Ilkilic und Tschongarow besonders gefordert / Sonntag Spiel der Enttäuschten

Mittelfeld und Angriff sind noch Sorgenkinder

Brinkums Kerem Ilkilic (am Ball) hat durchaus Spielmacher-Qualitäten, muss aber noch an seiner Fitness arbeiten. ·

Brinkum - Es ist das Spiel der Enttäuschten, das da am Sonntag um 14.00 Uhr am Brinkumer Brunnenweg zwischen den Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV und OSC Bremerhaven ausgetragen wird. Brinkum war zuletzt am Boden zerstört, weil dem Team ein sicher geglaubter Punkt bei Meister SV Werder III in letzter Minute mit dem 1:2 noch durch die Lappen ging. Die Bremerhavener erwischte es beim 0:7 auf eigenem Platz gegen den Tabellenzweiten Bremer SV noch sehr viel ärger.

Dementsprechend fiel auch die Ansprache von Brinkums Coach Frank Thinius im ersten Training nach dem Werder-Match aus: „Ich habe den Jungs gesagt, das ich viele gute Ansätze gesehen habe und dass es dem OSC noch sehr viel schlechter geht.“ Wohl war. Die Olympischen waren mit dem Vorsatz in die Saison gegangen, bestes Bremerhavener Team zu bleiben. Davon ist der neue Trainer Kai Künning meilenweit entfernt. Sein Team rangiert auf Rang 13 (noch hinter Brinkum) – Erzrivale FC Bremerhaven grüßt von der Spitze.

„Aber das ist nur eine Randnotiz. Wir müssen auf uns schauen. Ich möchte mindestens 30 Punkte am Saisonende haben. Da müssen wir bis Weihnachten noch einiges holen“, sagt Thinius.

Wie schon bei Werder belässt es Thinius in der Abwehr vermutlich bei Libero Esin Demirkapi und den beiden Manndeckern Tom Witte und Marc Rässler. „Die Kette ist zwar nicht gestorben, aber aktuell kein Thema“, erklärt Thinius.

Größere Baustellen gilt es indes in Mittelfeld und Angriff zuzuschütten. „Thini“ hätte gern einen echten Spielmacher, hat ihn aber noch nicht gefunden. Kerem Ilkilic wäre ein Kandidat, muss allerdings noch an seiner Fitness arbeiten, um 90 Minuten auf hohem Niveau durchzustehen. Sehr gute Ansätze zeigte Rückkehrer Anil Morkan. „Er strahlt am Ball trotz seiner Jugend schon eine gewisse Ruhe aus. Das hat mir gefallen.“

Das mit der Fitness oder Schnelligkeit ist im Angriff für Andreas Tschongarow kein Thema. „Der strotzt geradezu vor Kraft und hängt die anderen Jungs bei Dauerläufen meilenweit ab“, weiß Thinius. Doch der Ex-Sulinger hat ein anderes Manko: Er setzt seine Kraft nicht effektiv genug ein, macht Wege zur vermeintlichen Balleroberung, die für die Katz’ sind, weil der Rest des Teams nicht mitpresst.

Zudem möchte Thinius seinem Team einimpfen, nicht ständig mit langen Bällen zu operieren. Thinius’ Konsequenz: „Im Training müssen die Leute, die die Bälle einfach lang nach vorn knallen, Liegestütze oder Kniebeugen machen.“

Die blieben zuletzt den verletzten Philipp und Julian Albrecht, Bastian Erlebach und Janek Piontek erspart. Fraglich ist zudem der Einsatz von Angreifer Hendrik Meyer. · töb

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