HSG Barnstorf/Diepholz erwartet heute Oberliga-Schlusslicht VfL Fredenbeck II

Mohrland zum Titelrennen: „Die Ausgangsposition ist gut“

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Hat sich nach der schwachen Vorstellung in Fredenbeck für heute Abend im Rückspiel einiges vorgenommen: Linkshänder Arunas Srederis (l.) vom Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz. Der Litauer traf bislang 119 Mal ins Schwarze. ·

Barnstorf - Die HSG Barnstorf/Diepholz hat im Kampf um die Meisterschaft in der Handball-Oberliga alle Trümpfe in der Hand, kann sich mit drei Siegen den Titel sichern. „Die Ausgangsposition ist gut“, unterstreicht Barnstorfs Trainer Mario Mohrland. Heute erwartet der Spitzenreiter um 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle Schlusslicht VfL Fredenbeck II und sinnt auf Revanche für das 29:31 aus der Hinpartie.

„Wir haben mit den Fredenbeckern aus dem Hinspiel noch ein Hühnchen zu rupfen“, sagt Mario Mohrland, hebt aber auch warnend den Finger: „Unterschätzen dürfen wir die Fredenbecker nicht, denn sie bleiben eine Wundertüte und sind daher schwer einzuschätzen.“ Wenn die Gastgeber aber so konzentriert wie beim jüngsten 32:27 in Bremervörde zu Werke gehen, dann sollte eigentlich nichts anbrennen. Einen Ausrutscher dürfen sie sich im Titelrennen mit dem TV Bissendorf-Holte und der SG Achim-Baden (siehe Restprogramm oben) nicht erlauben, denn das würde das vorzeitige Aus bedeuten.

Seitdem die Barnstorfer im Meisterschaftsendspurt mit dem reaktivierten Abwehrchef Tomas Lenkevicius auflaufen, sind sie in der Deckung noch stabiler geworden. Außerdem reißt der 35-Jährige seine Mitspieler mit. „Tomas ist für uns eine Bereicherung“, lobt Mario Mohrland den Litauer. Lenkevicius spielte zuletzt in Bremervörde für den verletzten Marius Kasmauskas im halblinken Rückraum. Das könnte auch heute wieder der Fall sein, denn der 34-Jährige schlägt sich weiter mit Rückenproblemen (Wirbelblockaden, Muskelverspannungen) herum. Ob Marius Kasmauskas mitwirken kann, entscheidet sich kurzfristig. Ansonsten sollten alle anderen Akteure an Bord sein.

In Fredenbeck bot der Meisterschaftsanwärter eine schwache Leistung. „Da kam zu wenig. Wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert“, meint Mohrland rückblickend. Einen schlechten Tag hatte beispielsweise Arunas Srederis erwischt. Der Leistungsträger, mit 119 Treffern bester Werfer beim Primus, brachte es nur auf ein mickriges Tor. Mohrland nimmt nicht nur den Linkshänder in die Pflicht: „Ich will eine kämpferische Verbesserung von der ganzen Mannschaft sehen. Außerdem erwarte ich, dass wir unseren Handball zeigen, der uns stark gemacht hat.“

Aus einer aggressiv arbeitenden 3:2:1-Abwehr wollen die Barnstorfer heute Abend schnell nach vorn spielen und über den Tempogegenstoß zu einfachen Toren kommen. Da im Titel-Dreikampf auch das Torverhältnis eine Rolle spielt, will die HSG möglichst hoch gewinnen. Aufpassen müssen die Hausherren besonders auf Mittelmann Clemens Stangneth, der in der Hinbegegnung achtmal traf.

Ob das Trainergespann Mario Mohrland/Denis Maksimovich in der Serie 2014/2015 weitermacht, steht noch nicht fest. Der 37-jährige HSG-Coach verriet nur so viel: „Wir sind noch in Gesprächen, aber beide Seiten sind nicht abgeneigt.“ · mbo

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