Montag steigt das Finale gegen den Bremer SV / Jannik Bender ist gewarnt

Brinkum „mit viel Bock“ aufs Duell um Cup und „Kohle“

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Darf Jannik Bender (r., hier mit Inouss Boure Toure) am Montag wieder jubeln? Brinkums Kapitän steht im Pokalfinale gegen den Bremer SV und sieht sein Team nicht chancenlos.

Brinkum - Von Cord Krüger. Bloß nichts verändern! Nach dieser Devise gehen die Fußballer des Brinkumer SV in ihr Landespokalfinale am Pfingstmontag ab 16 Uhr im Stadion des TuS Komet Arsten gegen den Bremer SV.

„Wir werden in unseren Abläufen nichts anders machen als sonst und bereiten uns genauso auf dieses Spiel vor wie auf die 30 vorherigen in der Bremen-Liga“, stellt Dennis Offermann vor seinem letzten Auftritt als Brinkumer Trainer klar. „Jetzt Veränderungen vorzunehmen, würde die Jungs nur nervös machen. Aber sie sollen keine Angst haben, sondern mit richtig viel Bock in dieses Finale gehen.“ Obwohl Lampenfieber verständlich wäre: Der Sieger hat nicht nur den Cup, sondern tritt im August auch im DFB-Pokal an. Ein fettes Antrittsgeld von satten 140000 Euro inklusive.

Beide Teams dürfen sich darauf Hoffnungen machen, meint Offermann: „Es ist ein Duell auf Augenhöhe“, sagt der zum TB Uphusen wechselnde Coach – und unterfüttert dies mit den Daten der Abschlusstabelle in der Bremen-Liga: Brinkum stellt mit 119 Toren den besten Angriff der Klasse, der Bremer SV mit 118 den zweitbesten. Brinkum hat die zweitsicherste Abwehr (31 Gegentore), der BSV die sicherste (23). „Wir haben mit 72 Punkten die beste Saison seit Jahren gespielt und müssen uns nicht verstecken.“ Allerdings hat das Team seines Trainerkollegen Klaus Gelsdorf in dieser Saison noch nicht verloren – ein Beleg für die hohe Qualität des Meisters. „Das Team ist schon stark, hat aber noch einige starke Individualisten, die in nur einer Szene einen Gegner aushebeln können“, warnt Offermann. „Wir müssen also hinten kompakt stehen und hochkonzentriert sein.“ Die Tatsache, dass Stammtorwart Christian Ahlers-Ceglarek rotgesperrt ist, sieht der Brinkumer Trainer nicht als Vorteil an. „,Zecke‘ ist zwar einer der besten Torhüter der Liga und wichtig im Coaching auf dem Platz, aber es kommt auch auf seine zehn Vorderleute an.“

Und die verfügen über einiges an Erfahrung mit Alles-oder-nichts-Spielen: Vergangenes Jahr holten sie den Pokal und spielten zudem in der Relegation zur Regionalliga. Doch solche Erlebnisse kennen einige Brinkumer ebenfalls: 2012 verloren sie ihr Endspiel gegen Oberneuland, 2013 stellten sie sich der Relegation. Schon im damaligen Finale standen Niklas Frank im Tor sowie Kai Tönsmeyer, Tom Witte und Jannik Bender im Kader. Inzwischen ist Bender Kapitän und verlängerter Arm des Trainerteams – und vielleicht vorher ein gefragter Ansprechpartner für Erfahrungsberichte über die Atmosphäre in Arsten. „Es hat riesigen Spaß gemacht, vor so vielen Zuschauern zu spielen“, schildert Bender. „Und das, obwohl Oberneuland der haushohe Favorit war. Diesmal ist aber alles offen“, meint Bender.

Er muss in der Doppel-Sechs dafür sorgen, dass das Zentrum dicht hält – und ahnt, wer ihm besondere Arbeit bescheren dürfte: „Simon-Joel Cakir lässt sich gern mal aus der Spitze zurückfallen, und Boris Koweschnikow ist auch richtig gut.“ Das gilt ebenfalls für Torjäger Iman Bi-Ria. „Doch um den müssen sich unsere Innenverteidiger kümmern“, fordert Bender grinsend.

Den Platz im Komet-Stadion beschreibt er als ähnlich groß wie das eigene Geläuf am Brinkumer Brunnenweg. „Ich habe aber gehört, dass der Rasen zurzeit ziemlich uneben sein soll. Das würde uns mit unseren spielerischen Qualitäten natürlich nicht so gelegen kommen.“ Über die verfügt zweifellos auch der Gegner BSV. Aber nur einer der beiden „BSVs“ kann gewinnen, den Cup holen und weiter von den Bayern träumen…

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