START IN DIE SAISON Jäger feiert gerne stilvoll – und empfiehlt Locations in Sulingen

Mit „Zigarre und Whiskey“

„Für Sascha“: Sulingens neuer Trainer Sascha Jäger zeigt die Autogramme, die er sich seinerzeit von Stefan Hasse, Claas Schütte und Michael Geisler (von links) geholt hat – alle waren Mitspieler (!) beim SC Twistringen. Schon ziemlich ungewöhnlich, findet Geisler (siehe Text rechts), der aber trotzdem gerne unterschrieb.
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„Für Sascha“: Sulingens neuer Trainer Sascha Jäger zeigt die Autogramme, die er sich seinerzeit von Stefan Hasse, Claas Schütte und Michael Geisler (von links) geholt hat – alle waren Mitspieler (!) beim SC Twistringen. Schon ziemlich ungewöhnlich, findet Geisler (siehe Text rechts), der aber trotzdem gerne unterschrieb.

Sulingen – Von Eingewöhnungszeit scheint Sascha Jäger noch nie etwas gehört zu haben. Der neue Trainer des FC Sulingen ist bereits voll da und freut sich, gemeinsam mit seinem Bezirksligisten in die Saison starten zu können, „ein Gefühl von gewohnter Normalität leben und ausleben zu können“. Unsicherheit zeigt Jäger lediglich in einem Punkt: Er weiß noch nicht, welche Mützenfarbe seine Fußballer bei ihm am Spielfeldrand am häufigsten bestaunen werden dürfen . . .

Die neue Saison

Mit welcher Stimmung gehen Sie nach monatelanger Corona-Zwangspause den Fußball-Neustart an?

Wir gehen, wie wahrscheinlich alle weiteren Teams auch, mit großer Vorfreude und in Hochstimmung in die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Ganz einfach schon, um trotz aller Vorkehrungen des Alltags ein Gefühl von gewohnter Normalität leben und ausleben zu können.

Worauf oder auf wen freuen Sie sich am meisten?

Natürlich ist der Reiz da, alte und neue Kollegen wiederzutreffen, gegen Ex-Vereine anzutreten. Aber am meisten freue ich mich persönlich auf das Gefühl, wieder am Platz zu stehen, die Atmosphäre, die Zuschauer, den Wettkampf zu erleben. Das ist das, was süchtig macht.

Welche war/ist die fieseste Übung in der Vorbereitung?

Wenn der Trainer das erste Mal selber Musik auflegt, dann geht’s an die Schmerzgrenze.

Wer aus Ihrem Team trifft zweistellig?

Marian Pingel.

Wer schafft die meisten Kopfballtore?

Marcel Biler macht mindestens vier Dinger.

Wer wird der Senkrechtstarter?

Christian Zerfowski und/oder Jonas Ruks.

Wer muss am meisten in die Mannschaftskasse zahlen – und wofür?

Lars Mesloh füllt die Kasse durch seine „Tunnel“ beim Kreisspiel nicht ganz freiwillig schon ganz enorm.

Wie oft spielt Ihr Torwart zu null?

Einmal weniger als er gern möchte.

Angenommen, Sie dürfen sich einen Spieler eines Liga-Konkurrenten aussuchen: Wen würden Sie nehmen? Und warum?

Üblicherweise sollte jetzt der Name Tobias Dickmann Erwähnung finden. Als Kopf einer Mannschaft auf dem Platz ist Tobi unschlagbar und ein Traum für jeden Trainer. Aber wenn ich nur einen Spieler nehmen dürfte, wäre das Lars Diedrichs – zufällig beide vom SV Heiligenfelde. Lars ist sportlich und menschlich absolut top und würde perfekt in unser familiäres Vereinsumfeld passen. Bleibt aber Wunschdenken . . .

Wer wird Vorrundenmeister – und wie lautet Ihr Saisonziel?

Unser vorrangiges Ziel ist erst einmal das Erreichen der Aufstiegs- bzw. Meisterrunde.

