SG Diepholz liebäugelt morgen gegen Burgdorf mit einem Punktgewinn

Müller mutig: Diesmal will er nicht nur mauern

Auf Tim Rewald wartet ein Spezialauftrag: Er soll Burgdorfs „weißen Brasilianer“ Richard Becker ausschalten.

Kreis-Diepholz - DIEPHOLZ (drö) · Wird sich Stefan Müller jetzt etwa selbst untreu? Der leidenschaftliche Tiefstapler und Trainer der SG Diepholz wird auf einmal mutig und ordnet das anstehende Match der Fußball-Bezirksoberliga (Sonntag, 15.00 Uhr) gegen den Tabellenzweiten TSV Burgdorf als „offene Partie“ ein.

Grund für den vom Optimismus getriebenen Sinneswandel: „Bei uns sind alle Mann an Bord. Außerdem haben wir Burgdorf bereits beim 0:0 im Hinspiel einen Punkt abgeluchst.“ Damals allerdings mit einer Mauertaktik, die italienischen Catenaccio-Fanatikern zur Ehre gereicht hätte. „Da haben wir wirklich Beton angerührt. Aber manchmal heiligt halt der Zweck die Mittel“, erinnert sich Müller gerne zurück.

Ganz so defensiv gedenkt Diepholz Coach jedoch nicht erneut anzutreten. Stattdessen will er sein Heil auch in der Offensive suchen. In erster Linie baut Müller dabei auf seinen Toptorjäger Florian Scharnitzky, der beim jüngsten 4:3-Erfolg in Tündern gleich dreimal einnetzte. Gegen Burgdorf dürfte es für „Scharne“ jedoch ungleich schwerer werden. Der TSV stellt die mit Abstand beste Abwehr der Liga – mit nur 15 Gegentoren. Ein Wert, der auch Müller Respekt einflößt: „Die haben eine starke Viererkette. Wir müssen praktisch jede Chance verwerten. Sonst ist es Essig mit einer Überraschung.“

Zumal Burgdorf nicht nur hinten sicher steht, sondern auch vorne über viel Qualität verfügt. Vor allem TSV-Regisseur Richard Becker hat es dem Diepholzer Coach angetan: „Der wird nicht umsonst als weißer Brasilianer bezeichnet. Insbesondere seine Freistöße sind allererste Sahne. Den müssen wir unbedingt ausschalten.“ Laut Müller ein klarer Fall für Tim Rewald: „Der passt glänzend zu Becker. Wenn er ihn aus dem Spiel nimmt, erhöht das unsere Chancen natürlich beträchtlich.“ Doch selbst wenn es nicht für etwas Zählbares reichen sollte, sieht Müller sein Team als Tabellensiebten klar im Soll: „Wir haben derzeit 13 Punkte Vorsprung auf den viertletzten Platz. Wenn nicht fünf Mannschaften absteigen, kann uns kaum noch etwas passieren.“

Für den 47-Jährigen wäre der Klassenerhalt natürlich ein perfekter Abschied (wechselt zum Kreisligisten TuS Wagenfeld) nach vier erfolgreichen Jahren. Etwas Wehmut klingt bei Müller jedoch durch: „Es waren überragende Jahre. Aber ich konnte meiner Familie den zeitlichen Aufwand nicht mehr zumuten. Deshalb trete ich etwas kürzer.“

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