Kruse: „Von uns kam gar nichts“

HSG Wagenfeld/Wetschen enttäuscht im Spitzenspiel - 23:30

Lichtblick: Wagenfelds Rückraumakteur Jan Meyburg stieg mehrfach hoch und warf gestern acht Tore.  Foto: Westermann
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Lichtblick: Wagenfelds Rückraumakteur Jan Meyburg stieg mehrfach hoch und warf gestern acht Tore.

Wagenfeld - Von Matthias Borchardt. Ausgerechnet im Spitzenspiel boten die Landesklassen-Handballer der HSG Wagenfeld/Wetschen eine schwache Leistung: Der Tabellenzweite unterlag Sonntagabend vor 150 Zuschauern dem Primus TV Georgsmarienhütte mit 23:30 (9:15). „Ich bin total enttäuscht, das geht so gar nicht“, schüttelte Wagenfelds Trainer Matthias Möller nur mit dem Kopf. Der 56-Jährige wetterte: „Wir hatten einige Totalausfälle.“ Das stimmte. Die Leistungsträger Dennis Westermann, Marco Uffenbrink und Dimitri Hofmann blieben weit unter ihren Möglichkeiten.

Kreisläufer Hofmann gab sich selbstkritisch: „Es hat vorn und hinten nicht gestimmt. Mit solch einer Leistung werden wir auch nicht Zweiter.“ Es gab zwei Lichtblicke: Rückraumakteur Jan Meyburg (8) und Linksaußen Tim Brutscheck (6/1) erzielten gemeinsam 14/1 Tore.

Bei den Gastgebern hatte sich Linkshänder Mindaugas Meskauskas, der in Rinteln wohnt und arbeitet, endgültig verabschiedet. „Ich bin stocksauer. Er will bei der HSG Exten-Rinteln spielen“, unterstrich Möller. Nach Torwart Simas Mecelica und Rückraumakteur Arnas Tekutis ist nun auch der dritte Litauer gegangen. Außerdem fielen Sonntag noch Linksaußen Hendrik Kruse (entzündete Sehne im linken Arm) und Jan-Philipp Thiry (Viruserkrankung) aus. Dennoch erwischte die Heimmannschaft einen ordentlichen Start, führte nach Treffern von Eike Heuer und Meyburg (2) mit 3:0 (5.). Danach unterliefen den Wagenfeldern technische Fehler, die Kai Klünder (2) und Malik Scherz mit einfachen Toren bestraften - 3:3 (10.). Heuer und Westermann legten zwar noch zum 5:3 (12.) vor, doch danach war’s mit der Herrlichkeit vorbei.

Die Hausherren packten in der Abwehr nicht mehr richtig zu und offenbarten im Angriff Schwächen. Der TV Georgsmarienhütte hatte leichtes Spiel, drehte mit vier „Buden“ in Folge den Spieß zum 7:5 (16.) um. Zwar verkürzte Brutscheck noch einmal auf 7:8 (18.), aber anschließend baute der Tabellenführer mit drei Toren in Folge seinen Vorsprung auf 11:7 (23.) aus. Zwischenzeitlich warf Westtermann noch einen Siebenmeter an den Pfosten. Klünder und Regisseur Robin Baller mit verwandeltem Strafwurf erhöhten für den Meisterschaftsanwärter zum 15:9-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel kam keine Spannung auf, denn die Wagenfelder spielten lustlos weiter, warfen etliche Fahrkarten. Der schnelle Klünder, der neun Tore markierte, kam mehrfach über den Tempogegenstoß zu einfachen Toren, traf zum 22:15 (43.) und 24:16 (47.). Lediglich Meyburg und Brutscheck stemmten sich gegen die erste Heimniederlage. „Matze“ Möller versuchte es in der Endphase mit einer doppelten Manndeckung, doch auch das führte nicht zum Erfolg. Spätestens beim 20:27 (54.) durch Hans Giesker stand die dritte Saisonniederlage von Landesliga-Absteiger HSG Wagenfeld/Wetschen in der elften Begegnung fest. In dieser Verfassung dürfte eine Landesliga-Rückkehr in weite Ferne rücken, zumal die personellen Alternativen fehlen.

Auch die Torhüter Marvin Hartau und der zwischenzeitlich eingewechselte Markus Wilke bekamen nur wenige Bälle an die Finger.

Hendrik Kruse brachte es nach dem Abpfiff treffend auf den Punkt: „Von uns kam gar nichts. Da fehlten auch die Emotionen.“ Richtig!

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