Verbale Spitzen einiger Spielerinnen vor dem Landesliga-Derby, aber die Trainer bleiben gelassen / Nach dem Spiel „umarmen wir uns“

Morgen steigt das Familien-Duell Seefeld gegen Seefeld

Sulingens Coach Axel Seefeld sagt, dass trotz der schlechten Ergebnisse die Stimmung immer noch gut ist. ·
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Sulingens Coach Axel Seefeld sagt, dass trotz der schlechten Ergebnisse die Stimmung immer noch gut ist. ·

Sulingen - Die Spannung steigt, das Kribbeln wird größer: Am Sonntag (14 Uhr) steht in der Handball-Landesliga der Frauen endlich das Derby zwischen dem gastgebenden TuS Sulingen und dem SC Twistringen an.

Diese Partie ist auch deshalb so besonders, weil es an der Seitenlinie zum Familienduell kommt: Axel Seefeld, der seit einigen Wochen wieder die Sulingerinnen trainiert, trifft auf seine Ehefrau Cordula, die den SCT coacht. Wir haben das Ehepaar, das seit 20 Jahren glücklich verheiratet ist, vor dem Derby zum Interview gebeten.

Freuen Sie sich auf das Familienduell?

Axel Seefeld: Zuerst wollen wir betonen: Es heißt nicht Seefeld gegen Seefeld, sondern es geht einzig und allein um das Spiel Sulingen gegen Twistringen.

Cordula Seefeld: Wir spielen nicht gegen uns, sondern die Teams treten gegeneinander an. Das möchte ich auch unterstreichen.

War das Derby in den letzten Tagen ein Thema im Hause Seefeld?

Axel Seefeld: Wir versuchen schon, das privat auseinanderzuhalten. Aber ganz verhindern lässt sich das natürlich dennoch nicht.

Cordula Seefeld: Nach Spielen sprechen wir schon darüber, wie die Partien verlaufen sind – aber nur sehr oberflächlich. Unsere wenige gemeinsame Zeit wollen wir nicht unbedingt damit verbringen.

Vor dem Derby müssen Sie Ihre Mannschaften nicht besonders motivieren, oder?

Cordula Seefeld: Nein. Motivation und Emotionen kommen von alleine, da brauche ich nicht viel zu sagen.

Axel Seefeld: Noch mehr Motivation haben meine Mädels durch die spitzen Bemerkungen einiger Twistringerinnen bei ihrer Spielbeobachtung unserer Partie gegen den TSV Bremervörde erhalten. Die Kommentare haben wir wohl registriert und zur Kenntnis genommen.

Was schätzen Sie an der gegnerischen Mannschaft?

Cordula Seefeld: Besonders die Torfrauen. Vor Dörte Röwer habe ich großen Respekt. Mit ihren Paraden hat sie uns in der Vergangenheit schon einige Male Kopfzerbrechen bereitet. Die neue Torhüterin Carola Lenz habe ich dagegen noch nicht spielen sehen.

Axel Seefeld: Den Großteil der Twistringer Mannschaft kenne ich. Die jüngeren Spielerinnen habe ich früher in der Kreisauswahl trainiert, zudem war Sina Kuncke ein Jahr in Sulingen. Es steht mir aber nicht zu, mich über Twistringen zu äußern. Da spreche ich lieber positiv über meine Mannschaft.

Gut, dann machen wir das. Warum gewinnt Ihre Mannschaft das Derby?

Axel Seefeld: Trotz des schlechten Starts mit 0:10 Punkten ist die Stimmung sehr gut. Die Damen arbeiten im Training sehr, sehr gut mit. Sie haben es verstanden, als Einheit zusammenzuwachsen. Eine kämpft jetzt für die andere. Sie haben es verdient, zwei Punkte einzufahren. Außerdem gehen wir durch den Sieg in der ersten Runde des BHV-Pokals mit einem positiven Erlebnis ins Derby. Insgesamt sehe ich die Chancen bei 50:50 und denke, dass die bessere Tagesform entscheiden wird.

Cordula Seefeld: Genau. Es wird darauf ankommen, welche Mannschaft besser drauf ist und die Nervosität schneller ablegen kann.

Frau Seefeld, warum siegt am Ende Ihr Team?

Cordula Seefeld: Wir haben über die zuletzt schlechten Leistungen intensiv gesprochen und einiges zum Teambuilding gemacht. Meine Damen sind jetzt absolut in der Pflicht, die Enttäuschung aus der letzten Woche vergessen zu lassen und mir mit einem Sieg etwas Gutes zu tun. Vielleicht werde ich einiges umstellen. Taktisch habe ich auch noch ein Ass im Ärmel.

Was werden Sie nach dem Abpfiff machen?

Axel Seefeld: Dann umarmen wir uns . . .

Cordula Seefeld: . . . und tauschen Glückwünsche und Trost aus. Danach ist das Derby schon wieder Geschichte. · an

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