44. Stuhrer Silvesterlauf: Buchwald rechnet mit 200 Startern / Sebrantke freut sich auf Wittmershaus

„Mit Schwarzer Null schon zufrieden“

Mit einem solchen Gedränge wie vor zwei Jahren ist in Fahrenhorst nicht zu rechnen. Aber dennoch werden am Freitag etwa 200 Teilnehmer erwartet.
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Mit einem solchen Gedränge wie vor zwei Jahren ist in Fahrenhorst nicht zu rechnen. Aber dennoch werden am Freitag etwa 200 Teilnehmer erwartet.

„Ich gebe zu, dass ich am 13. November ernsthaft über eine Absage nachgedacht habe. Aber Stimmen aus unserem Umfeld haben mich eines Besseren belehrt“, sagt Berthold Buchwald, Leichtathletik-Spartenleiter und Trainer beim LC Hansa Stuhr. Aber es steht fest: Der 44. Stuhrer Silvesterlauf wird am Freitag ab 11.00 Uhr mit Start und Ziel auf dem Fahrenhorster Sportplatz über die Bühne gehen.

Fahrenhorst - Buchwald begründet seine damalige Skepsis so: „Die Coronalage war sehr unübersichtlich. Hinzu kam die Sorge, dass wir bei wenigen Teilnehmern finanzielle Einbußen hätten verkraften müssen, denn einige Fixkosten, wie die Bezahlung der Zeitmess-Firma, können nicht entsprechend gedrückt werden.“

Doch letztlich sprachen sich die Stuhrer für den Lauf aus. Die Online-Anmeldungen waren zunächst für eine Veranstaltung, die schon mal mehr als 600 Teilnehmer gesehen hat, eher mau und dümpelten für alle drei angebotenen Strecken so um die 60 herum. Aber bis zum Anmeldeschluss am Dienstag gab es noch mal einen großen Schluck aus der Pulle, denn mittlerweile haben 185 Athleten ihr Kommen zugesagt. „Ich rechne mit etwa 200 Startern, denn bis 60 Minuten vor dem Start sind noch Anmeldungen vor Ort möglich“, sagt Buchwald, „sodass wir wohl mit einer Schwarzen Null aus der Sache rauskommen werden.“

Absage: Ordnungsamt macht Bremer Silvesterlauf dicken Strich durch die Rechnung

Die Stuhrer Veranstalter glauben, dass sie von der Absage des Bremer Silvesterlaufes profitieren werden. Die Bremer Veranstalter sind recht ungehalten, dass sie ihren Lauf nicht wie gewünscht durchführen können, zumal einige Monate zuvor der Bremen-Marathon über die Bühne gegangen war.

Die Macher, die bei den Teilnehmern ohnehin auf die 2G-Regel gesetzt hatten, verweisen in einer Mitteilung darauf, „dass es auch in diesem Jahr zahlreiche kleinere und auch große Laufveranstaltungen, wie zum Beispiel den Münster- oder auch den Berlin-Marathon gegeben habe, die keine uns bekannte Auswirkung auf das Infektionsgeschehen hatten“.

Deshalb waren sie wegen des Silvesterlaufes sehr zuversichtlich und hatten bereits 1 250 Medaillen bestellt. Doch dann machte das Ordnungsamt einen dicken Strich durch die Rechnung, weil sie von den Veranstaltern forderten, dass auch Zuschauer entlang der Strecke auf 2G kontrolliert werden müssten. Ein Schlag ins Kontor, denn zum Beispiel beim Bremen-Marathon galt diese Regel nicht. Die Besucher sollten sich eigenverantwortlich vorsichtig verhalten.

Die Macher zeigten kein Verständnis für die Auffassung des Ordnungsamtes bezüglich des Umgangs mit Beobachtern an der Strecke. Konsequenz: Am dritten Advent wurde die Reißleine gezogen und der Lauf abgesagt. Stattdessen soll es auf der Originalstrecke eine virtuelle Veranstaltung geben, die schon seit dem vergangenen Montag freigeschaltet ist. töb

Angeboten werden drei Strecken über 1,6 (um 11.00 Uhr), 4,2 (um 11.30 Uhr) und 10,0 Kilometer (um 12.30 Uhr), wobei die kürzeste Distanz durch das Badenholz den jüngsten Läufern der Jahrgänge 2007 bis 2009 vorbehalten sein soll.

Alle Teilnehmer müssen sich jedoch auf Einschränkungen einstellen. Der Lauf wird unter 2G-Regeln stattfinden, sodass nur Geimpfte oder Genesene starten dürfen. Zuschauer auf dem Sportplatzgelände sind nicht erlaubt. „Aber es dürfen natürlich Trainer oder Betreuer auf den Platz, die allerdings auch 2G-Regeln erfüllen müssen“, sagt Buchwald. Ferner bleiben Umkleidekabinen und Duschen geschlossen.

Der Bremer Silvesterlauf wurde wegen der vom Ordnungsamt vorgeschriebenen 2G-Regeln auf der Strecke von den Machern abgesagt (siehe Text unten) – wie handhaben das die Hansa-Veranstalter? Buchwald ist da sehr entspannt: „Ich glaube kaum, dass sich da Leute bei Matsch in den dunklen Wald stellen. Deshalb betrifft uns das nicht.“

Auch Lokalmatador Oliver Sebrantke geht über die Langdistanz ins Rennen.

Lokalmatador Oliver Sebrantke (45) freut sich schon auf das Rennen: „Mir wäre eine längere Strecke zwar lieber gewesen, aber so ist es auch gut. Hauptsache, es gibt mal wieder ein Rennen. Vor allem freue ich mich über das Duell mit meinem ehemaligen Idol Horst Wittmershaus.“

Die Antwort des 53-jährigen Sykers, der für den SC Weyhe Triathlon gemeldet ist: „Auch ich freue mich auf ein Wiedersehen mit den Jungs. Seit dem Drebber-Lauf im Sommer hatte ich keinen echten Wettkampf mehr. Ich fühle mich körperlich gut und habe mein Motivationsloch aus dem vergangenen Jahr hinter mir gelassen.“

Weitere Kandidaten auf einen Podiumsplatz sind Thorsten Glatthor (TSV Schwarme), Aaron Dorn (Hansa Stuhr) und der Oldenburger Triathlon-Profi Jesse Hinrichs; aber auch Sebastian Kohlwes (Werder Bremen). Der ehemaliga Hansa-Läufer gab zuletzt den Bremen-Marathon wegen Herzproblemen auf, ist aber nun wieder fit. „Ich habe von meinen Ärzten grünes Licht für Leistungssport bekommen und freue mich jetzt auf den Lauf. Seit sechs Wochen bin ich wieder voll im Training. Ich denke, dass es mit Hinrichs zum Duell um den Sieg kommen könnte“, erklärte der 32-Jährige, der sich kürzlich von seinem langjährigen Trainer Hartmut Selz getrennt hat.

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