TSV Heiligenrode gewinnt in Lechstedt 9:5

Mittelstädt reißt Ruder herum

Heiligenrodes Viktor Mittelstädt holte gegen Lechstedts Carlo Nöhren ein 0:2 auf und gewann noch mit 3:2. - Foto: Westermann
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Heiligenrodes Viktor Mittelstädt holte gegen Lechstedts Carlo Nöhren ein 0:2 auf und gewann noch mit 3:2.

Heiligenrode - Durchwachsenes Wochenende für den TSV Heiligenrode in der Tischtennis-Landesliga der Herren: Zwar setzten sich Spitzenspieler Andre Nieber und Co. mit 9:5 beim TTC Lechstedt durch, scheiterten dann aber einen Tag später im Spitzenspiel gegen den SV Teutonia Sorsum mit 4:9 und rutschten so auf Rang drei ab.

Abschreiben muss der TSV die Vizemeisterschaft laut Mannschaftsführer Andre Meyer allerdings noch nicht: „Die Aufstiegsrelegation ist unverändert möglich. Schließlich sind Sorsum, Pyrmont und wir punktgleich. Es bleibt also spannend.“

TTC Lechstedt - TSV Heiligenrode 5:9: „Das war eine gelungene Vorstellung von uns. In der Lechstedter Minihalle muss man erstmal gewinnen“, fiel das Fazit von Meyer durchweg positiv aus. Wie sollte es auch anders sein? Heiligenrode wirkte von Beginn an griffig und erkämpfte sich gleich eine wichtige 2:1-Doppelführung. Ein Vorsprung, den die Gäste nicht mehr abgeben sollten. Sicherlich auch deshalb, weil Heiligenrodes Nummer vier Viktor Mittelstädt beim Spielstand von 3:2 enorme Nervenstärke bewies und trotz eines 0:2-Satzrückstands noch über Carlo Nöhren triumphierte.

„Wenn Viktor verliert, kann das Match kippen. Es wäre der 3:3-Ausgleich gewesen, und danach ist Jens Oehlmann ja unglücklich an Dirk Baule gescheitert. Der Erfolg von Viktor war unser Schlüssel zum Sieg“, atmete Meyer tief durch.

Weiterer Knackpunkt der Partie: Beim Stand von 6:4 für Heiligenrode hätte Stefan Schulz fast zum ersten Mal gegen Lechstedts Nummer zwei Detlef Bettels verloren. Aber eben nur fast. Nach Abwehr von vier Matchbällen jubelte „Schulle“ noch über ein episches 17:15 im fünften Satz und kassierte so ein Sonderlob von Meyer: „Bärenstark von Stefan. Er war schon mausetot und gewinnt noch.“ Wie nach der zweiten Pleite von Oehlmann auch Mittelstädt und Meyer, die endgültig alles klar machten.

TSV Heiligenrode - SV Teutonia Sorsum 4:9: „Ein Doppelspieltag tut uns alten Männern einfach nicht gut. Ich bin am Sonntag kaum aus dem Bett gekommen“, sparte TSV-Kapitän Meyer nach dem herben Rückschlag im Aufstiegskampf nicht mit Selbstironie. Doch irgendwie stimmte seine Selbsteinschätzung schon. Anders als am Vortag wirkte Heiligenrode alles andere als taufrisch und leistete sich gleich einen kapitalen 1:4-Fehlstart. Der allerdings sicherlich zu vermeiden gewesen wäre. Da aber Heiligenrodes Spitzendoppel Oehlmann/Mittelstädt sein drittes Spiel in Folge verlor und Nieber im Auftakteinzel einen Matchball gegen Sebastian Föckeler vergab, war für den TSV frühzeitig guter Rat teuer. „Die beiden Spiele hätten wir gebraucht. So war Lechstedt von Anfang an weg“, seufzte Meyer.

Meyer: „Natürlich geben wir nicht auf“

Und die Gäste ließen sich auch nicht mehr einholen. Zwar glänzte noch Oehlmann mit einer blütenweißen Einzelweste und Meyer mit einem Viersatzerfolg gegen Christof Schlemeier, doch mehr als Ergebniskosmetik stellten diese kleinen Lichtblicke nicht dar.

Entsprechend enttäuscht wirkte Meyer nach dem 4:9 im Landesliga-Hit: „Einen Punkt hätten wir im Kampf um Platz zwei eigentlich holen müssen. Jetzt hat Pyrmont wohl die besten Karten. Aber natürlich geben wir nicht auf.“ drö

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