Die Mannschaft

Was darf an einem Spieltag auf keinen Fall bei euch fehlen? Bestimmte Rituale, besondere Glücksbringer?

Musik von DJ Benny und eine große Kiste mit Süßigkeiten.

Was ist in der Kabine verboten? Was passiert bei Verstößen?

Pyrotechnik und Rauchbomben – mindestens ein Jahr Balldienst, und dem Trainerteam das Essen servieren.

Welche ist die Lieblingslocation für Team-Abende/Siegesfeiern?

Kabine, Clubheim, „Hellas“, „Zum Schwarzen Ross“ – das Angebot in Sulingen genügt da komplett und ist zu empfehlen.

Welches Vereinslied wird im Mannschaftskreis am häufigsten gesungen?

Der Alper – Yildirim zu Levels von Avicii.

Welches Lied darf vor/nach Spielen in der Kabine nicht fehlen? Und wer ist der Kabinen-DJ?

DJ Skip Benny macht Musik. Da eh’ kein Lied ganz gespielt wird, gibt es auch kein besonderes.

Der Trainer

Wer war das Vorbild als Spieler? Wer ist das Vorbild als Trainer?

Poster hatte ich einige an der Wand hängen, aber Vorbild war da niemand so richtig davon. Ich hatte das Glück, in meiner aktiven Zeit beim SC Twistringen zur gleichen Zeit in einem Team zu sein mit lokalen Größen wie Claas Schütte, Michael Geisler und Stefan Hasse. Von den Dreien habe ich mir früher mal ein Autogramm geben lassen, was alle natürlich im ersten Moment widerwillig belächelt haben. Heute bin ich da ziemlich stolz drauf. Das waren Spieler, an denen man sich ausrichten konnte, und das eben nicht nur sportlich.

Als Trainer habe ich eine hohe Achtung vor der Arbeit von Herb Brooks, einem ehemaligen Eishockey-Trainer. Der hat mich inspiriert für meine heutige Ausrichtung als Trainer.

Welche Fan-Artikel Ihres Vereins besitzen Sie? Gibt es ein Lieblingsstück?

In meinem Besitz befindet sich bislang nur ein T-Shirt aus unserem Fanshop, aber im Trainerteam ist der Strampler für Pekka Norrenbrock der absolute Hit.

Welche Marotte haben Sie als Trainer?

Ich hab’ da so einen Tick mit Mützen. Mal sehen, welche Farbe am häufigsten getragen wird während der Saison.

Was muss passieren, damit Ihnen die Hutschnur reißt?

Kommt nicht vor. Falls doch irgendwann, wird es die Mannschaft in der Kabine auch merken, dass ich dann kurz meine Coolness verliere. Hat aber in einem vernünftigen Verhältnis zur Mannschaft nichts zu suchen.

Wenn wir unser Saisonziel erreichen . . .

. . .  werden wir als Trainer- und Funktionsteam die Saison ausnahmsweise bei Zigarre und Whiskey ausklingen lassen. Das Team wird dann länger frei bekommen.

Schlag auf Schlag: Welcher Sulinger Spieler ist ...

. . . ist der schnellste Spieler im Kader? FC „Turbo“ Julian Hartkamp.

. . . hat den härtesten Schuss? Markus Norrenbrock – da glühen unseren Torhütern ständig die Handschuhe.

. . . ist der Gute-Laune-Beauftragte? Ganz eindeutig Viktor Gense. Genialer Typ!

. . . hat den außergewöhnlichsten Spitznamen? Woher kommt er? Wie auch immer Janis Ehlers zu „Sid“ gekommen ist. Denke, das ist der ungewöhnlichste Spitzname, der auch etwas für die Öffentlichkeit ist.

. . . braucht vor und nach Spielen am längsten in der Kabine? Jens Grunert ist einige Zeit nicht mehr dabei, sein Spiegelbild schimmert aber heute noch durch . . .

. . . hat den ungewöhnlichsten Lieblingsclub? Und das skurrilste Idol? Wir haben zwar unerklärlicherweise ein paar Schalke-Anhänger unter uns, aber Martin Roughleys Wigan Athletic FC-Treue schlägt niemand.

