Trainer des TSV Melchiorshausen hört nach acht Jahren zum Saisonende auf

Müder Hoßfeld beklagt das Generationsproblem

Melchiorshausen - Von Arne FlüggeMarkus Hoßfeld hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Doch die Zeit war reif“, sagt der 41-Jährige. Gestern Abend teilte der Trainer des Bremer Fußball-Landesligisten TSV Melchiorshausen der Mannschaft mit, dass er am Saisonende aufhört.

Acht Jahre lang hat Hoßfeld das Team trainiert. Klar, dass nun auch ein wenig Wehmut aufkommt. „Der Verein ist mir ans Herz gewachsen, ich hänge an Melchiorshausen. Es war eine schöne Zeit, mit allem, was dazugehört“, berichtet der Coach, „vielleicht bleibe ich dem Club ja auch in einer anderen Funktion erhalten, vielleicht bin ich aber auch nur noch Zaungast bei den Spielen. Denn ich möchte den Kontakt zur Mannschaft nicht verlieren.“

Als Gründe für seine Entscheidung gibt Hoßfeld an, dass er nach so langer Zeit „einfach ein bisschen müde“ ist. „Von daher will ich mich jetzt für ein Jahr aus der vordersten Front zurückziehen. Was dann kommt, wird man sehen.“

Aber es schwingt auch ein wenig Resignation mit, wenn er sagt: „Wenn du immer mit 14, 15 Spielern kalkulierst, dich intensiv auf die Trainingseinheiten vorbereitest und dann immer wieder Absagen kommen, dann ist das für einen Trainer bitter.“ Und diesen vergeblichen Kampf gegen die Windmühlen hat Markus Hoßfeld jetzt aufgegeben.

„Wir haben versucht, Nachwuchsspieler einzubauen. Aber ich glaube, es ist auch ein Generationsproblem. Für mich kam es als Spieler nie in Frage, nicht zum Training zu gehen, weil ich übermorgen eine Klausur schreiben muss. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Das kann ich nicht akzeptieren“, erzählt der Coach: „Ich habe selbst studiert und sogar viermal die Woche trainiert.“

Die Suche nach einem Hoßfeld-Nachfolger läuft bereits auf Hochtouren. Und in den nächsten Tagen könnte auch schon Vollzug gemeldet werden, wie der Melchiorshauser Trainer durchblicken ließ.

Morgen gegen die

Schießbude der Liga

Doch die Konzentration gilt jetzt erstmal dem Heimspiel morgen (15.00 Uhr) gegen den Geestemünder SC, die Schießbude der Liga. Null Punkte und 20:137 Tore – das ist die erschütternde Bilanz der Gäste bisher. „Trotzdem, vor der Truppe ziehe ich meinen Hut“, sagt Hoßfeld, „dass sie die Saison trotz der vielen Klatschen bislang so durchgezogen haben, zeigt, dass da etwas ist, was sie zusammenhält.“ Und Hoßfeld möchte mit dem TSV Melchiorshausen nicht der Erste sein, der sich von Geestemünde Punkte abluchsen lässt. „Damit würden wir uns zur Lachnummer der Liga machen. Darauf kann ich gerne verzichten“, erklärt der TSV-Coach. Seine Forderung: „Die Einstellung muss stimmen – von Beginn an.“

Verzichten muss der Trainer auf Sebastian Witt. Der Rechtsverteidiger zog sich einen Kreuzbandriss zu. Zudem fehlen Marco Licht (Faserriss), Torwart Sascha Kleemann (Knieprobleme) und Tim Cohrs (Urlaub). Dafür sind Mike Barten und Lars Behrens wieder zurück.

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