28-Jähriger strahlt vor der Partie beim SV Meppen eine „große Sicherheit“ aus

Koc als Mittelstürmer? So langsam läuft‘s rund

„Gerade das will der Trainer nicht sehen“, sagt Mehmet Koc (li.) – meint aber nicht seine dynamischen Antritte, sondern seinen Drang, auf die Flügel auszuweichen.

Kreis-Diepholz - REHDEN (ahe) · 16 500 Zuschauer finden Platz im Stadion des SV Meppen. Mit „2 000 bis 3 000“ rechnet Uwe Brunn, wenn der BSV Rehden morgen Abend (19.30 Uhr) zum Flutlichtspiel bei den Emsländern antritt. „Was kann es Schöneres geben?“, fragt der BSV-Coach – und gibt die Antwort gleich selbst: „Nix. Wir haben neun Punkte, Meppen vier. Herrlich.“ Das sehen die Spieler des Fußball-Oberligisten offensichtlich ähnlich. „Sie sind in Aufbruchstimmung“, schildert Brunn seine Trainingseindrücke.

„Die Jungs werden doch auch darauf angesprochen, dass sie Tabellenführer sind. Das wollen sie bleiben und nicht 0:3 in Meppen verlieren – sondern eher 3:0 gewinnen.“ Forsche Töne des 42-Jährigen, der allerdings schnell wieder zurückrudert: „Ich habe großen Respekt vor dem SVM. Wenn es zu einem harten Schlagabtausch kommt, werde ich nicht vor Wut platzen, falls wir nur einen Punkt mit nach Hause nehmen.“ Auch im Pokalkrimi Anfang August stand es zwischen beiden Mannschaften nach 90 Minuten 1:1, erst im Elfmeterschießen setzte sich der BSV durch. „Damals sind wir gegen das Bollwerk nicht angekommen. Aber jetzt sind wir in einem gewissen Rhythmus und hoffentlich weiter“, sieht Brunn sein Team gut vorbereitet.

Dass die Rehdener wieder auf einen ähnlich destruktiven Gegner treffen, will ihr Trainer nicht ausschließen: „Das ist die generelle Ausrichtung meines Kollegen Johann Lünemann. Ich bin ja nicht so der Maurermeister.“ Auf Kurzpässe und ein funktionierendes Flügelspiel ist der ehemalige Torwart aus. Das dürfte auch in Meppen das Konzept sein, um die Defensive des Tabellensiebten aus den Angeln zu heben.

Im Abschluss setzt Brunn seine Hoffnungen in einen gut aufgelegten Mehmet Koc, zuletzt Doppeltorschütze. „Er wird spielen, wenn er im Training nicht noch einem anderen Spieler auf die Schnauze haut“, meint der Coach nicht ganz ernst. Koc beginnt also – und fühlt sich in seiner Rolle als Mittelstürmer zunehmend wohl: „Wenn ich nicht so ins Spiel komme, bin ich der Typ, der sich auch mal fallen lässt, um an Bälle zu kommen. Aber gerade das will der Trainer nicht sehen. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Denn beim VfB Oldenburg habe ich vier Jahre lang als Außenstürmer gespielt.“ Nach einem Jahr in Rehden hat er die Philosophie Brunns verinnerlicht. „Wir brauchen ihn vorne drin. Sonst stehen wir uns auf den Außenbahnen auf den Füßen“, sagt der Übungsleiter, der eine „große Sicherheit“ im Spiel seines Stürmers ausgemacht hat.

▪ Burgardts Knöchel

▪ verhindert Einsatz

Auf die Geduld von Koc setzt Brunn ebenso wie auf einen erneut starken Sebastian Lodter in der Innenverteidigung: „Mit seinem guten Auge und dem Stellungsspiel ist er ein wichtiger Mann für uns.“ Und damit einer, der den Ausfall von Lars Schiersand nach wie vor kompensieren kann. Auch Manuel Meyer und Alexander Burgardt, der sich gegen Stade eine Bänder- und Kapselverletzung im Sprunggelenk zugezogen hatte, werden „Stand jetzt“ (Brunn) nicht zum Einsatz kommen. Das gilt auch für den auf Studienfahrt weilenden David Pundt und Ersatztorwart Marcel Westerman, der vom Punktspiel der zweiten Mannschaft eine starke Mittelfußprellung mit nach Rehden brachte. Auf der Bank wird somit der A-Junioren-Rückhalt Tim Becker Platz nehmen.

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