HSG Barnstorf/Diepholz reist zum TSV Bremervörde / Andreßen kehrt zurück

Mohrlands Gefährten wollen sich für Strapazen belohnen

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Tomas Lenkevicius war zuletzt das Prunkstück in der Hintermannschaft der HSG Barnstorf/Diepholz. ·

Kreis-Diepholz - BARNSTORF/DIEPHOLZ · Das Ziel der langen Oberliga-Reise ist in Sichtweite: Noch vier Partien, dann hat die Saison 2013/14 für Mario Mohrland und seine Gefährten ein Ende. Seitdem die Handballer der HSG Barnstorf/Diepholz vor acht Monaten die Vorbereitung für die mühsame Strecke starteten, sehen sie sich jede Woche mindestens vier Mal beim Training und am Wochenende bei den Spielen. Kleine Lagerkoller inbegriffen. Jetzt soll die Krönung des Projekts folgen: die Weiterreise in die 3. Liga.

„Man merkt die Strapazen der langen Saison“, so HSG-Trainer Mohrland, „aber wir haben jetzt so viel geschuftet, dass wir uns unbedingt belohnen wollen.“ Dafür ist ein Erfolg beim TSV Bremervörde (Sonntag, 17.00 Uhr) Pflicht. Die Gastgeber verloren zuletzt mit 29:31 bei der TSG Hatten/Sandkrug. Die Bremervörder mussten damit abreißen lassen, so dass Barnstorf/Diepholz (35), Bissendorf-Holte (34, ein Spiel weniger) und Achim/Baden (31, zwei weniger) zu dritt Richtung Oberliga-Gipfel stürmen. Ein Drahtseil ohne zweiten Boden – jeder Strauchler würde das Trio sprengen.

Gerade die HSG muss am Sonntag höllisch aufpassen, denn Bremervörde besitzt das Potenzial, zum Stolperstein zu werden. Mittelmann Adnan Salkic (162 Tore), Kreisläufer Markus Hölling (113) sowie der Halbrechte Timo Meyn (78) bilden die Speerspitze der besten Offensive der Liga. Mohrland weiß das, hatte schon beim 34:23-Hinspielsieg die richtigen Antworten parat: „Salkic ist ganz klar die Schaltzentrale. Wir müssen es schaffen, ihn aus dem Spiel zu nehmen.“ Hier kommt HSG-Abwehrchef Tomas Lenkevicius ins Spiel. Der Routinier zeigte zuletzt eine überragende Präsenz, scheint sich zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Aufstiegsrennen aufzuschwingen. „Es ist faszinierend“, sagt Mohrland, „wie Tomas sich einbringt. Er ist ohne Wenn und Aber ein Schlüsselspieler.“

Die Reaktivierung des Litauers sowie die Verpflichtung des Rumänen Raul-Lucian Ferent scheinen als Frischzellenkur beim „HSG-Stamm“ gewirkt zu haben. Denn die lange Saison hat Spuren hinterlassen. „Es gibt Punkte“, sagt Mohrland, „wo man sich nicht so gerne aufs Fell schaut. Da gibt es dann schon mal Rangeleien im Training. Aber das ist normal. Insgesamt ist bei uns die Gemeinschaft wahrscheinlich deutlich besser als bei anderen.“

Zum guten Klima zuträglich ist ebenfalls, dass Mohrland in den Partien zuletzt häufiger mal durchwechseln konnte. „Unsere Bank konnte dabei durchweg überzeugen“, freut sich der 37-jährige Mohrland, der in der neuen Saison in Matthias Andreßen einen Rückraumrechten bekommt. Der Linkshänder spielt derzeit noch beim Ligakonkurrenten TV Cloppenburg, war zuvor aber schon bei der HSG aktiv. „Das Jahr hat ihn reifen lassen“, sagt der Coach, „er muss aber noch an seiner Körperlichkeit arbeiten.“ Andreßen sieht es ähnlich: „Es war in Cloppenburg eine andere Welt, in der ich lernen konnte, mich durchzubeißen.“ Nun freue er sich, wieder in der Heimat mit seinen „Freunden“ spielen zu können.

Jetzt müssen sich aber seine neuen, alten Kollegen durchbeißen. Mit voller Truppenstärke fährt die HSG-Reisegesellschaft ins Elbe-Weser-Dreieck, um die viertletzte Etappe der langen Odyssee erfolgreich zu meistern. · wie

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