Morgen Kellerduell beim OSV Hannover

Ein Brasilianer für Wetschen

Wetschen - Der TSV Wetschen hat jetzt einen Brasilianer in seinen Reihen! Voreilige Schlüsse verbieten sich allerdings für die Fans des bodenständigen Landesligisten, denn natürlich haben die Blau-Gelben jetzt nicht auf dem Transfermarkt mit Geld um sich geworfen.

Innenverteidiger Tobias Grube kehrt ins Team des TSV Wetschen zurück.

Nein, der junge Offensivmann mit dem klangvollen Namen Guilherme Augusto Caetano Ristow verbringt derzeit ein Jahr in Deutschland, gewinnt bei einem Rehdener Kartoffelsnack-Hersteller Einblicke, die er später daheim im elterlichen Betrieb nutzen will – und spielt nebenher ziemlich gut Fußball. „Er macht einen guten Eindruck, und deshalb habe ich ihn letztes Wochenende auch in den Kader genommen“, erläutert TSV-Trainer Uwe Küpker. Eingewechselt wurde „Gui“, wie ihn die Wetscher nennen, beim unglücklichen 0:1 gegen den TSV Krähenwinkel-Kaltenweide noch nicht. Aber vielleicht klappt es ja morgen mit einem Einsatz, wenn der Tabellen-15. ab 14 Uhr beim nur einen Platz höher geführten OSV Hannover antreten muss. Ebenfalls neu im Team ist ein alter Bekannter im Kreis: Dennis Griffel, im Sommer vom SV Lessen zum TSV Wetschen II gewechselt, weil er dorthin umgezogen ist. „Aber Dennis ist weiter torgefährlich, und wir haben ihn jetzt erstmal bis zur Winterpause in die Erste hochgezogen“, schildert Küpker.

Denn für den vordersten Mannschaftsteil kann er Kräfte gebrauchen. Stürmer Ricardo Tenti, im „Hauptsport“ erfolgreicher Springreiter, ist morgen bei einem Reitturnier in Hamburg im Einsatz. In der Abwehr droht ebenfalls ein Ausfall: Benjamin Priesmeier zog sich gegen Krähenwinkel eine Knöchelblessur zu. Dafür kehrt Innenverteidiger Tobias Grube nach überstandener Hüftprellung zurück ins Team.

Die ärgerliche Schlappe gegen den 13. haben die Wetscher analysiert. „Natürlich war niemand begeistert, aber die Stimmung ist weiterhin nicht im Keller“, versichert der Trainer. Er und sein Team treten gewissermaßen gegen Leidensgenossen an, denn auch der OSV hat schon mehrere Punkte in Schlussphasen abgegeben. „Mal sehen, was wir auf diesem großen, breiten Platz ausrichten“, sagt Küpker. „Unser Platz ist zwar ziemlich klein, aber zu Hause haben wir bisher auch noch nicht viele Punkte geholt. Vielleicht kommt die Größe in dem ehemaligen Zweitliga-Stadion unseren schnellen Jungs ja entgegen.“

OSV-Offensivmann Betrim Shabani müssen die Gäste nicht fürchten. Er sah beim jüngsten 1:1 in Garbsen die Rote Karte.

ck

Rubriklistenbild: © töb

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