HSG Barnstorf/Diepholz siegt in Bremervörde ohne verletzten Kasmauskas 32:27

Mosel strahlt: „Das war eine starke Kollektiv-Leistung“

+
Freuten sich über den wichtigen 32:27-Sieg in Bremervörde (v.l.): Saulius Liutikas, Donatas Biras und Kamil Chylinski von der HSG Barnstorf/Diepholz. ·

Barnstorf - Diesmal spuckt der TSV Bremervörde der HSG Barnstorf/Diepholz nicht in die Suppe: Der Spitzenreiter der Handball-Oberliga gewann gestern vor 200 Zuschauern das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenvierten mit 32:27 (20:13). „Das war eine unglaubliche Mannschaftsleistung. Wir sind von der ersten Minute an konzentriert zu Werke gegangen“, strahlte Barnstorfs Trainer Mario Mohrland nach dem Triumph.

Der 37-Jährige lobte zwei Akteure besonders. Torhüter Donatas Biras wehrte 21 Bälle ab und hielt auch einen Siebenmeter von Bremervördes Spielertrainer Adnan Salkic (7/1). Und Tomas Lenkevicius rackerte nicht nur in der Abwehr, sondern der 35-Jährige wirbelte auch im Rückraum und warf vier Tore. Der Litauer spielte für den verletzten Marius Kasmauskas (massive Rückenprobleme). „Bei Marius ging es nicht, das war schon ein schwerer Schlag für uns“, unterstrich Mario Mohrland.

Doch diesen Ausfall steckten die Gäste weg. „Alle waren heiß wie Frittenfett – wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen“, sagte Barnstorfs Mannschaftskapitän Nils Mosel. Den Grundstein für den späteren Erfolg legte der Meisterschaftsanwärter in der ersten Halbzeit. „Im Angriff hat fast alles gepasst“, urteilte Mosel.

Bis zum 3:3 (6.) verlief die Anfangsphase ausgeglichen, doch dann setzten sich die Barnstorfer in einer guten Phase nach Treffern von Andrius Gervé, Finn Richter, Laurynas Palevicius und Tomas Lenkevicius auf 7:3 (11.) ab. Zwar verkürzte Rückraumshooter Adnan Salkic noch einmal auf 7:9 (15.), doch Lenkevicius und Mosel sorgten mit zwei Toren zum 11:7 (19.) wieder für klare Verhältnisse. Der litauische Nationalspieler Andrius Gervé erhöhte mit Doppelpack auf 16:10 (27.).

Gleich nach dem Wechsel legten Lenkevicius und der zehnfache Torschütze Kamil Chylinski zum 22:13 (35.) nach. Danach ließ sich der Tabellenführer nicht mehr vom Kurs abbringen. „Das ging ganz schön an die Substanz“, gestand Nils Mosel. Spätestens beim 28:22 (53.) war mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Zwar verkürzte Jan-Ole Thode (4) in der Endphase noch einmal auf 25:29 (56.), doch Finn Richter machte mit dem Tor zum 30:25 (57.) den Sack endgültig zu. Sekunden danach riss Bremervördes Timo Meyn (5/2) Linkshänder Nils Mosel rüde um und sah dafür von den Schiedsrichtern prompt die Rote Karte.

„Das war eine starke Kollektiv-Leistung“, lobte der 31-jährige HSG-Kapitän das ganze Team. Weiter geht’s für den Primus am Freitag um 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle mit dem Heimspiel gegen Schlusslicht VfL Fredenbeck II. Da sinnen die Gastgeber auf Revanche für das 29:31 aus dem Hinspiel. · mbo

Das könnte Sie auch interessieren

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Meistgelesene Artikel

Ziele verfehlt: Brinkmann muss in Brinkum gehen

Ziele verfehlt: Brinkmann muss in Brinkum gehen

Stuhrs Azzarello „steht immer richtig, auch wenn er mal falsch steht“

Stuhrs Azzarello „steht immer richtig, auch wenn er mal falsch steht“

Oliver Sebrantke und Jan Neubauer finishen beim Ironman auf Hawaii

Oliver Sebrantke und Jan Neubauer finishen beim Ironman auf Hawaii

Einstand von Brinkums Coach Dennis Offermann endet mit 2:2 gegen Oberneuland

Einstand von Brinkums Coach Dennis Offermann endet mit 2:2 gegen Oberneuland

Kommentare