Startnummer 20: Leonie Meyer

Leonie Meyer

Leonie Meyer

Kiel - Wer sich mit Leonie Meyers Vita beschäftigt, wird schnell feststellen, dass es sich bei ihr nicht nur um ein riesiges Talent, sondern auch um einen absoluten Profi handelt: Die 23-jährige Osnabrückerin vom Segel-Club Eickhöpen Dümmer lebt seit nunmehr fünf Jahren in Kiel und ist Teil des Sportförderprogramms der Bundeswehr.

Das Segeln ist ihre große Leidenschaft, und in Kiel hat sie die Möglichkeit, ihr eigentliches Hobby auf Leistungsebene zu betreiben. Die Grundlagen für ihre heutige Karriere legte Leonie Meyer jedoch am Dümmer See. „Meine Großeltern haben ein Ferienhaus am Dümmer. Wir waren gefühlt jedes Wochenende dort, und dementsprechend bin ich relativ früh zum Segeln gekommen. Mit fünf Jahren war ich das erste Mal auf dem Wasser“, blickte Meyer zurück.

Seitdem ging es für sie steil bergauf. Nach ihrem Abitur 2011 folgte der angesprochene Umzug nach Kiel, wo sie die Gelegenheit bekam, täglich unter professionellen Bedingungen zu trainieren. Gemeinsam mit ihrer Segelpartnerin Elena Stoffers verfolgte Meyer über vier Jahre lang ein Ziel: Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Hierfür musste sich das Segel-Duo jedoch erst für die eigene Nation qualifizieren. Lange Zeit sah es für Meyer und ihre Partnerin in der 49er FX-Klasse gut aus, doch da sie bei der Weltmeisterschaft in Florida im Februar 2016 lediglich auf dem 21. Platz landeten, wurde der Abstand zu einem deutschen Konkurrenzteam zu groß: Der Traum von Olympia in Rio war zerplatzt. „Am Anfang habe ich mir nicht erträumt, überhaupt so weit zu kommen. Aber im ersten Moment war ich schon enttäuscht, da ich vier Jahre lang alles für Rio gegeben habe“, so Meyer. Die Medizinstudentin benötigte nach der verpassten Qualifikation zunächst etwas Abstand vom Segeln und entdeckte das Foilkiten, bei dem das Kiteboard im Vergleich zur normalen Variante noch mit einem Flügel unter dem Brett ausgestattet ist, für sich.

Nach einigen Wochen Übung meldete sich Leonie Meyer im August sogar direkt für die deutschen Kitesurfmeisterschaften an. Obwohl sie nur an zwei von vier Tourstopps teilnahm, wurde sie prompt Deutsche Meisterin im Foilkiten. Beim World-Cup auf Fehmarn landete sie auch noch auf Platz zwei.

Nun fiebert die sympathische und ehrgeizige Wassersportlerin dem Februar 2017 entgegen, denn dann entscheidet sich, ob das Foilkiten 2020 zur olympischen Disziplin wird. „Sollte diese Sportart wirklich olympisch werden, dann werde ich es deutlich intensiver betreiben. Aber ich werde auch nach wie vor weiter segeln. Die nächste Europameisterschaft geht schließlich in Kiel über die Bühne“, blickt Meyer voraus und stellt klar: „Mein Traum von Olympia ist noch nicht zu Ende. Dafür würde ich mich noch einmal vier Jahre lang quälen.“ - bp

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