HSG Barnstorf/Diepholz lässt im Oberliga-Spitzenspiel gleich vier Siebenmeter aus

Mosel nach 24:24: „Wir sind an uns selbst gescheitert“

Ging mit einer fiebrigen Erkältung in die Partie und erzielte dennoch im Spitzenspiel fünf Tore für die HSG Barnstorf/Diepholz: Linkshänder Denis Maksimovich (l.). ·

Barnstorf - Eine doppelte Überzahl vor der Pause nicht genutzt und vier Siebenmeter vergeben: Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz kam am Sonnabend vor 250 Zuschauern im Spitzenspiel bei der TSG Hatten/Sandkrug nicht über ein 24:24 (12:11) hinaus.

„Wir sind an uns selbst gescheitert, haben einen Punkt verschenkt“, ärgerte sich Nils Mosel, Mannschaftskapitän bei der HSG Barnstorf/Diepholz, über das Unentschieden. Eines gab der 29-Jährige, der sich an alter Wirkungsstätte viel vorgenommen hatte und fünfmal traf, aber zu bedenken: „Wir haben ohne Harz gespielt, und das ist dann ein ganz anderes Spiel.“ Mit diesem Handicap mussten allerdings auch die Gastgeber leben.

Heiner Thiemann, Trainer der HSG Barnstorf/Diep holz, wollte das nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Wir haben leichtfertig einen Vorsprung verspielt, hätten in doppelter Überzahl den Sack zumachen müssen. Da haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert, das war einfach schwach.“

Im Duell der beiden Drittliga-Absteiger lagen die Gäste mit 0:2 (2.) zurück, drehten dann aber in einer guten Phase den Spieß mit sechs „Buden“ in Folge zum 6:2 (13.) um. Zwar verkürzten die Hatter durch Sebastian Rabe (4) auf 8:10 (22.), aber Denis Maksimovich (5) erhöhte mit Doppelpack auf 12:8 (23.). Beim Stand von 12:9 (24.) scheiterte Andrius Gervé per Strafwurf an TSG-Torwart Christoph Kuper. Sekunden danach handelte sich TSG-Rückraumakteur Björn Schilke zunächst eine Zeitstrafe ein, meckerte gegen die Entscheidung der Schiedsrichter Tobias und Oliver Bunselmeyer (HSG Varel) und sah prompt die Rote Karte. Die Barnstorfer schlugen aus der Überzahl kein Kapital, fingen sich sogar noch zwei Tore zum 12:11-Pausenstand ein.

Nach dem Wechsel lag die HSG beim 16:14 (40.) durch Gervé letztmalig mit zwei Treffern in Führung. Anschließend glichen die Gastgeber mit den beiden Haupttorschützen Florian Smarsli (7) und Mirko Menkens (5) mehrfach aus (21:21/51.). In der Endphase standen sich die Barnstorfer mehrmals selbst im Weg, bauten die Heimmannschaft mit Fehlern regelrecht auf. Außerdem zog ihnen Christoph Kuper den Zahn: So wehrte er nicht nur einen zweiten Siebenmeter von Gervé ab, sondern parierte auch Strafwürfe von Saulius Liutikas und Mosel. Zwar traf Maksimovich noch einmal zum 24:23 (56.), aber Torben Kolpack egalisierte zum 24:24 (57.). In den Schlussminuten hielt der eingewechselte HSG-Torwart Maik Schwenker noch einige Bälle. „Wir waren nicht clever genug“, urteilte Heiner Thiemann abschließend. · mbo

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