Bockhorn überragt

Kreisliga: Mörsen demütigt Lahausen

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Mörsens Storven Bockhorn (li.) war der überragende Mann auf dem Platz. Hier lässt er Lahausens Bastian Böttjer stehen.

Mörsen - Von Jörg Beese. Es gehört schon eine gewisse Größe dazu, sich als Trainer nach einer 1:7-Niederlage in einem vermeintlichen Topspiel den Fragen der anwesenden Berichterstatter zu stellen.

Nach dem 1:7 (1:2)-Debakel des TSV Lahausen beim Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga, dem SV Mörsen-Scharrendorf, hatte Lahausens Trainer Thorsten Eppler diese Größe und redete nicht lange um den heißen Brei herum. „So darf man sich nicht präsentieren, die letzten 25 Minuten waren nur noch peinlich“, wetterte der TSV-Coach. Sein Gegenüber Friedhelm Famulla war kurz vor dem Antritt seines Urlaubs hingegen bester Laune. „Das haben wir nachher natürlich sehr gut ausgespielt“, so Famulla.

Doch so merkwürdig es sich nach einem 1:7 auch anhören mag, in der Nachbetrachtung des Spiels waren sich beide Trainer in einem Punkt einig. „Wenn Lahausen das 2:0 nachlegt, dann geht dieses Spiel ganz anders aus“, so der SVMS-Übungsleiter weiter. Und damit spielte er natürlich auf die ersten 30 Minuten an, in denen so gar nichts danach aussah, als würde Mörsen zu diesem Kantersieg kommen. Die Gäste waren nämlich hellwach und „hungrig“, wie es Mörsens überragender Spielmacher Storven Bockhorn nach Spielende beschrieb. Die Hausherren agierten hingegen wie ein „satter Tabellenführer“ (O-Ton Bockhorn). Völlig verdient war daher die Führung nach einem schulmäßigen Konter durch Christian-Paul Wiesner (7.). Anschließend vergaben erst Kevin Gibek (16./knapp drüber) und vor allem Bastian Böttjer (18./ knapp vorbei) die Riesenchancen zum 2:0. Mörsen hatte bis dato allenfalls Halbchancen, doch das änderte sich ab der 30. Minute. Ein genialer Pass von Bockhorn auf Christian Horstmann narrte die gesamte TSV-Hintermannschaft, Horstmann legte quer auf Serdar Uludasdemir, und der musste nur noch ins leere Tor einschieben (37.). Zwei Minuten später schlief die gesamte Lahauser Deckung bei einem Einwurf. Dieser landete bei Uludasdemir, der nach einer kurzen Drehung ins kurze Ecke zum 2:1 traf.

Was nach der Pause folgte, war eine Lektion in Sachen Bestrafung katastrophalen Defensivverhaltens. Nach herrlichem Pass von Mirsad Stublla war Horstmanns 3:1 bereits die Vorentscheidung (49.). Es folgten weitere leichte Mörsener Treffer durch Bockhorn (60./86.), Uludasdemir (68.) sowie Christoph Harms (80.). Auf der Gegenseite vergab Lahausen zwei Hochkaräter. „Drei Gegentore durch die zentrale Schnittstelle und drei Gegentore nach Einwürfen – das sagt doch alles“, so Eppler.

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