Squash-Bundesligist 1. SC Diepholz vor weitester Fahrt - tags darauf Derby daheim

Mit breiter Brust nach Berlin

In Berlin gesetzt: Julian Kischel soll für den 1. SC Diepholz am Samstag im Bundesliga-Duell bei „Airport Squash“ an Position drei spielen.
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In Berlin gesetzt: Julian Kischel soll für den 1. SC Diepholz am Samstag im Bundesliga-Duell bei „Airport Squash“ an Position drei spielen.

Diepholz/Berlin – Erst die weiteste Dienstreise der Saison an die Spree, nur 24 Stunden später dann das Niedersachsenderby auf dem heimischen Centre Court: Dieser Doppelspieltag verlangt den Bundesliga-Squashern des 1. SC Diepholz einiges ab. Doch die Kreisstädter haben genügend Selbstvertrauen getankt – nach den beiden Auftaktsiegen zu Beginn dieser Serie am Jahresende.

Zudem gewann der Diepholzer Spielertrainer Dennis Jensen während der Bundesliga-Pause ein niedersächsisches Masters-Ranglistenturnier in Wilhelmshaven, und Neuzugang Willi Wingelsdorf kehrte von einem deutschen Ranglisten-Turnier aus Hamburg als guter Neunter zurück. Erfolge, für die sich der SCD in der Liga zwar nichts kaufen kann, aber schädlich ist es für die nächsten Aufgaben nicht, gibt auch Jensen schmunzelnd zu.

Zunächst treffen er und sein Team am Samstag um 14.00 Uhr auf den ambitionierten „Airport Squash“ Berlin, der am Flughafen Tegel zu Hause ist. Die Diepholzer fahren als Tabellenzweiter mit breiter Brust in die Hauptstadt – coronabedingt in kleiner Besetzung, aber eben wegen der Pandemie sicherheitshalber trotzdem in zwei Autos. Auch sportlich sieht Jensen sich und seine Kollegen gerüstet: „Wir haben über den Jahreswechsel gut gearbeitet und sind bereit für die vier Spiele im Januar“, urteilt der 46-Jährige. Über den Leistungsstand der auswärtigen Profis lässt er sich unter anderem durch Bilder und Handy-Videos unterrichten, zudem verfolgt er deren Ergebnisse bei diversen Turnieren.

Mangaonkar Samstag Diepholzer Spitzenspieler

Der Inder Mahesh Mangaonkar führt das Diepholzer Team in Berlin an. Dafür fliegt der Weltranglisten-51. aus Helsinki ein. Der 27-Jährige gilt als großer SCD-Hoffnungsträger. Schließlich ist er in seinen bisher zwölf Einsätzen im Diepholzer Dress noch ungeschlagen – „und hat dabei herausragendes Squash gespielt“, stellt Jensen heraus. „Ich bin sehr glücklich, dass wir die Chance haben, nach mehr als zwei Jahren wieder auf Mahesh zurückgreifen zu können“, freut sich der Diepholzer Macher. Diese lange Zwangspause war den Einreisebestimmungen im Zuge der Corona-Krise geschuldet.

Auf der Position hinter Mangaonkar spielt der Niederländer Dylan Bennett, gefolgt von Julian Kischel, Willi Wingelsdorf und Jensen, der mit einer „engen und umkämpften Partie“ beim Tabellenvierten rechnet: „Besonders auf den Ausländerpositionen sind die Berliner top besetzt“, sagt er über den Weltranglisten-25. Omar Mosaad aus Ägypten und den Engländer Nathan Lake (Nummer 38 der Welt). Diepholz hingegen muss auf seine britischen Leistungsträger Declan James und Richie Fallows verzichten, weil sie nach der Einreise aus England in Quarantäne müssten. Ob Lake die bereits hinter sich hat oder ebenfalls ausfällt, weiß der Gäste-Coach nicht, aber „Berlins Liste ist dermaßen lang an Weltklassespielern, dass diese Mannschaft ohnehin schwer einzuschätzen ist. Wir wollen dennoch Zählbares mit auf die lange Heimreise am Samstagabend nehmen“, gibt er als Marschroute vor.

Nur einen Tag Zeit zur Regeneration

Nach der Rückkehr beginnt sofort die Regeneration, denn schon am Sonntag um 14.00 Uhr steht auf der heimischen Anlage im Diepholzer Sauna- und Sportparadies das Niedersachsenderby gegen den SC Hasbergen aus dem Landkreis Osnabrück an. In der Vorsaison hatten die Diepholzer einen sicheren 4:0-Sieg gegen den damaligen Aufsteiger eingefahren, der über ein junges und hochtalentiertes Team verfügt. Doch Jensen lässt keinen Zweifel daran, dass er und seine Mannschaft gegen den Tabellensechsten der Favoritenrolle gerecht werden wollen, um sich weiter vorne in der Bundesliga-Tabelle zu positionieren. „Wir müssen schauen, dass wir die kurze Regenerationsphase gut nutzen und den Heimvorteil in positive Energie umwandeln“, sagt der SCD-Routinier. Er freut sich auf das Wiedersehen mit Youngster Andre Igelbrink, der zwei Jahre das Trikot mit dem Diepholzer Löwen auf der Brust getragen hatte und sich auch in Hasbergen gut entwickelt habe.

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