Schwimmerin meldet sich nach vierjähriger Auszeit bei Kreiskämpfen mit vier Titeln zurück

Mona Martens hat nicht viel verlernt

Feierte ein erfolgreiches Comeback: Mona Martens.
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Feierte ein erfolgreiches Comeback: Mona Martens.

Syke - Von Manfred SchrammeVier Jahre lang hatte sie keinen Fuß mehr auf einen Wettkampf-Startblock gesetzt: Mona Martens.

Bei den Kreismeisterschaften des Schwimmkreises Diepholz-Nienburg im Syker Hallenbad tauchte die Leistungsträgerin der SG Syke/Barrien nun plötzlich wieder auf – um zu zeigen, dass ihr diese Auszeit alles andere als geschadet hat. Viermal sprang die mittlerweile 22-Jährige ins Wasser, viermal stieg sie als Titelträgerin wieder aus dem Becken. Im Interview berichtet Martens, was ihr in den vergangenen vier Jahren widerfahren ist.

Frau Martens, warum hatten Sie ihre vielversprechende Schwimmkarriere vor vier Jahren unterbrochen?

Mona Martens: Neben dem Schwimmen habe ich immer schon sehr gerne Korbball gespielt. Um beide Sportarten intensiv zu betreiben und an Wettkämpfen teilzunehmen, fehlte mir schlicht und ergreifend die Zeit. Außerdem rückte das Abitur immer näher. Ich musste mich entscheiden und habe den Korbball dem Schwimmsport vorgezogen.

Was ist in der Zwischenzeit passiert?

Martens: Nach dem Abitur habe ich eine Lehre als Industriekauffrau bei Jacobs/Kraft Foods in Bremen-Hemelingen begonnen. Die Prüfung habe ich vor kurzem bestanden. Die Firma hat mich übernommen und mit mir einen Arbeitsvertrag für das nächste halbe Jahr abgeschlossen. Ansonsten habe ich weiterhin Korbball gespielt.

Waren Sie als Schwimmerin wirklich gar nicht mehr aktiv?

Martens: Nein, zunächst ganz und gar nicht. Erst seit dem vergangenen Sommer gehe ich wieder regelmäßig schwimmen. Unter der Leitung von Holger Eickhoff trainiere ich am Wochenende mit einigen Wasserballern und aktiven Schwimmsportlern wie zum Beispiel Ole Landsberg oder Hakon Straßheim in Bassum oder Syke.

Gibt es einen besonderen Grund dafür, dass Sie zum Schwimmsport zurückgefunden haben?

Martens: Es hat mich all die Jahre über ziemlich geärgert, dass es mir bis zum damaligen Ende meiner Schwimmkarriere nicht gelungen war, die 100 Meter Freistil in weniger als einer Minute zu schwimmen. Diesen Ehrgeiz habe ich heute noch. Ich dachte mir, dass ich dieses Ziel nie erreichen werde wenn nicht jetzt, wo ich noch einigermaßen jung und fit bin. Deshalb schwimme ich wieder und möchte auch weiterhin dabei bleiben.

Wie nah sind Sie der Minute denn bis 2009 schon gekommen?

Martens: Meine beste Zeit habe ich bei den Bezirkssprintmeisterschaften im September 2008 in Hannover erzielt. Damals bin ich 1:01,62 Minuten geschwommen.

Und jetzt bei den Kreismeisterschaften haben Sie die ominösen 60 Sekunden wieder attackiert.

Martens: Ja. Ich bin Kreismeisterin in 1:02,76 Minuten geworden. Ich bin jetzt also um mehr als eine Sekunde langsamer. Aber ich will nicht aufgeben und weiter trainieren.

Hat sich im Schwimmsport gegenüber 2009 etwas verändert?

Martens: Ja, man kennt niemanden mehr. Fast alle „Großen“ oder „Alten“ sind weg.

Aber Konkurrenten für Sie sind trotzdem noch da?

Martens: Oh ja. Es gibt einige sehr gute Nachrückerinnen. Ina Hartmann vom Grafen-Schwimmteam zum Beispiel ist in der letzten Zeit sehr schnell geworden. Vielleicht kehrt auch Hanne Brüning wieder zum Schwimmsport auf Kreisebene zurück.

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