keeper Meyer, trieb sein Team aber verbal weiter nach vorn: „Los Jungs. Wir müssen uns jetzt endlich belohnen.“

Doch es kam alles ganz anders. In der 77. Minute knallte Jan-Ove Bäker einen Freistoß in die Heiligenfelder Mauer, Verteidiger Hanjo Harjes reagierte am schnellsten und schob die Kugel zum Sudweyher 1:0 über die Linie. „Das war schon etwas bezeichnend, dass ein Verteidiger unser Tor macht“, erklärte Behrens später. Sollte heißen: Die Angreifer Stephen Bohl und Maik Behrens kamen nicht so zum Zuge.

Brinkmann reagierte auf den Rückstand und beorderte Isensee als Anspielstation und Ballverteiler ins offensive Mittelfeld. Fast hätte der 25-Jährige auch für den Ausgleich gesorgt, aber wiederum war Mirko Meyer zur Stelle und parierte. In der fünften Minute der Nachspielzeit schließlich konnte auch Lars Diedrichs das Elfmeterschießen nicht erzwingen, denn sein Kopfball ging drüber.

Gefeiert wurde auf der Heiligenfelder Anlage aber dennoch in großem Stil. Eine Hochzeitsgesellschaft hatte das Dorfgemeinschaftshaus gemietet.

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