Handball-Bundesligist wirbelt in Bruchhausen-Vilsen / Jorn Bolte total glücklich

GWD Minden greift beim 64:16 tief in die Trickkiste

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War dicht umlagert und schrieb in Bruchhausen-Vilsen reichlich Autogramme: Mindens Nationaltorhüter Jens Vortmann. ·

Br.-Vilsen - Von Matthias BorchardtKempa-Trick-Tore von Sören Südmeier und Aljoscha Schmidt, Trickwurf-Treffer von Dalibor Doder – Handball-Bundesligist TSV GWD Minden zauberte am Montagabend anlässlich des 150-jährigen Bestehens des TV Bruchhausen-Vilsen, gewann vor 400 Zuschauern ein Freundschaftsspiel beim Kreisoberligisten HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf ganz locker mit 64:16 (33:6).

Auch nach der Partie präsentierten sich die Handball-Profis volksnah, schrieben fleißig Autogramme. So waren besonders die Unterschriften von Nationaltorhüter Jens Vortmann, dem schwedischen Mittelmann Dalibor Doder und von Nationalspieler Aleksandar Svitlica (30 Länderspiele für Montenegro) gefragt.

„Das hat hier in einer schönen Atmosphäre und guten Stimmung Spaß gemacht. Wir haben konzentriert Handball gespielt. Nicht allzu oft erzielen wir in einem Test 60 Tore“, sagte Horst Bredemeier, Manager beim TSV GWD Minden, der Trainer Sead Hasanefendic vertrat. Auch der DHB-Vizepräsident und frühere Bundestrainer gab fleißig Autogramme, zog nach der Begegnung zudem noch verschiedene Preise bei einer Verlosung.

Auch Vilsens Trainer Steven Schäfer war von der Atmosphäre angetan, zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft aber nur bedingt zufrieden: „In der ersten Halbzeit sind wir nicht als Mannschaft aufgetreten. Minden hat unsere technischen Fehler gnadenlos mit Tempogegenstoß-Toren bestraft. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann besser präsentiert.“ Vilsens Rückraumakteur Jorn Bolte, der sich viermal in die Torschützenliste eingetragen hatte, strahlte dagegen: „Das hat Riesenspaß gemacht. Ich wollte mindestens ein Tor gegen solch ein Abwehrbollwerk erzielen. Das ist mir ja gelungen.“

Auch bei Vilsens Mannschaftskapitän Sebastian Slembeck bleibt dieses

Schmidt: „Das war

ein schöner Abend“

Highlight in positiver Erinnerung: „Vor so vielen Leuten gespielt zu haben, das hat schon Spaß gemacht, obwohl wir eine ganz schöne Lehrstunde bekommen haben. Vor allem Dalibor Doder hat uns reihenweise ins Kino geschickt.“

Der haushohe Favorit legte schnell eine 3:1-Führung (3.) vor, doch dann glichen die Brüder Moris und Jorn Bolte unter dem Jubel der Zuschauer zum 3:3 (4.) aus. Danach zog der Erstligist das Tempo allerdings an, bestrafte Abspielfehler gnadenlos und setzte sich mit einem Zwischenspurt auf 14:3 (15.) ab. Vor allem Aleksandar Svitlica (11/1), Sören Südmeier (6) und der ehemaliger Achimer Aljoscha Schmidt (5) kamen über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren. Erstmals mit 20 „Buden“ lagen die Gäste nach einem Treffer von Nils Torbrügge (7) in Front – 24:4 (25.). Das muntere Scheibenschießen ging bis zur Pause weiter.

Auch nach dem Wechsel griffen die Mindener in die Trickkiste, zeigten mehrere Kabinettstückchen. Jubel gab’s aber auch, als Jorn Bolte GWD-Torwart Anders Persson mit einem Doppelpack zum 10:44 (42.) überwand. Auf der anderen Seite freute sich Vilsens Torwart Jan-Christoph Beste, als er freistehend einen Ball von Kreisläufer Oliver Tesch (5) abwehrte.

Der Tabellen-14. der Handball-Bundesliga machte auch in der Schlussphase Dampf. So traf Rückraumakteur Sören Südmeier mit einem sehenswerten Rückhandwurf zum 60:13 (57.). Der 22-Jährige darf seinen Mitspielern genauso eine Kiste Bier spendieren wie Markus Fuchs und Nils Torbrügge, die die Tore 50 und 40 geworfen hatten.

„Wir sind hier gern nach Bruchhausen-Vilsen gekommen. Es ist doch toll für den Veranstalter, dass so viele Zuschauer gekommen sind. Das war ein schöner Abend“, sagte Mindens Linksaußen Aljoscha Schmidt. Das fand auch Andreas Schnichels, Spielgemeinschaftsleiter bei der HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf: „Das war eine runde Sache. Unsere Jungs haben gut gekämpft.“

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