Perspektive fehlt

Möller legt Traineramt bei HSG Wagenfeld/Wetschen nieder

Klare Anweisungen beim Team-Time-Out: Trainer Matthias Möller (M.) gibt immer alles.

Wagenfeld - Von Matthias Borchardt. Zwei Spieltage vor Saisonschluss haben die Landesklassen-Handballer der HSG Wagenfeld/Wetschen als Tabellenzweiter berechtigte Hoffnungen, die Aufstiegsspiele zur Landesliga zu erlangen. „Ich will auf alle Fälle die bestmögliche Platzierung erreichen und natürlich Zweiter bleiben“, unterstreicht Wagenfelds ehrgeiziger Trainer Matthias Möller.

Mit den Planungen für die Saison 2019/2020 beschäftigt sich der 56-Jährige nicht mehr. Den Grund liefert er selbst: „Ich steige nach vier Serien aus. Mir fehlt die Perspektive.“

Der in Rahden-Kleinendorf wohnende Möller zieht sich nach 36 Jahren als Übungsleiter komplett vom Handball zurück, er legt beim TuS Nettelstedt nach vierjähriger Tätigkeit auch das Amt des sportlichen Leiters nieder. Davor hatte der Vater einer Tochter als Herren-Coach des TuS Nettelstedt II mit der Mannschaft die Aufstiege in die Bezirks- und Landesliga gefeiert. Aktuell spielt die Zweite in der Verbandsliga, steigt allerdings nach mehreren Trainer-Wechseln ab.

Friedhelm Fehner, Handball-Spartenleiter beim TuS Wagenfeld, will sich mit seinen Vorstandsmitgliedern bald beraten: „Wir suchen einen neuen Trainer. Allerdings wissen wir noch nicht, ob wir eine oder zwei Herrenmannschaften melden werden. Wir setzen uns jetzt zusammen und beraten, wie es weitergeht.“

Kann Möller sich seine Freizeit ohne Handball überhaupt vorstellen? „Ja, ich habe keinen Terminzwang mehr, kann mehr für mich machen“, sagt der Kreisamtsinspektor, der im Sommer gern mit dem Motorrad fährt und Kurzurlaube mit seiner Ehefrau Gitte unternimmt. Im Winter bastelt er mit Freunden an der Modelleisenbahn. Die Zeit mit seinem Sport hat ihm viel gegeben: „Ich habe viele Freunde kennengelernt.“

Zurück zu den letzten zwei Partien: Neben der HSG Wagenfeld/Wetschen (27:13 Punkte) kommt noch die SG Teuto Handball (25:15 Zähler) für den zweiten Platz infrage. Sollten beide Teams am Ende punktgleich sein, dann zählt der direkte Vergleich. Hier hat die SG Teuto Handball die Nase vorn (auswärts 22:32 verloren, daheim 39:27 gewonnen). 

Die Wagenfelder bereiten sich jetzt erst einmal auf die schwere Auswärtspartie am Sonnabend, 27. April, um 17 Uhr bei Meister TV Georgsmarienhütte vor. „Matze“ Möller hofft, dass er dann wieder auf Leistungsträger Dennis Westermann zurückgreifen kann. Der Kapitän fehlte beim jüngsten 25:23-Arbeitssieg über die HSG Haselünne/Herzlake wegen akuten Achillessehnen-Problemen. Zum Meisterschaftsausklang erwartet der Tabellenzweite am Sonnabend, 4. Mai, um 18 Uhr Schlusslicht FC Schüttorf 09 II.

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