Meyers Team kann in Ristedt Endspiel-Ticket lösen / Jäger lauert gegen Bramstedt

Vilsen will „Finale dahoam“

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Der SV Bruchhausen-Vilsen bangt um den Einsatz von Jan-Hendrik Schwirz (vorn).

Ristedt/Lessen - Jörn Meyer plagt ein ungutes Gefühl: „Ich habe nichts gegen den TSV Ristedt, aber ich hätte mir einen anderen Gegner gewünscht“, gesteht der Trainer des Kreisliga-Fünften SV Bruchhausen-Vilsen, der heute ab 19.30 Uhr im Kreispokal-Halbfinale beim TSV Ristedt antritt. „Auf dem Papier ist das der Underdog – aber Ristedt wird alles in dieses Spiel werfen.“ Dabei könnte der SV-Coach das Cup-Duell gelassen angehen, schließlich ist sein Team eine echte Pokalmannschaft! In den vergangenen drei Jahren standen die Vilser stets im Kreispokal-Finale, zwei Mal holten sie den „Pott“. Diesmal, am 13. Juni, steigt das Endspiel auch noch in Vilsen. Wer es dorthin schafft, entscheidet sich heute. Zeitgleich mit der Partie in Ristedt geht das zweite Halbfinale zwischen den Kreisligisten SV Lessen und TSV Bramstedt über die Bühne.

TSV Ristedt - SV Bruchhausen-Vilsen: Gäste-Coach Jörn Meyer bangt um den Einsatz von Jan-Hendrik Schwirz. Am Sonntag hatte er den angeschlagenen Kapitän gegen den SV Lessen (4:2) geschont – aber mit einem Einsatz heute wird es knapp. Zudem fehlte gestern Abend beim Anschwitzen Marten Köhler wegen einer Erkältung. „Wir müssen abwarten“, seufzt Meyer. Doch in welcher Formation auch immer: Allen schärft er vorher ein: „Wir müssen von Anfang an dagegenhalten – das haben wir im Halbfinale vor einem Jahr beim FC Gessel-Leerßen gesehen.“ Damals setzten sich seine Lila-Weißen erst im Elfmeterschießen gegen den Club aus der 2. Kreisklasse Nord durch. Nun will Meyer zum vierten Mal hintereinander ins Endspiel: „Es wäre ein mehr als versöhnlicher Abschluss nach unserer Saison, in der wir durch viele Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wurden.“

Von dieser Misere kann Ristedts Trainer Bernd Schebitz ein Lied singen: „Uns haben lange Zeit acht Mann aus der Stammelf gefehlt, manche sogar die komplette Hinrunde.“ Doch heute, zum „ersten Halbfinale mit uns seit 20 Jahren“, stehen Schebitz bis auf den weiterhin verletzten Nils Dumke alle Akteure zur Verfügung. „Es wäre eine Riesensache, wenn wir es wirklich ins Finale schaffen sollten – aber unsere Chancen stehen vielleicht maximal bei 35:65“, schätzt der Coach des Tabellenneunten, der am Wochenende nach dem dritten Sieg in Folge den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte. Das lag zum Teil an Sascha Otten, der nach seinem Ausstieg beim Bezirksligisten TuS Sudweyhe für den Aufsteiger kickt – aber nicht nur, unterstreicht Schebitz: „Auch durch die Rückkehr unserer lange Verletzten haben wir uns stabilisiert.“

SV Lessen - TSV Bramstedt: Die Personaldecke bei den Gastgebern wird dünner: Jetzt musste am Sonntag beim 2:4 gegen den SV Bruchhausen-Vilsen auch noch Jörn Breuer verletzt vom Platz. Trotzdem: „Ich will ins Finale“, gibt Sascha Jäger die Parole aus. Er betreut die Mannschaft heute anstelle von Trainer Carsten Hollwedel – und schottet sein Lazarett ab: „Wer mir fehlt und wer nicht, möchte ich im Vorfeld gar nicht aufzählen – da will ich Sven Plaumann überraschen.“

Das hatte der Trainer des TSV Bramstedt „fast befürchtet“. Gut für ihn, dass er aus dem Vollen schöpfen kann. Und in der Gewissheit um seine starke Offensive sagt er: „Wir wollen das Spiel von Anfang an in die Hand nehmen und volle Pulle spielen.“ Die 1:3-Hinspielniederlage am zweiten Kreisliga-Spieltag ist ihm jedoch Warnung genug: „Lessen ist sehr heimstark, und wir haben damals blöde Gegentore durch Standards bekommen.“

Jäger relativiert jedoch: „Damals stand bei uns eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz.“ Das Team der Rückrunde verlor in Bramstedt wiederum mit 1:4. „Wir werden sie jetzt also erstmal kommen lassen und darauf achten, dass unsere Abwehr sicher steht“, schildert Jäger.

ck

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