. . . ist die größte Sportskanone? Auch hier ganz klar Martin Roughley. Gibt nichts, was er nicht kann. . . . hat den aufregendsten Job? Und das schrägste Hobby? Julian Hartkamp: Treckerfahren, Kühe einfangen, Einbrecher verscheuchen, Häuser aus Stroh bauen und vieles mehr.

. . . ist der musikalischste? Marcel Biler spielt Gitarre, Bass und etwas Keyboard.

. . . ist am aktivsten in den Sozialen Medien? Bennet Lüdecke ist unser Instagram-Star.

Meyer ist der „Königstransfer“

Sulingen – Die Vorfreude ist Sascha Jäger in jeder Sekunde anzumerken. Nicht nur darauf, endlich wieder an der Seitenlinie zu stehen. Sondern auch, sein neues Team erstmals in einem Pflichtspiel coachen zu dürfen. Denn er ist „total begeistert von meiner Mannschaft“, wie auch „vom ganzen Verein“.

Perfekte Voraussetzungen also für einen optimalen Saisonstart – auch wenn die Vorbereitung (unter anderem Corona-bedingt) natürlich nicht optimal verlaufen konnte und kann. Jäger habe schlicht die Zeit gefehlt, selbst viele neue Ideen einzubauen. Doch das ist gar nicht so schlimm, schließlich übernahm er eine funktionierende, „tolle Mannschaft“. Das vorrangige Ziel sei nun erst einmal, „die gewohnten Abläufe“ wiederzufinden, „Kompaktheit auf den Platz“ zu bringen.

Dabei helfen sollen auch ein paar Neuzugange, vor allem Konstantin Meyer, der vom Stadtrivalen TuS Sulingen zum FC wechselte. „Er ist der absolute Königstransfer“, betont sein Trainer und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Ich hoffe, er kann damit umgehen, wenn so etwas über ihn in der Zeitung steht.“ Jäger hat die Worte natürlich nicht grundlos gewählt, Meyer, der für das defensive Mittelfeld und die Innenverteidigung eingeplant ist, sei ein „zentraler Baustein unserer Struktur. Er bringt alles mit: Disziplin, Entschlossenheit, Teamgeist, auch die persönliche Komponente. Wir haben mit ihm einen Anführer mehr auf dem Platz.“

Bennet Könker ging im Sommer den gleichen Weg wie Meyer. „Er ist bissig, schnell, zweikampfstark und in der Abwehr vielseitig einsetzbar“, zählt Jäger die Vorzüge des Neuen auf. Dazu verstärken noch die beiden Offensivspieler Christian Zerfowski (TSV Wechold-Magelsen) und Marcel Biler (kam bereits im Winter von der STK Eilvese) den Sulinger Kader. „Chrstian begeistert in jeder Einheit“, berichtet der FC-Trainer, „und von Marcel verspreche ich mir durch seine Erfahrung einiges.“  fs

Stenogramm

Zugänge: Konstantin Meyer, Bennet Könker (beide TuS Sulingen), Christian Zerfowski (TSV Wechold-Magelsen), Marcel Biler (STK Eilvese/bereits im Winter).

Abgänge: Richard Fiterer (Trainer SC Marklohe), Jonas Mesloh, Christian Stechmann (beide eigene 2. Herren), Mewan Dal (eigene 4. Herren).

Restkader: Patrick Kühn, Tobias Plümer - Julian Hartkamp, Bjarne Meyer, Viktor Gense, Alper Yildirim, Jonas Ruks, Martin Roughley, Patrick Rascheja, Lars Mesloh, Marian Pingel, Bennet Lüdecke, Niklas Hoffmann, Janis Ehlers, Mathis Reichert, Benjamin Barth, Jonas Finke.

Trainer: Sascha Jäger (36); im ersten Jahr.

Co-Trainer: Markus Norrenbrock (39); im fünften Jahr.

Saisonziel: Qualifikation zur Meisterrunde.

Mitfavoriten: SV Brigitta Steimbke, TuS Lemförde.

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