Sudweyhe befleckt beim 1:1 die weiße Weste von Spitzenreiter Seckenhausen-Fahrenhorst

Mit dem Messer zwischen den Zähnen

Tankt sich hier durch: Sudweyhes bulliger Offensivmann Marvin Zwiebler (links) lässt in dieser Szene zwei Seckenhauser stehen.
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Tankt sich hier durch: Sudweyhes bulliger Offensivmann Marvin Zwiebler (links) lässt in dieser Szene zwei Seckenhauser stehen.

Sudweyhe – So soll es sein, auch wenn das vielleicht nicht immer bis ins Innerste so gemeint war: Nach dem Match schritt Benjamin Jacobeit, der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Sudweyhe, die Trainer- und Betreuerschar der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst ab und gab ihnen die „Corona-Faust“. Minuten zuvor hatte er sich, gerade mit TSG-Coach Iman Bi Ria, nicht ganz so versöhnliche Wortgefechte geliefert. Am Ende war Jacobeit mit dem 1:1 (0:1) durchaus zufrieden, bedeutete dies doch den ersten Punktverlust des Gegners, der aber weiter Spitzenreiter bleibt.

Auch Jacobeits Trainer-Kollege Sven Helms konnte mit dem Remis leben: „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir den Gegner mit unserem Pressing stark unter Druck gesetzt und vor allem deren lange Bälle in die Spitze gut verhindert. Am Ende, in doppelter Überzahl, habe ich sogar noch an einen Sieg von uns geglaubt.“

Nicht gänzlich unzufrieden (höchstens mit der Leistung des Schiedsrichters) war auch Bi Ria, der sich – wie gewohnt – unmittelbar nach der Partie sein Team für eine erste Ansprache schnappte: „Jungs, ich will hier keine hängenden Köpfe sehen, obwohl wir das erste Mal nicht gewonnen haben. Denn wir haben gegen einen guten Gegner sehr gut mitgehalten.“

In der ersten Halbzeit sahen die gut 200 Zuschauer eine Partie, die spielerisch nicht viel bot – dafür aber kämpferisch auf höchstem Niveau stand. Das schon erwähnte Sudweyher Pressing schmeckte den Gästen gar nicht. Und Chancen hatten die Gastgeber zudem auch noch. In der 20. Minute wehrte TSG-Keeper Maurice Lutterklas einen Schuss von Marvin Zwiebler gerade noch so eben ab. Nach 37 Minuten knallte Hannes Lüdeke die Kugel ans rechte Lattenkreuz.

Danach brannte es zweimal auf der anderen Seite, doch Keeper Lukas Wickbrand rettete glänzend gegen Nico Kiesewetter (40.) und Philip Kleingärtner (43.).

Ein 0:0 wäre das gerechte Pausen-Ergebnis gewesen. Das sah Sebastian Kirchner anders: Nach einer Ecke und anschließendem Querpass von Kleingärtner war der Innenverteidiger am rechten Fleck und schob aus vier Meter zum 1:0 der Gäste ein (45.).

In der zweiten Halbzeit dominierte weiterhin der Kampf. Die vielleicht technisch etwas versierteren Gäste konnten diese Tugend nicht durchbringen. Und hatten in der 48. Minute Glück, dass Lüdeke den Ball aus drei Metern rechts neben den Pfosten knallte. Einige Zuschauer meinten schon, dass das doch nicht sein könnte und da wohl ein Loch im Netz gewesen sein müsse . . . Danach hätte Seckenhausen die Vorentscheidung herbeiführen können, doch in letzter Sekunde rettete Hanjo Harjes für seine Sudweyher auf der Linie.

Aber die Hausherren gaben nicht klein bei, sondern eroberten sich in der 71. Minuten zumindest das Remis. Der eingewechselte Stephen Bohl nahm aus 14 Metern Maß und setzte das Leder zum 1:1 links unten ins Eck.

Die restlichen 20 Minuten waren dann auf und neben dem Platz sehr ungeordnet. Spielerisch passte bei beiden Teams nicht mehr viel zusammen. Bei Seckenhausen sahen Howard Barbosa und Emre Devici in der Nachspielzeit noch die Ampelkarte. Und auch am Spielfeldrand brannte (wie schon erwähnt) die Luft.

Von Gerd Töbelmann

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