HSG Mittelweser und HSG Phoenix II steigen ab

Haake: „Wir waren völlig von den Socken“

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Bitter: Trainer Uwe Haake ist mit der HSG Mittelweser doch noch abgestiegen.

Syke - Das ist eine ganz bittere Nachricht: Die Handballerinnen der HSG Phoenix II und der HSG Mittelweser, die eigentlich fest vom Klassenerhalt in der Kreisoberliga ausgegangen waren, müssen nun doch in die Regionsliga absteigen.

Das wurde ihnen mit einem Schreiben vom Verband, das die Abschlusstabelle mit den als Absteiger gekennzeichneten Teams beinhaltete, mitgeteilt. „Wir waren völlig von den Socken. Das war ein Hammerschlag“, verrät Uwe Haake, Trainer des viertletzten HSG Mittelweser. Er bemängelt, dass in der Saison nicht kommuniziert wurde, wie viele Mannschaften den Gang in die Regionsliga antreten müssen. Nun sind es sogar insgesamt fünf. „Natürlich haben wir nachgefragt. Es hieß, dass die Kreisoberliga Nord für die nächste Spielzeit auf elf Vereine reduziert wird. Anscheinend soll es ab der Saison 2015/2016 eine eingleisige Kreisoberliga geben“, erklärt Haake.

Nach dem letzten Spieltag hatte er eine Mannschaftssitzung unter der Prämisse Klassenerhalt abgehalten. „Alle wollten an Bord bleiben. Die Nachricht über den Abstieg hat uns richtig geschockt. Aber ich hoffe, ich konnte die Mädels davon überzeugen, dass wir nicht sportlich, sondern am grünen Tisch abgestiegen sind. Somit hoffe ich, dass alle Spielerinnen bei uns bleiben“, wünscht sich Haake, der die nun aufgefüllte Regionsliga als sehr stark betrachtet. „Der Wiederaufstieg wird schwer“, befürchtet er.

Die Verantwortlichen der HSG Phoenix II, die die Saison auf dem fünftletzten Platz beendet hatten, waren ebenfalls geschockt. „Es ist traurig, dass wir vor oder während der Saison nichts Offizielles über die Abstiegsregelung gehört haben. Einspruch werden wir aber nicht einlegen. Das kostet nur unnötig Geld und bringt in diesem Fall keinen Erfolg“, weiß Steffen Mundt, der bei der HSG Phoenix für den Damenbereich zuständig ist. „Eine Welt ist für uns aber auch nicht zusammengebrochen. Mittlerweile haben wir uns mit dem Abstieg abgefunden. Wir schauen jetzt nur noch nach vorn“, bekräftigt Mundt.

Dank einer Neuausrichtung soll die HSG Phoenix II noch leistungsorientierter ausgerichtet werden und weiterhin als Talentschmiede für das Landesligateam dienen. Ob so bereits in der neuen Saison der Wiederaufstieg in die Kreisoberliga gefeiert werden kann, bleibt abzuwarten.an

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