1:1 gegen Blumenthal zu wenig für Melchiorshausens vage Aufstiegshoffnungen

Mike Barten: „Saison noch vernünftig zu Ende spielen“

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Durch seinen Treffer in der 80. Minute rettete Tim Cohrs (links) den Melchiorshausern zumindest das mehr als verdiente Unentschieden. 

Melchiorshausen - Von Gerd TöbelmannSuper-Optimisten würden dem TSV Melchiorshausen drei Spiele vor dem Saisonende in der Fußball-Landesliga Bremen vielleicht noch den Bremen-Liga-Aufstieg zutrauen.

Aber nach dem 1:1 (0:1) gegen die DJK Germania Blumenthal tendieren diese Hoffnungen gen Wunder. So sieht es offenbar auch der scheidende Trainer Mike Barten: „Wir wollen die Saison vernünftig zu Ende spielen. Von Aufstieg rede ich nicht.“

Das mit dem Spielen war am Samstag so eine Sache. Pünktlich um 15.00 Uhr standen elf Blumenthaler auf dem Platz – von den Melchiorshausern keine Spur. Aufklärung: Die Gastgeber hatten die farblich falschen Stutzen gewählt und mussten diese auf Geheiß des Schiedsrichters Benjamin Koc (TuS Komet Arsten), von dem noch zu reden sein wird, wechseln.

Elf Minuten dauerte diese Prozedur. Melchiorshausen vergeudete in der Kabine offenbar soviel Konzentration, dass das Team die ersten Minuten auf dem Platz komplett verpennte. Schon nach 50 Sekunden führte der Aufsteiger aus dem Bremer Norden mit 1:0. Nach Freistoß von Dennis Tanski schaltete Nicolai Thoms am schnellsten und überwand Keeper Jens Ruscher. Vier Minuten später der nächste Abwehr-„Bock“: Yannik Wojciechowski lief allein auf Ruscher zu, zielte aber zu ungenau – Pfosten.

Das war’s aus Blumenthaler Sicht aber auch schon in Sachen eigene Torgefahr. Einmal noch hätte das zweite Germanen-Tor fallen können, aber das hätte dann Marco Prigge in der 37. Minute per Eigentor besorgt. Zum Glück für Melchiorshausen kullerte die Kugel knapp am Kasten vorbei.

Auf der anderen Seite hätte es dagegen mehrfach klingeln können. Doch DJK-Keeper Gökhan Kara klärte gegen Julian Michel (11.), Rustam Arify (11.) und auch Tim Cohrs (26.).

In der zweiten Halbzeit hatte Melchiorshausen noch mehr Ballbesitz, aber klare Chancen waren weiter rar gesät. Die erste echte Möglichkeit brachte auch gleich das 1:1. Nach schönem Rückpass von Geburtstagskind Niklas Katsis (wurde 21 Jahre alt) traf der ein Jahr ältere Cohrs aus sieben Metern zum 1:1 (80.).

Nur zwei Minuten später stand Cohrs, der ebenso wie sein älterer Bruder Felix bei den Blau-Weißen bleiben wird, erneut im Mittelpunkt. Nach einem Tackling mit Firat Erkek trat der schon erwähnte Schiri Koc auf den Plan und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch Pustekuchen: Die Assistentin wollte eine faire Aktion des Blumenthalers gesehen haben, überzeugte ihren Chef, der daraufhin Schiedsrichterball gab. Das wiederum konnte Cohrs gar nicht verstehen: „Wenn schon kein Elfmeter, dann hätte es mindestens Ecke und keinen Hochball geben müssen. Aber ich bin definitiv gehalten und gestoßen worden. Das Einzige, was ich nicht beantworten kann, ist, ob die Aktion innerhalb oder außerhalb des Strafraums war. Hochball war definitiv ein Witz des Schiedsrichters“, meinte Cohrs.

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