Mohrmann, der Matchwinner

Sulingens Shooter trifft neunmal beim wichtigen 31:30 über Bookholzberg

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Da ist er wieder! Jan Mohrmann (am Ball) traf am Samstagabend für den TuS Sulingen neunmal ins Schwarze – obwohl er noch längst nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

Sulingen - Seit sechs Wochen sehen die Verbandsliga-Handballer des TuS Sulingen ihren Kollegen Jan Mohrmann nur sporadisch. Mandelentzündung und Pfeiffersches Drüsenfieber haben den Rückraum-Shooter einiges an Substanz gekostet. Doch am Samstagabend tauchte er wieder auf – und wie!

Nach einem Kurzauftritt im ersten Durchgang des so wichtigen Heimspiels gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg lief Mohrmann in Minute 39 erneut auf, verkürzte zum 19:21 (40.) und warf danach vier weitere Treffer in Folge zum 23:21 (47.). „Das war absolut die Schüsselphase des Spiels“, unterstrich sein Trainer Hartmut Engelke: „Ich bin froh, dass Jan mir am Tag zuvor zugesagt hat“, lobte er nach dem 31:30 (14:15)-Sieg seines abstiegsbedrohten Tabellenzehnten den Willen des neunfachen Torschützen.

Zudem freute er sich, „dass wir es wenigstens in den letzten zehn Sekunden geschafft haben, unseren Kasten sauber zu halten“. Denn die 59 Minuten zuvor bekamen die gut 200 Zuschauer ein munteres Scheibenschießen mit permanentem Rauf und Runter zu sehen. „So etwas ist der absoluten Nervosität auf beiden Seiten geschuldet. Beide Mannschaften können es in der Abwehr besser“, wusste Engelke.

Zudem bemängelte er neben den drei vergebenen Siebenmetern die hohe Fehlerquote seiner Männer – vor allem zu Beginn: „Im Ballvortrag haben wir uns Fehlpässe geleistet oder zu hastig abgeschlossen – das war gar nichts.“ So geriet der TuS früh über 1:2 (2.), 2:4 (6.) und 3:7 (11.) ins Hintertreffen, arbeitete sich bis zur 20. Minute aber durch den zweiten von fünf Treffern des auffälligen Linksaußen Julian Wilkens auf 9:9 heran. Mohrmann sorgte beim 13:12 (25.) für die erste Führung. „Dass wir aber mit einem Rückstand in die Pause gehen, ärgert mich“, gestand Engelke: „Das waren zu viele Gegentore nach Ballverlusten.“

In den zweiten Durchgang starteten die Hausherren ebenfalls mäßig (14:17/33.), ehe der Rückraum-Rechte Björn Meyer, Jan Scharf und der ebenfalls starke Marco Krause auf 17:17 stellten. Es folgte Mohrmanns Serie mit einem Siebenmeter und vier Feldtoren. Doch es blieb spannend. Fünf Sekunden vor Schluss moserten die Bookholzberger über ein Stürmerfoul gegen sich, so dass der TuS den Sieg über die Zeit rettete. 

ck

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