Mohrland, Schwenker und Kießlich verabschieden sich von HSG Barnstorf/Diepholz

Applaus für drei ganz Große

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Erinnerungsfoto mit Maskottchen: Mario Mohrland (r.) und Maik Kießlich (l.) bekamen Präsente von Kapitän Martin Golenia.

Diepholz - Von Cord Krüger. Einer seiner letzten Wege führte Mario Mohrland am Samstagabend zu Maik Schwenker. „Super-Mario“, wie die Fans ihn riefen, war zuvor als Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz verabschiedet worden, „Malle“ als jahrelanger Stamm- und späterer Aushilfskeeper. „Danke, dass du immer da warst, wenn wir dich gebraucht haben“, sagte Mohrland zu Schwenker. „Kein Problem – immer gern“, entgegnete der verspätete eingetroffene Vollblut-Handballer.

Schwenker hatte den großen Applaus für ihn in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle nicht mitbekommen, weil er zeitgleich mit der Zweiten im Einsatz war – als Feldspieler, wie er es schon früher öfter mal musste – für die HSG und zwischendurch für den TuS Wagenfeld, wo der Diepholzer einige Jahre verbracht hatte. „Immer im Einsatz – so ist er halt“, kommentierte Hallensprecher Rolf Ludewig seine Abwesenheit. Später eilte „Malle“ in die Mühlenkamp-Halle, um Mohrland bei dessen letztem Heimspiel als Zuschauer zu unterstützen.

Wie Schwenker war auch Maik Kießlich schon mal aus der Ersten verabschiedet worden – 2009 nach neun Spielzeiten. Allerdings blieb er dem Club erhalten – als Trainer verschiedener HSG-Mannschaften und „gefürchteter Außenspieler der Dritten“, so Ludewig. In Zeiten personeller Engpässe zwischen den Pfosten sprang Kießlich allerdings wieder in die Bresche. Doch nun, mit 42 Jahren, soll Schluss sein. Die Mannschaft dankte ihm mit mehreren Präsenten – unter anderem einem T-Shirt, auf dem der Titel „Handball-Rentner“ prangt.

Auch Mohrland bekam natürlich unter dem Jubel der Zuschauer ein Geschenk von HSG-Mannschaftskapitän Martin Golenia überreicht. Hallensprecher Ludewig zeichnete den Weg des Mannes nach, der – anfangs noch beim MTV Barnstorf – alle Jugendmannschaften durchlaufen hatte. Später zog es den Torhüter zu den höherklassigen Clubs GWD Minden, ATSV Habenhausen, TSV Bremervörde und VfL Fredenbeck, „doch im Jahr 2002 hat sich Mario auf seine handballerischen Wurzeln besonnen und den Weg zurück zur HSG gefunden. Hier war er über Jahre ein absoluter Rückhalt im Tor unserer Ersten in der Regionalliga, 3. Liga und Oberliga“, lobte Ludewig.

Dort vollzog sich auch der gleitende Übergang vom Schlussmann zum Coach, weil der Keeper schon im Trainerstab mitgearbeitet hatte. In der Vorsaison trat der Barnstorfer schließlich das Erbe von Chefcoach Heiner Thiemann an und verfehlte nur knapp den Drittliga-Aufstieg. „Und wie geht es in dieser Saison aus?“, fragte Ludewig. Mal sehen. Aber einer wie der ehrgeizige Mario Mohrland dürfte alles daran setzen, mit einem Titel tschüss zu sagen.

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