Mit Santorino ganz vorn

Miriam Stradtmann gewinnt S*-Dressur in Okel

Jan-Dirk Gießelmann vom RV Wagenfeld holte auf dem elfjährigen Hannoveraner Burberry Rang zwei in der S*-Dressur.
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Jan-Dirk Gießelmann vom RV Wagenfeld holte auf dem elfjährigen Hannoveraner Burberry Rang zwei in der S*-Dressur.

In Corona-Zeiten sind Reitturniere momentan eine Ausnahme. Außerhalb der Amateurreiter hat die Okeler Pferdesportgemeinschaft dennoch ein Dressur-Turnier auf die Beine gestellt. Miriam Stradtmann vom RFV Diek-Bassum gewann dabei die S*-Dressur auf Santorino.

Syke-Okel - Die Okeler Pferdesportgemeinschaft hat den Dressurreitern im wahrsten Sinne des Wortes den roten Teppich ausgerollt. Zehn attraktive Prüfungen standen auf der Reitanlage Bolte an vier Tagen auf dem Programm. Startberechtigt waren allerdings nur Berufsreiter sowie Mitglieder des Landes- und Bundeskaders. Das Hauptereignis gewann Miriam Stradtmann vom RFV Diek-Bassum auf Santorino.

Schon bei der Vorbereitung auf die als St. Georg Special ausgeschriebene S*-Dressur wirkte Miriam Stradtmann sichtlich gut gelaunt. Mit der Siegschleife in der Hand strahlte die sympathische Dressurreiterin erst recht auf dem roten Teppich, den der Veranstalter für alle Gewinner und Platzierten ausgelegt hatte. „Es hat ganz viel Spaß gemacht“, betonte die Reiterin. „Okel ist so ein tolles Turnier. Die Familie Bolte gibt sich wirklich, wirklich viel Mühe. Atmosphäre und Bedingungen gehen einfach nicht besser“, schwärmte die Twistringerin.

„Er war lange krank und ist jetzt wieder gut drauf“

Mit 69,837 Prozent setzte sie sich auf Santorino an die Spitze der 16 Paare. „Mein ‚Opa‘ hat alles richtig gemacht“, sagt Miriam Stradtmann liebevoll über ihren 15-jährigen Rheinländer Wallach. „Er war lange krank und ist jetzt wieder gut drauf“, freut sich die Pferdesportlerin. Die Stärke des Sandro Classic-Sohns läge in der Galopptour. „Insgesamt überzeugt er mit seiner sicheren Art und gibt immer sein Bestes“, lobte die Twistringerin ihren Sportpartner.

Auch der Zweitplatzierte, Jan-Dirk Gießelmann, war sichtlich zufrieden. Neben Burberry ritt er mit Hudson noch ein zweites Pferd in der S*-Dressur. „Beide haben ihre Sache gut gemacht“, erklärte der Pferdewirtschaftsmeister aus Barver. Etwas anderes ist ihm jedoch genauso wichtig. „Endlich wieder Turnier“, freute sich Jan-Dirk Gießelmann. Ein bisschen kommt es ihm jedoch zugute, dass der Terminkalender in den letzten Monaten nicht ganz so gefüllt war. „Ich bin vor zehn Wochen Vater eines Sohnes geworden“, berichtet der Dressurreiter.

Miriam Stradtmann vom RFV Diek-Bassum und ihr Santorino gewannen das Hauptereignis bei den Okeler Dressurtagen.

Höhepunkt der Okeler Dressurtage waren neben der S*-Dressur die Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat für fünf- und sechsjährige Dressurpferde. „Insbesondere die Qualität bei den Fünfjährigen war sehr gut“, stellte Nina Bolte von der Okeler PSG fest. Dort haben sechs Pferde mit einer Note von 8,0 und besser ein Ticket für das Finale gelöst. Mit insgesamt drei Pferden darf David Taylor aus Stuhr nach Warendorf reisen. Qualifiziert hat der Reiter vom RFV Holzhausen für das bedeutende Zuchtschaufenster den Westfalen Aringer sowie die beiden Oldenburger Fürstenerbe und Forty Seven.

„Alle wollen gern wiederkommen“

„Das Turnier wurde gut angenommen. Alle sind zufrieden und wollen gern wiederkommen“, resümierte Henrik Oestmann, Vorsitzender der Okeler PSG, „aber um den Amateursport ist es schade.“ Aufgrund der aktuellen Corona-Beschränkungen sind Reiter, die nicht mit dem Sport ihr Geld verdienen oder einem Landes- und Bundeskader angehören, immer noch außen vor.

2020 hatte der Verein vier Wochen nach der ersten Veranstaltung direkt das nächste Turnier nachgeschoben. Ob es weitere Pläne für 2021 gibt, da möchten sich die Verantwortlichen nicht festlegen. Das hänge auch von der Entwicklung rund um Corona ab. „Unser Traum wäre ein richtiges Turnier mit Zelt und Zuschauern und allem Drumherum, so wie wir es im Kopf hatten, als wir uns vor zwei Jahren überlegt haben, dass wir gerne Turniere veranstalten wollen“, erklärten Henrik Oestmann und Nina Bolte. Das allerdings wird sich wohl erst 2022 realisieren lassen.

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