Die Phyllis-Rüsenberg-Show

Mörsen geht im Damenfinale in Führung, doch Barrien verlässt sich auf seine Stürmerin

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Das 1:1 für Barrien: (v.l.) Maren Wehrhahn, Mörsens Karen Rußmann, Torfrau Lale Kuhangel und Katharina Küpker (r.) kommen nicht an den Ball. Der landet stattdessen auf dem Kopf von Laura Steding (3.v.l.) und danach im Netz. ·

Martfeld - Von Philip KaluzaDie Damen des TSV Barrien haben das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg perfekt gemacht und in einem nur in der ersten Halbzeit ausgeglichenen Kreispokal-Endspiel die SG Mörsen-Scharrendorf mit 5:1 (2:1) bezwungen.

Mitten in der jubelnden, hüpfenden Spielerinnentraube gab Trainer Jörg Schultze nach dem Triumph die Richtung für die weitere Abendplanung vor: „Jetzt fahren wir zurück nach Barrien, und dort lassen wir es krachen.“

Schon vor der Partie hatten die Barrierinnen alles für eine große Sause vorbereitet. Viele Spielerinnen liefen mit Strähnen im Vereinsblau im Haar auf – und nur Sekunden nach dem Abpfiff zeigte sich die Mannschaft in ihren neuen Shirts mit der großen Aufschrift „Double“.

Während des Spiels ließ sich Mörsen vor allem im ersten Durchgang aber nicht von Barrien beeindrucken, und es sah fast so aus, als füllten sie die Rolle des Spielverderbers perfekt aus. Im Tor vereitelte Lale Kuh angel einige Gelegenheiten des TSV in großartiger Manier, und nach vorne liefen immer wieder gefährliche Konter über Laura Nobis, Kim Martens und Jasmin Hake. Ein klasse Spielzug führte dann zum 1:0 für Mörsen: Nobis spielte einen Traumpass in die Schnittstelle der Barrier Abwehr, und Martens vollstreckte mit einem schönen Schuss ins lange Eck (30.). Barrien war nun gefordert und drehte langsam aber sicher auf. In der 36. Spielminute landete ein Eckball von Shari Sallah etwas glücklich vor den Füßen von Laura Steding, die nur noch einzuschieben brauchte – der Ausgleich. Nur drei Zeigerumdrehungen später schritt erneut Sallah an den Eckkreis, und dieses Mal zirkelte sie den Ball direkt in die Maschen. Ein Traumtor und gleichzeitig der Genickschlag für Mörsen, wie Trainer Heiko Huntemann einräumte: „Dadurch haben wir den Mut verloren.“

In der Tat wurde die zweite Hälfte eine einseitige Sache. Im Grunde genommen war es eine einzige Phyllis-Rüsenberg-Show. Zunächst verwandelte die Barrier Angreiferin nach einem langen Ball (51.), kurz darauf überlistete sie Kuhangel mit einem Schuss ins kurze Eck (58.) und zu guter Letzt veredelte sie einen Traumpass von Sallah zum 5:1 (76.), ehe sie unter dem Applaus der Zuschauer ausgewechselt wurde.

Die Schlussworte gebührten Mörsens scheidendem Trainer Huntemann: „Es war ein tolles Spiel mit einem verdienten Sieger. Auch wir hatten mit dem Finaleinzug bereits gewonnen. Ich möchte mich bei den Mädels und dem gesamten Trainerstab für die tolle Saison bedanken.“

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