Meppens Kapitän macht 2:0 des BSV zunichte

Michael Holt Rehdens Horror

Starke Doppel-Sechs: Marius Winkelmann und Maarten Schops (v.l., gegen Meppens Jan Meyer). Zum Sieg reichte es trotzdem nicht.
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Starke Doppel-Sechs: Marius Winkelmann und Maarten Schops (v.l., gegen Meppens Jan Meyer). Zum Sieg reichte es trotzdem nicht.

Rehden - Von Cord Krüger. Diese 84. Minute trieb Predrag Uzelac gestern Abend tiefe Sorgenfalten in die Stirn. Michael Holt hatte gerade zweimal in nur 60 Sekunden getroffen, und der Trainer des BSV Rehden musste nun gar eine Niederlage befürchten. „

Denn bei uns ist alles möglich“, verriet Uzelac sarkastisch im Frust über zwei erneute Tor-Geschenke. Doch es blieb beim 2:2 (1:0) gegen den SV Meppen. Ein Unentschieden, das keinem der beiden Kontrahenten im Regionalliga-Abstiegskampf großartig weiterhilft.

Oder, wie es Meppens Offensivmann Sven Hartwig formulierte: „Der Punkt bringt niemanden von uns aus dieser Scheißsituation raus.“ Am Ende mussten die Emsländer jedoch froh über den Zähler sein, denn lange Zeit waren sie „mausetot“, wie Uzelac urteilte: „Und wir haben das bis zu den Gegentoren toll gemacht.“

Nur ein Treffer wollte zunächst nicht fallen, weil Paul Kosenkow zu schnell für die weiten Pässe aus der eigenen Hälfte war und bis zur 20. Minute zweimal ins Abseits rannte. Sturmkollege Alexander Neumann scheiterte zwischendurch an SVM-Schlussmann Benjamin Gommert (13.) und an seinen Nerven, als er volley über die Latte drosch (17.). Doch in seiner nächsten Szene durfte Neumann jubeln – und ließ sich dabei nicht mehr einfangen: Eine durch Stefan Heyken verlängerte Ecke von Christian Hegerfeld drückte „Alex“ zum 1:0 über die Linie (27.).

Endlich wieder eine Führung für die Schwarz-Weißen! Das gab Sicherheit, und die Platzherren ließen vor 200 Zuschauern in den Waldsportstätten den Ball laufen. Meppen hingegen kam erst kurz vor der Pause vors BSV-Tor, in dem erstmals Celio Rocha den Vorzug vor Stammkeeper Christian Ceglarek erhalten hatte. „Christian ist nicht mehr der Christian der Hinrunde, das weiß er auch“, begründete Uzelac: „Celio wirkte frischer – und an ihm lag es nicht, dass wir nicht gewonnen haben.“

Stimmt, denn der Brasilianer parierte bei seinem Debüt einen Schuss von Sergej Schmik (44.), hielt stark gegen Kapitän Holt (59.) und klärte im Herauslaufen per Kopf gegen Jens Robben (61.). So viel zu den Hochkarätern der Meppener Druckphase. Zu diesem Zeitpunkt hätte es jedoch bereits 2:0 stehen müssen, aber Schiedsrichter Nils Riedel hatte das Tor von Marius Winkelmann nach einem Freistoß von Paul Kosenkow wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannt (50.).

Doch Winkelmann, gestern unheimlich lauffreudiger, starker Balleroberer und Antreiber vor der Abwehr, belohnte sich noch für seine gute Leistung, als er eine flache Hereingabe von Neumann mit dem rechten Fuß zum 2:0 in die Maschen wuchtete (71.). Dass es nicht zu drei Punkten reichte, lag auch an Winkelmann – denn der köpfte bei einer Meppener Ecke einen Ball quer durch den Strafraum zu Michael Holt, der sich dafür mit dem Anschluss bedankte (83.). „Der Ball kam zu mir – und ich war so perplex, dass ich ihn so blöd geköpft habe“, ärgerte sich der 22-Jährige. Uzelac meinte nur: „Er hätte ihn einfach ins Aus köpfen sollen“, verkniff sich aber weitere Kritik – und moserte auch nicht über das offene Zentrum, durch das Andreas Gerdes-Wurpts direkt im nächsten Angriff marschierte, so dass Heyken ihn nur durch ein Foul stoppen konnte. Rocha war beim Elfmeter durch Holt noch mit den Fingerspitzen dran – doch die Kugel schlug ein. „Es sind immer kleine Fehler – schwer zu erklären. In dieser Rückrunde fehlt einiges“, sinnierte Uzelac.

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