Miese Vorbereitung – doch Coach Holle rechnet sich heute in Sulingen etwas aus

Wetschens Kaltstart: Ohne Training ins Derby

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Maarten Schops lässt sich oft in Wetschen blicken – nicht nur wie hier beim Hinspiel: „Er kennt mein Team wohl fast so gut wie ich“, scherzt Wetschens Coach Friedel Holle.

Sulingen - Es ist keine angenehme Zeit für Fußball-Trainer. Dauerregen und Schnee haben seit zweieinhalb Wochen kein Spiel der Landesligisten TuS Sulingen und TSV Wetschen zugelassen. Da hat jeder sein Päckchen zu tragen. Davon kann auch Sulingens Coach Maarten Schops ein Lied singen: „Es ist nicht einfach, immer wieder die nötige Spannung aufzubauen. Wenn dann ein Spiel nach dem anderen ausfällt, ist eine gewisse Enttäuschung bei den Spielern spürbar. Da kann es schwierig sein, wieder mit neuem Elan in die Trainingswoche zu starten.“ Ein noch schwereres Päckchen trägt Wetschens Trainer Friedel Holle. Denn er konnte zuletzt gar nicht zum Training bitten. Der Platz war unbespielbar. „Und wir haben so kurzfristig leider keine freie Halle gefunden.“

Das Gute: Das Derby (heute/19.30 Uhr) zwischen Sulingen und Wetschen wird zu „99 Prozent“ (Schops) stattfinden. Holle ist froh, dass die „Zeit des Wartens und Wartens endet“. Auch wenn er weiß, dass „für uns die Trauben in Sulingen ziemlich hoch hängen“.

Die Sulestädter feierten zuletzt sieben Siege in Serie – da geht der Vorletzte Wetschen natürlich als Underdog in die heutige Partie. Für Wetschens Coach ist der TuS Sulingen gar ein „Meisterschaftsfavorit. Es ist eine richtig tolle Mannschaft. Aber irgendwann endet jede Serie. Und für uns wäre es natürlich schön, wenn sie sich jetzt mal einen Ausrutscher leisten würden.“

Höchsten Respekt hat Holle auch vor Schops, der sich in dieser Saison schon einige Male in Wetschen zu Spielbeobachtungen hat blicken lassen. „Er kennt mein Team wohl fast so gut wie ich“, scherzt Wetschens Neu-Chefcoach. Allerdings hat sich beim Vorletzten seit der Demission von Uwe Küpker vor drei Wochen einiges getan. „Ich glaube, sie werden ein anderes Gesicht zeigen“, sagt Schops. Das lässt Holle auch durchklingen: „Wir wollen nach vorne etwas präsenter sein. Sich nur hinten rein zu stellen, entspricht nicht meiner Spielidee. Wir werden auch in Sulingen unsere Chance haben.“ Wenngleich er betont, damit leben zu können, „wenn es möglichst lange 0:0 steht“.

Wetschens Lars Schulze (Gelb-Rot-Sperre) und Danny Lange (fünfte Gelbe Karte) können dabei nicht mithelfen, auch für die angeschlagenen Tobias Grube und Marco Babilon kommt das Spiel wohl zu früh. „Doch für die Offensive haben wir alle an Deck, das ist super“, sagt Holle.

Bei Sulingen fehlen die Langzeitverletzten Bogdan Golgot und Tomasz Tomasik sowie Tim Rieckhof (Gelb-Sperre). Wer den 21-Jährigen ersetzt, wollte Schops gestern noch nicht verraten: „Ich kann ja noch eine Nacht drüber schlafen.“ Alternativen gebe es im Kader zu genüge, er habe derzeit sowieso eher „Luxusprobleme“.

Luxuriös sind auch Sulingens 33 Punkte nach 15 Spielen. Wohin das beim Tabellendritten (sechs Zähler Rückstand bei einem Spiel weniger auf Spitzenreiter HSC Hannover) noch führen kann? Schops: „Ich gucke nicht weiter als bis auf das Wetschen-Spiel. Wenn wir dort eine gute Leistung bringen, bin ich überzeugt, dass wir drei Punkte holen.“

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