Stürmer verlässt Rehden / Angeknackstes Verhältnis zum Trainer / Brunn: „Er kann nicht fit sein“

Moormann zieht die Reißleine

Max Moormann (l.) geht wieder für den Weser-Ems-Bezirksligisten SV RW Damme auf Torejagd. Von dort war der damalige Torschützenkönig 2008 nach Rehden gewechselt.

Kreis-Diepholz - REHDEN (ahe) · Der Fußball sei „ein reines Ergebnis-Geschäft“, findet Uwe Brunn, Trainer beim Oberligisten BSV Rehden. Mit einem guten Bauchgefühl dürften seine Mannen demnach der Heimpremiere in diesem Jahr gegen den Goslarer SC (Sonntag, 15 Uhr) entgegenblicken, schließlich überzeugte beim jüngsten 2:1-Erfolg in Langenhagen in erster Linie das Resultat und weniger die Art und Weise, wie der achte Saisonsieg zustande gekommen war.

Doch Brunn will seinem Team „keinen Vorwurf machen. Von der Einstellung her hat die Mannschaft funktioniert.“ Dass spielerisch noch Luft nach oben ist, beweist eine Rückschau auf das Hinspiel beim Regionalliga-Absteiger, das Rehden dank eines Traumtores von Christian Schiffbänker mit 1:0 gewann. Für den Mittelfeldlenker wäre es am Sonntag allerdings schon eine Glanzleistung, wenn er überhaupt auflaufen könnte, denn seit ein paar Tagen hat der 28-Jährige mit massiven Rückenproblemen zu kämpfen. Gut möglich also, dass der nach eigener Ansicht bislang zu selten berücksichtigte Jannik Schilling die Gelegenheit erhält, sich gegen die unter Profibedingungen arbeitenden und den Ansprüchen als Zehnter weit hinterher hinkenden Goslarer zu beweisen. Zumindest sei der 20-Jährige „eine Option“, sagt Uwe Brunn. Neuzugang Florian Greve, der auch in Langenhagen schon in der Startelf stand, dürfte daneben gesetzt sein.

Alexander Burgardt wird sich die Partie gegen den von Mäzen Folkert Bruns geführten Heimatverein des Bremer Bundesligaspielers Aaron Hunt zwangsläufig von der Seitenlinie aus angucken. Die Gelenkspiegelung, der er sich am Montag unterzogen hatte, sei jedoch „gut verlaufen“, lässt der 29-Jährige wissen: „Der Meniskus wurde geglättet. Es war nur ein feiner Einriss. Ich bin jetzt jeden Tag beim Physio, und der Arzt hat gesagt, dass ich in zwei bis drei Wochen wieder auf dem Platz stehen kann.“

Nach einem Kreuzbandriss und diversen Folgeschäden hat Max Moormann eine wesentlich längere Leidenszeit hinter sich. Doch in drei Wochen will auch der 25-Jährige wieder ein Pflichtspiel bestreiten – für den SV RW Damme. Der BSV Rehden erteilte dem Stürmer gegen die Zahlung einer in der Höhe nicht bekannten Ablösesumme die Freigabe. Moormann geht damit für den Spitzenreiter der Bezirksliga Weser-Ems auf Torejagd. Für Damme schoss der Maschinenbauer schon in der Saison 2007/2008 24 Tore, ehe er die Herausforderung in Rehden annahm. „Ich würde es wieder machen. Als ich gekommen bin, hat es mit den Toren ja geklappt“, sagt Moormann. Achtmal knipste er für den BSV, ehe die Verletzungsmisere ihren Lauf nahm.

„Das war alles scheiße“, nimmt der Vechtaer kein Blatt vor den Mund, was die vergangenen eineinhalb Jahre betrifft. Vor der laufenden Saison hatte er sich selbst ein Ultimatum bis zur Winterpause gesetzt. Dieses ist nun abgelaufen. Dass sich das ansonsten gute Verhältnis zu Coach Brunn abgekühlt hatte, wird Moormann in seinem Wechselwunsch bestärkt haben. „Er hat mir nicht geglaubt, dass ich fit bin und hat keine Hoffnungen mehr in mich gesetzt“, sagt Moormann. Dadurch habe er „zum Trainer nicht mehr so das Verhältnis gehabt. Das habe ich auch von anderen Spielern gehört.“

Von derartigen atmosphärischen Störungen will Uwe Brunn aber nichts wissen: „Das sehe ich nicht so, in keinster Weise. Die Stimmung in der Mannschaft ist wunderbar. Unser Verhältnis ist auch nach fast zwei Jahren intakt. Dass es Unzufriedene gibt, ist normal. Aber das sind Vereinzelte.“ Wie eben Max Moormann. „Wenn jemand eineinhalb Jahre verletzt ist, kann er nicht fit sein“, sieht Rehdens Coach die Vorwürfe des Ex-Angreifers als entkräftet an.

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